Ungewöhnlicher, mit religiösen Motiven durchsetzter Mysterythriller über einen Mann, der als einziger ein verheerendes Zugunglück überlebt. http://images.kino.de/flbilder/max00/bf00/bf50/b0050990/b150x150.jpg Unbreakable - Unzerbrechlich

Filmdetails

Unbreakable - Unzerbrechlich

Ungewöhnlicher, mit religiösen Motiven durchsetzter Mysterythriller über einen Mann, der als einziger ein verheerendes Zugunglück überlebt.


Unbreakable - Unzerbrechlich
Start: 28.12.2000

Originaltitel: Unbreakable

Fantasy / Thriller

USA 2000
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Bruce Willis
Samuel L. Jackson
Robin Wright

Regie: M. Night Shyamalan
Verleih: Buena Vista

Bogey - Box Office Germany Award

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Inhalt

131 Todesopfer fordert ein verheerendes Zugunglück vor den Toren von Philadelphia. Nur David Dunne überlebt - ohne eine einzige Schramme. Geplagt von Eheproblemen sucht der einfache Mann nach einer Erklärung, nach einer Bedeutung des Wunders. Doch erst als Elijah Price, ein Mann mit Knochen aus Glas, in sein Leben tritt, bahnt sich eine unglaubliche Erklärung für Davids Unzerbrechlichkeit an.


Kritik

Unbreakable - Unzerbrechlich

Einen erneuten Ausflug ins Reich des Unheimlichen und Unerklärlichen unternehmen M. Night Shyamalan und sein Star Bruce Willis, nachdem ihre vorangegangene Zusammenarbeit, "The Sixth Sense", im vergangenen Jahr zum zehnterfolgreichsten Film aller Zeiten avancierte. Versatzstücke dieser erzählerischen Tour de Force finden sich auch in dieser Geschichte des einzigen Überlebenden eines verheerenden Zugunglücks, und doch unterwirft sich der in sich hermetisch abgeriegelte Thriller keinerlei Genregesetzen. Wie der Vorgänger steuert auch diese getragene, düstere Passion eines Mannes auf der Suche nach sich selbst über etliche Wendungen, Finten und falsche Fährten auf ein überraschendes Ende zu, bleibt aber doch stets so originell und ungewöhnlich, wie es ein Film sein kann, der sein Publikum durch ein emotionales Fegefeuer schicken will.

Es ist kein Leichtes, über Inhalt, Einzelheiten und Details von "Unbreakable" zu schreiben, will man nicht Hinweise auf das sorgfältig gehütete Geheimnis des Films und die höchst erstaunliche Sahnehäubchen-Auflösung, die einzelne Entwicklungen noch einmal relativiert, geben. Buchstäblich jede Szene des Films enthält Andeutungen oder Verweise auf des Pudels Kern. Und doch ist es Shyamalan wieder gelungen, sie so zu präsentieren, dass man als Zuschauer die längste Zeit im Dunklen tappt. Also soll auch hier nicht verraten werden, wohin der Regisseur seine Story lenkt.

Grob umrissen geht es um David Dunn, einen Mann, der mit seinem Leben nicht im Reinen ist. Das machen bereits die ersten Einstellungen deutlich, wenn er zu Beginn einer Zugfahrt von New York und Philadelphia verschämt seinen Ehering abstreift, als sich eine junge Frau neben ihn setzt. Seit einem Autounfall vor einigen Jahren, dessen Erinnerung Dunn verdrängt hat, ist seine Existenz aus den Fugen geraten. Das ehemals aufstrebende Football-Ass mit der irrationalen Furcht vor Wasser arbeitet mittlerweile als Security im Footballstadium, weil er einen sechsten Sinn für Leute hat, die Ärger anzetteln wollen. Seine Ehe liegt im Argen, sein Sohn himmelt ihn an, obwohl der Vater den Kontakt zu ihm scheut. David plant den Umzug nach New York und die damit verbundene Trennung, als sein Zug entgleist und mit einem entgegen kommenden Zug kollidiert. Alle Reisenden sterben. David bleibt unverletzt. Er beginnt, Fragen über das vermeintliche Wunder und sein verkorkstes Leben zu stellen. Antworten bleiben aus. Bis der wunderliche Elijah Price in sein Leben tritt, das exakte Gegenteil von Dunn: flamboyant, exzentrisch, selbstsicher - und mit einer angeborenen Krankheit, die seine Knochen brechen lässt wie Glas. Er ist Besitzer einer Galerie für seltene Comic-Kunst. Und er behauptet, Davids Geheimnis zu kennen, das untrennbar mit Prices Schicksal verbandelt sein soll.

Langsam arbeitet sich Shyamalan durch sein immer wieder verblüffendes Handlungsgestrüpp, mit langen Einstellungen, die kaum durch Schnitte unterbrochen werden. Der perfekte Einsatz von Licht, Farben, Kostümen und Bauten lassen keinen Zweifel zu, dass hier ein Filmemacher am Werk ist, der mit unendlicher Selbstsicherheit und Souveränität zu Werke geht. Bisweilen erwecken der behäbige Rhythmus und das niedrige Tempo den Verdacht der Beliebigkeit. Tatsächlich aber fügt Shyamalan überaus effektiv Mosaiksteinchen an Mosaiksteinchen, bis sich langsam das große Bild zu erkennen gibt. Immer wieder gelingen ihm meisterhafte Szenen: bei der Zugfahrt beispielsweise, oder kurz vor Schluss des Films, als David von einem Balkon gestoßen wird und mit stetig wachsender Panik feststellen muss, dass er auf der Schutzplane eines Swimming Pools gelandet ist, die langsam nachgibt. Alles hat hier eine Bedeutung, alles ist wichtig, auch wenn manchem in dieser Variation von "The Sixth Sense" durchaus der bittere Nachgeschmack der Selbstgefälligkeit anhaftet. Auf die Stars ist allerdings stets Verlass: Bruce Willis gefällt als simpler Arbeitertyp, der nicht so recht weiß, wie ihm geschieht, während Samuel L. Jackson jede seiner Szenen mit der ihm eigenen Art an sich reißen darf. Beide könnten nicht besser gewählt sein in dieser gespenstischen und eigentlich ganz einfachen Geschichte über die amerikanischen Heiligtümer Football und Comics, deren Auflösung vielleicht nicht Jedermanns Sache ist, aber schlüssiger und besser kaum sein könnte. ts.

Unbreakable - Unzerbrechlich

Darsteller:  Bruce Willis   als David Dunn
  Samuel L. Jackson   als Elijah Price
  Robin Wright   als Audrey Dunn
  Charlayne Woodard   als Elijahs Mutter
  Spencer Treat Clark   als Joseph Dunn
  James Handy   als Priester
  Eamonn Walker   als Dr. Mathison
  Elizabeth Lawrence   als Schulschwester
  Leslie Stefanson   als Kelly
 
Regie:  M. Night Shyamalan  
Drehbuch:  M. Night Shyamalan  
Produzent:  M. Night Shyamalan  
  Barry Mendel  
  Sam Mercer  
Ausf. Produzent:  Gary Barber  
  Roger Birnbaum  
Kamera:  Eduardo Serra  
Schnitt:  Dylan Tichenor  
Musik:  James Newton Howard  
Produktionsdesign:  Larry Fulton  
  Steve Arnold  
Kostüme:  Joanna Johnston  
Ton:  Allan Byer  

Dreht Shyamalan den neuen "Superman?"

So recht will mit dem Projekt selbst nichts vorwärts gehen, doch die Gerüchteküche brodelt über! Die Rede ist vom geplanten neuen "Superman". Die jüngste "hot news": M. Night Shyamalan soll Regie führen! Ob er selbst schon davon weiß?

Großansicht Hat allen Grund, skeptisch dreinzuschaun: M. Night Shyamalan (Foto: Buena Vista)

Hat allen Grund, skeptisch dreinzuschaun: M. Night Shyamalan (Foto: Buena Vista)

Wir erinnern uns: Vor knapp einem Jahr kündigte Brett Ratner an, er werde beim Ewigkeitswerk "Superman", das bereits seit Jahren geplant ist, definitiv die Regie übernehmen. Der Macher von "Roter Drache" berichtet munter weiter, dass die Finanzierung bereits stehe und er eigentlich nur noch den geeigneten Newcomer für die Hauptrolle suche und ein fertiges Drehbuch brauche.

Vor einigen Monaten sah die Sache dann schon wieder anders aus! Ratner hatte sich mit Produzent Jon Peters wegen des Budgets überworfen und wurde geschasst. Nach kurzer Suche wurde McG ("3 Engel für Charlie") als Nachfolger präsentiert. Drehbuch? Hauptdarsteller? Immer noch Fehlanzeige!

Das muntere Kandidaten-Karussell

Dann jedoch sprang auch noch McG ab, und mittlerweile ist angeblich auch schon Jon Peters aus dem Rennen. Neuer Produzent soll angeblich Jerry Weintraub ("Ocean's Eleven") sein. Der wiederum wollte nach eigenem Bekunden immer schon mal mit M. Night Shyamalan drehen. Und prompt geht das Gerücht durch Hollywoods Gazetten, dass der nun definitiv die Regie übernehmen wird.

Allerdings ist Shyamalan wohl auf absehbare Zeit gebunden. Denn in Kürze beginnt der Regisseur von "The Sixth Sense" und "Unbreakable" sein eigenes Projekt "The Woods". Und dass er dies als ausgemachter Franchise- und Sequel-Hasser für "Superman" unterbrechen oder sausen lassen würde, ist mehr als fraglich.

Ach ja: Drehbuch? Hauptdarsteller? Immer noch Fehlanzeige. Fortsetzung folgt! Garantiert...

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