Starkes Regiedebüt des Schauspielers Paddy Considine. Schonungslose Milieustudie und tragische (Liebes-)Geschichte zweier verletzter bzw. verletzender Außenseiter mit komischen Untertönen. http://images.kino.de/flbilder/max11/mbiz11/mbiz36/z1136011/b150x150.jpg Tyrannosaur - Eine Liebesgeschichte

Filmdetails

Tyrannosaur - Eine Liebesgeschichte

Starkes Regiedebüt des Schauspielers Paddy Considine. Schonungslose Milieustudie und tragische (Liebes-)Geschichte zweier verletzter bzw. verletzender Außenseiter mit komischen Untertönen.


Tyrannosaur - Eine Liebesgeschichte
Start: 13.10.2011

Originaltitel: Tyrannosaur

Drama / Lovestory

Großbritannien 2011
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Peter Mullan
Olivia Colman
Eddie Marsan

Regie: Paddy Considine
Verleih: Kino Kontrovers (24 Bilder)

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Inhalt

Joseph kann seine Wut nicht unter Kontrolle halten. In den meisten Pubs hat er wegen seiner aggressiven Ausfälle Hausverbot. Da trifft er auf die religiöse Hannah, die trotz seiner Beleidigungen die Ruhe bewahrt, ihn zum Besseren bekehren will. Er findet das furchtbar, kehrt aber immer wieder zu ihr in den Secondhand-Laden, den die verheiratete, kinderlose und im Reichenviertel lebende Frau betreibt, zurück. Sie unterhalten sich, kommen sich langsam näher. Da taucht sie eines Tages mit dunkler Brille und blauen Flecken im Gesicht auf.


Kritik

Tyrannosaur - Eine Liebesgeschichte

Wie ein Schlag in die Magengrube wirkt die erste Szene im Regiedebüt des britischen Charaktermimen Paddy Considine (der Journalist in "Das Bourne Ultimatum"). Dass man der Hauptfigur, dem von Peter Mullan wuchtig gespielten britischen Underdog Joseph, der seinen Jähzorn nicht unter Kontrolle hat, danach auch nur noch einen Funken Sympathie entgegenbringt, liegt an der geschickt entwickelten Story (Considine schrieb auch das Drehbuch) und der feinen Inszenierung. Zwischen realistisch anmutender schonungsloser Milieu- und Sozialstudie und überhöhter menschlicher Tragödie um Schuld und Vergebung lässt er eine zarte Liebesgeschichte zwischen Joseph und der tief religiösen, warmherzigen und beherrschten Hannah entstehen. Olivia Colman wurde ebenso wie Mullan für die darstellerische Leistung beim Sundance Filmfestival prämiert. Lässt Mullans Witwer Joseph seiner Wut und Verzweiflung freien Lauf, unterdrückt Colmans Hannah sie, gleiches gilt für die Alkoholsucht. Der Witwer wohnt allein in einer kleinen Wohnung in einer armseligen Gegend, wo er sich einen Kleinkrieg mit dem einen Kampfhund haltenden Freund der Nachbarin liefert, sie in einer Neubauvilla mit ihrem Mann (beängstigend: Eddie Marsan), der sie schlägt. Beide gegensätzlich scheinenden Figuren verbindet ihre tiefe Verletztheit, ja Verzweiflung. Im Laufe der Handlung helfen sie einander, wechseln ihre Rollen vom Helfer zum Hilfesuchenden. Im vorwiegend düsteren, auch in solchen Farben gehaltenen Drama, das mit Humor aufgelockert wird, lässt Considine am Ende auch Hoffnung aufkeimen. Viel Herz hat er bereits vorher für seine Figuren gezeigt, nicht nur für die zwei Protagonisten, sondern auch für die von Josephs sich als mehr als nur guter Trinkkumpan herausstellenden Tommy oder den kleinen Nachbarssohn. Nach dieser beeindruckenden ersten Regiearbeit ist man gespannt, wie sich dieses Talent weiter entwickelt. hai.

Tyrannosaur - Eine Liebesgeschichte

Darsteller:  Peter Mullan   als Joseph
  Olivia Colman   als Hannah
  Eddie Marsan   als James
  Ned Dennehy   als Tommy
  Sally Carman   als Marie
  Samuel Bottomley   als Samuel
  Paul Popplewell   als Bod
  Sian Breckin   als Kelly
 
Regie:  Paddy Considine  
Drehbuch:  Paddy Considine  
Produzent:  Diarmid Scrimshaw  
Ausf. Produzent:  Peter Carlton  
  Mark Herbert  
  Katherine Butler  
  Hugo Heppell  
  Suzanne Alizart  
  Will Clarke  
Kamera:  Erik Wilson  
Schnitt:  Pia Di Ciaula  
Produktionsdesign:  Simon Rogers  
Kostüme:  Lance Milligan  
Casting:  Des Hamilton  

Star

Peter Mullan

Schottischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Als Regisseur Gewinner des Goldenen Löwen von Venedig für das Drama "Die unbarmherzigen...

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