Askhat Kuchinchirekow
Tulepbergen Baisakalow
Samal Eslyamowa
Regie: Sergei Dvortsevoy
Verleih: Pandora
Ein junger Matrose kommt von der See in die kasachische Steppe zurück, wo er das einzige Mädchen weit und breit - sie heißt Tulpan - erobern will. Er versucht sie mit seinen zwei Orden, zehn Schafen und einem mit Gold verzierten Kristalllüster zu beeindrucken. Doch Tulpan gefallen seine Segelohren nicht. Ein persönliches und auch wirtschaftliches Desaster, denn ohne Heirat gibt's keine Schafherde und deshalb auch keine Jurte mit eigenem Strom und Wassertank.

Ein "Jurtenfilm" zwischen Dokumentation und Fiktion in der unendlichen Weite der kasachischen Steppe.
Preise fallen dem Erstlingswerk von Sergey Dvortsevoy weltweit zu, Bester Film beim Certain Regard in Cannes 2008 und Auszeichnungen u.a. in Montreal und Reykjavik, Zürich, London und Tokio. Es ist der naive Charme und die opulente Bilderwelt, die den Reiz dieser exotischen Reise ins Nirgendwo ausmachen. Der aus Kasachstan stammende Regisseur taucht tief ein in den fremden Mikrokosmos der Nomadenexistenz.
Auf der einen Seite der beschwerliche Hirtenalltag und der natürliche Kreislauf von Leben und Tod, auf der anderen die unerfüllte Liebesgeschichte eines von der See zurückkehrenden jungen Matrosen, der Tulpan, das einzige Mädchen weit und breit, heiraten möchte und bei einem seltsamen Bewerbungsgespräch versucht, mit seinen zwei Orden, zehn Schafen und einem mit Gold verzierten Kristalllüster die Holde zu überzeugen, die ihn aber wegen seiner Segelohren ablehnt. Ein persönliches und auch wirtschaftliches Desaster, denn ohne Heirat gibt's keine Schafherde und deshalb auch keine Jurte mit eigenem Strom und Wassertank.
Der Film entführt in eine Welt von verblüffend funktionierender Einfachheit und einer gelungene Mischung aus Naturalismus und Poesie. Das Personal ist liebenswert-skurril und schwankt je nach Alter zwischen modernen Boney-M.-Rythmen und traditionellen Volksliedern, zwischen der Neugier auf die 500 km entfernte Großstadt mit ihren noch unbekannten Vergnügungen und dem treuen Hang zur Familie und trauter Gemeinsamkeit. Beeindruckend die Impressionen einer Landschaft, in der Sandstürme täglich toben, reale Sonnenuntergänge fast klischeehaft wirken und ein verletztes Kamel ganz selbstverständlich im Motorrad-Beiwagen spazieren gefahren wird. Ruhig erzählt und die Spannung zwischen Fiktion und Non-Fiktion gut ausbalancierend, kommt "Tulpan" ohne Ethno-Kitsch aus, setzt auf eine Wirklichkeit, in der Mensch und Tier aufeinander angewiesen sind und fasziniert gerade durch die scheinbar lapidare Beobachtung eines unspektakulären Daseins. mk.
| Darsteller: | Askhat Kuchinchirekow | als Asa | |
|---|---|---|---|
| Tulepbergen Baisakalow | als Boni | ||
| Samal Eslyamowa | als Samal | ||
| Ondasyn Besikbasow | als Ondas | ||
| Bereke Turganbaew | als Beke | ||
| Regie: | Sergei Dvortsevoy | ||
| Drehbuch: | Sergei Dvortsevoy | ||
| Gennadi Ostrowski | |||
| Produzent: | Raimond Goebel | ||
| Karl Baumgartner | |||
| Koproduzent: | Valerie Fischer | ||
| Kamera: | Jolanta Dylewska | ||
| Schnitt: | Isabel Meier | ||
| Petar Markovic | |||
| Produktionsdesign: | Roger Martin | ||
| Kostüme: | Gaziza Korshiyeva | ||
| Ton: | Olivier Dandré | ||
Das Casting-Karussell zum neuen "Batman"-Film droht langsam, aber sicher wegen Überfüllung aus dem Gleichgewicht zu geraten.
Erst vergangene Woche wurden mit Paul Bettany und Jake Gyllenhaal zwei neue Hollywood-Hochkaräter fürs Rennen um die begehrten Plätze neben Hauptdarsteller Christian Bale gemeldet - und es geht munter weiter.
Mit Emily Watson, Brad Dourif und Karl Urban dürfen nun schon die nächsten drei bekannten Gesichter auf einen Part im kommenden Fledermaus-Abenteuer hoffen.
Watson, die Filmfans vor allem aus "Roter Drache", "Punch-Drunk Love" oder Lars von Triers "Breaking the Waves" bekannt sein dürfte, gilt als Favoritin für eine besonders interessante Rolle - die der durchgeknallten Joker-Assistentin Dr. Harleen Quinzel.
Allerdings müssen die Produzenten erst noch entscheiden, ob der schräge Sidekick des Dauergrinsers überhaupt sein Plätzchen im Plot bekommt.
Als sicher gilt hingehen, dass die Nervenklinik Arkham Asylum einer der Schauplätze des nächsten "Batman"-Films sein wird - und damit auch ein Schauspieler für die Rolle von Gründer Amadeus Arkham gesucht wird, der nach einem "Zwischenfall" in seiner eigenen Klapsmühle einsitzt.
Spitzenkandidat für diesen extravaganten Part ist Brad Dourif, der als "Herr der Ringe"-Fiesling Grima Schlangenzunge schon hinreichend bewiesen hat, dass er leicht entrückte Figuren überzeugend darstellen kann.
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