Presley Chweneyagae
Terry Pheto
Kenneth Nkosi
Regie: Gavin Hood
Verleih: Studiocanal
Seit er vor seinem Vater, dem Rohling, und der Aids-kranken Mutter floh, um sein Leben allein bzw. in den schützenden Armen einer Streetgang auf den Straßen Sowetos zu meistern, hört er auf den Namen Tsotsi, ein Synonym für Gangster. Jetzt hat Totsi (Presley Chweneyagae) seinen besten Kumpel verprügelt, eine Frau niedergeschossen und ein Auto geklaut, auf dessen Rücksitz ihr Baby lag. Nachdem er es nicht übers Herz bringt, den kleinen Wurm wegzuwerfen, kümmert er sich selbst um das Kind. Mit erstaunlichen Resultaten.
Neben zahlreichen Auszeichnungen auf internationalen Festivals gewann dieses beeindruckende Jugendbandendrama aus Südafrika auch einen Oscar für den besten ausländischen Film.
In den Townships ist Tsotsi berüchtigt, verschafft sich mit Gewalt Respekt. Doch was tun, wenn im geklauten Auto ein Baby liegt?
Rush-Hour in der U-Bahn. Junge Schwarze steigen ein, schauen sich um und stechen zu. Ohne Skrupel, ohne Zögern. Das Opfer - ein Schwarzer wie sie. Die Beute - eine halbleere Geldbörse. Alltag in den Townships von Johannesburg, das heißt Kriminalität und Survival of the Fittest. Ein Mord als Auftakt für eine starke Story aus Südafrika, ausgezeichnet mit dem Oscar als Bester ausländischer Film.
Gavin Hoods unbestechlicher Blick auf den jungen Ganoven Tsotsi, Anführer einer brutalen Gang, kennt keine Beschönigung und keine Moral. Der 19-Jährige, seit dem Tod der Eltern auf sich allein gestellt, kennt nur Gewalt, die verschafft ihm Macht und Ansehen.
Als er eines Nachts ein Auto klaut, entdeckt er ein friedlich schlafendes Baby auf dem Rücksitz. Und plötzlich fühlt der Bad Boy so was wie Verantwortung. Vor seinen Kumpels versteckt er das Kind, zwingt die Nachbarin mit Waffengewalt zum Stillen und schleppt auch schon mal Pampers an. Hier tobt nicht der übliche Rassenkampf, sondern der Kampf gegen die eigenen Dämonen, die Wut gegen soziale Ungerechtigkeit, die Flucht ins Außenseitertum.
Du hast keine Chance, aber nutze sie. Mit einem überraschenden Ende entlässt uns das Drama in die Wirklichkeit - und einem klitzekleinen Schimmer Hoffnung. Denn die stirbt ja bekanntlich zuletzt.
| Darsteller: | Presley Chweneyagae | als Tsotsi | |
|---|---|---|---|
| Terry Pheto | als Miriam | ||
| Kenneth Nkosi | als Aap | ||
| Mothusi Magano | als Boston | ||
| Zenzo Ngqobe | als Butcher | ||
| Zola | als Fela Ndlovu | ||
| Rapulana Seiphemo | als John | ||
| Nambitha Mpumlwana | als Pumla | ||
| Israel Makoe | als Tsotsis Vater | ||
| Percy Matsemela | als Sergeant Zuma | ||
| Jerry Mofokeng | als Morris | ||
| Benny Moshe | als Tsotsi als Junge | ||
| Regie: | Gavin Hood | ||
| Drehbuch: | Gavin Hood | ||
| Produzent: | Peter Fudakowski | ||
| Koproduzent: | Paul Raleigh | ||
| Ausf. Produzent: | Sam Bhembe | ||
| Robert Little | |||
| Doug Mankoff | |||
| Basil Ford | |||
| Joseph D'Morais | |||
| Alan Howden | |||
| Rupert Lywood | |||
| Buchvorlage: | Athol Fugard | ||
| Kamera: | Lance Gewer | ||
| Schnitt: | Megan Gill | ||
| Musik: | Zola | ||
| Vusi Mahlasela | |||
| Mark Kilian | |||
| Paul Hepker | |||
| Produktionsdesign: | Emelia Roux | ||
| Kostüme: | Nadia Kruger | ||
| Pierre Vienings | |||
| Ton: | Shaun Murdoch | ||
| Casting: | Moonyeenn Lee | ||
Die Oscar-Preisträgerin könnte bereits auf ihren nächsten Goldjungen zusteuern. Die besten Voraussetzungen sind jedenfalls gegeben.
Im März 2006 durfte sich Reese Witherspoon über einen Oscar als beste Darstellerin für ihre Rolle der June Carter Cash in "Walk the Line" freuen. Regisseur Gavin Hood nahm die goldene Statue für seinen Film "Tsotsi" mit nach Hause. Nun wollen die beiden zusammen an einem Projekt arbeiten.
"Rendition", so der Titel, beschäftigt sich mit unserer Welt nach den Ereignissen des 11. September 2001. Im Mittelpunkt des mehrschichtigen Dramas steht ein CIA-Analytiker, der in Kairo stationiert ist. Seine Weltanschauung stellt sich völlig auf den Kopf, als er Zeuge der Vernehmung eines Ausländers durch die ägyptische Geheimpolizei wird.
Witherspoon übernimmt die Rolle der schwangeren Isabelle El-Ibrahaim. Sie ist die amerikanische Ehefrau des Opfers, eines in Ägypten geborenen Chemieingenieurs, dessen Familie bereits in den 80er-Jahren in die USA ausgewandert ist. Nachdem man ihn grundlos zum politischen Gefangenen gemacht hat, wird er zum Verhör in ein Dritte-Welt-Land verfrachtet.
Die Dreharbeiten sollen bereits im November beginnen. Wer Witherspoon in dem Film beistehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.
Bis die Schauspielerin aber zum Set ihres neuen Films gerufen wird, kümmert sie sich noch um ihre eigene Produktion "Penelope" mit Christina Ricci und James McAvoy. Die Fantasykomödie ist derzeit auf den verschiedenen Filmfesten zu sehen, einen Starttermin für Deutschland gibt es bisher leider noch nicht.
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