Kompromissloses südafrikanisches Drama im Stil von "City of God", in dem ein junger Straßengangster in Johannesburg sich des Babys einer Frau annimmt, die er getötet hat. http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz15/z0615503/b150x150.jpg Tsotsi

Filmdetails

Tsotsi

Kompromissloses südafrikanisches Drama im Stil von "City of God", in dem ein junger Straßengangster in Johannesburg sich des Babys einer Frau annimmt, die er getötet hat.


Tsotsi
Start: 04.05.2006

Drama

Südafrika/Großbritannien 2005
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Presley Chweneyagae
Terry Pheto
Kenneth Nkosi

Regie: Gavin Hood
Verleih: Studiocanal

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Inhalt

Seit er vor seinem Vater, dem Rohling, und der Aids-kranken Mutter floh, um sein Leben allein bzw. in den schützenden Armen einer Streetgang auf den Straßen Sowetos zu meistern, hört er auf den Namen Tsotsi, ein Synonym für Gangster. Jetzt hat Totsi (Presley Chweneyagae) seinen besten Kumpel verprügelt, eine Frau niedergeschossen und ein Auto geklaut, auf dessen Rücksitz ihr Baby lag. Nachdem er es nicht übers Herz bringt, den kleinen Wurm wegzuwerfen, kümmert er sich selbst um das Kind. Mit erstaunlichen Resultaten.

Neben zahlreichen Auszeichnungen auf internationalen Festivals gewann dieses beeindruckende Jugendbandendrama aus Südafrika auch einen Oscar für den besten ausländischen Film.


Kritik

In den Townships ist Tsotsi berüchtigt, verschafft sich mit Gewalt Respekt. Doch was tun, wenn im geklauten Auto ein Baby liegt?

Großansicht Tsotsi ist ganz auf sich allein gestellt (Foto: Kinowelt)

Tsotsi ist ganz auf sich allein gestellt (Foto: Kinowelt)

Rush-Hour in der U-Bahn. Junge Schwarze steigen ein, schauen sich um und stechen zu. Ohne Skrupel, ohne Zögern. Das Opfer - ein Schwarzer wie sie. Die Beute - eine halbleere Geldbörse. Alltag in den Townships von Johannesburg, das heißt Kriminalität und Survival of the Fittest. Ein Mord als Auftakt für eine starke Story aus Südafrika, ausgezeichnet mit dem Oscar als Bester ausländischer Film.

Gavin Hoods unbestechlicher Blick auf den jungen Ganoven Tsotsi, Anführer einer brutalen Gang, kennt keine Beschönigung und keine Moral. Der 19-Jährige, seit dem Tod der Eltern auf sich allein gestellt, kennt nur Gewalt, die verschafft ihm Macht und Ansehen.

Großansicht Was tun, wenn man plötzlich ein Baby hat? (Foto: Kinowelt)

Was tun, wenn man plötzlich ein Baby hat? (Foto: Kinowelt)

Gut gemeint

Als er eines Nachts ein Auto klaut, entdeckt er ein friedlich schlafendes Baby auf dem Rücksitz. Und plötzlich fühlt der Bad Boy so was wie Verantwortung. Vor seinen Kumpels versteckt er das Kind, zwingt die Nachbarin mit Waffengewalt zum Stillen und schleppt auch schon mal Pampers an. Hier tobt nicht der übliche Rassenkampf, sondern der Kampf gegen die eigenen Dämonen, die Wut gegen soziale Ungerechtigkeit, die Flucht ins Außenseitertum.

Du hast keine Chance, aber nutze sie. Mit einem überraschenden Ende entlässt uns das Drama in die Wirklichkeit - und einem klitzekleinen Schimmer Hoffnung. Denn die stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Tsotsi

Darsteller:  Presley Chweneyagae   als Tsotsi
  Terry Pheto   als Miriam
  Kenneth Nkosi   als Aap
  Mothusi Magano   als Boston
  Zenzo Ngqobe   als Butcher
  Zola   als Fela Ndlovu
  Rapulana Seiphemo   als John
  Nambitha Mpumlwana   als Pumla
  Israel Makoe   als Tsotsis Vater
  Percy Matsemela   als Sergeant Zuma
  Jerry Mofokeng   als Morris
  Benny Moshe   als Tsotsi als Junge
 
Regie:  Gavin Hood  
Drehbuch:  Gavin Hood  
Produzent:  Peter Fudakowski  
Koproduzent:  Paul Raleigh  
Ausf. Produzent:  Sam Bhembe  
  Robert Little  
  Doug Mankoff  
  Basil Ford  
  Joseph D'Morais  
  Alan Howden  
  Rupert Lywood  
Buchvorlage:  Athol Fugard  
Kamera:  Lance Gewer  
Schnitt:  Megan Gill  
Musik:  Zola  
  Vusi Mahlasela  
  Mark Kilian  
  Paul Hepker  
Produktionsdesign:  Emelia Roux  
Kostüme:  Nadia Kruger  
  Pierre Vienings  
Ton:  Shaun Murdoch  
Casting:  Moonyeenn Lee  

Witherspoon sucht ihren Mann

Die Oscar-Preisträgerin könnte bereits auf ihren nächsten Goldjungen zusteuern. Die besten Voraussetzungen sind jedenfalls gegeben.

Großansicht Erneut in einer Oscar-verdächtigen Rolle: Reese Witherspoon (Foto: Kurt Krieger)

Erneut in einer Oscar-verdächtigen Rolle: Reese Witherspoon (Foto: Kurt Krieger)

Im März 2006 durfte sich Reese Witherspoon über einen Oscar als beste Darstellerin für ihre Rolle der June Carter Cash in "Walk the Line" freuen. Regisseur Gavin Hood nahm die goldene Statue für seinen Film "Tsotsi" mit nach Hause. Nun wollen die beiden zusammen an einem Projekt arbeiten.

"Rendition", so der Titel, beschäftigt sich mit unserer Welt nach den Ereignissen des 11. September 2001. Im Mittelpunkt des mehrschichtigen Dramas steht ein CIA-Analytiker, der in Kairo stationiert ist. Seine Weltanschauung stellt sich völlig auf den Kopf, als er Zeuge der Vernehmung eines Ausländers durch die ägyptische Geheimpolizei wird.

Witherspoon übernimmt die Rolle der schwangeren Isabelle El-Ibrahaim. Sie ist die amerikanische Ehefrau des Opfers, eines in Ägypten geborenen Chemieingenieurs, dessen Familie bereits in den 80er-Jahren in die USA ausgewandert ist. Nachdem man ihn grundlos zum politischen Gefangenen gemacht hat, wird er zum Verhör in ein Dritte-Welt-Land verfrachtet.

Voller Terminkalender

Die Dreharbeiten sollen bereits im November beginnen. Wer Witherspoon in dem Film beistehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Bis die Schauspielerin aber zum Set ihres neuen Films gerufen wird, kümmert sie sich noch um ihre eigene Produktion "Penelope" mit Christina Ricci und James McAvoy. Die Fantasykomödie ist derzeit auf den verschiedenen Filmfesten zu sehen, einen Starttermin für Deutschland gibt es bisher leider noch nicht.

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