Veröffentlicht am 24.02.2010

True Grit USA 2010

True Grit Kinostart 24.02.2011, USA 2010
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  • True Grit / Matt Damon

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True Grit

Knüppelharter Western der Coen-Brüder im Stil von "No Country for Old Men", in dem ein 14-jähriges Mädchen einen alten Haudegen anheuert, mit dem sie den Mörder ihres Vaters zur Strecke bringen will. Remake bzw. Neuinterpretation des Westernklassikers aus dem Jahr 1968.

2 Filmbewertungen
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4/5
Nicht mehr im Kino Mehr auf video.de Filmstart: 24.02.2011
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Filmkritik zu True Grit

Die Coen-Brüder liefern mit der phänomenalen Neuadaption des John-Wayne-Westernklassikers "Der Marschall" (1969) - dem Titel entsprechend draufgängerisch - ihren bislang kommerziellsten Film.

Dabei orientieren sich die Coens für ihren nach "No Country For Old Men" zweiten Abstecher ins Westerngenre nicht nur an Henry Hathaways Inszenierung, sondern vor allem an Charles Portis' Romanvorlage "Die mutige Mattie" aus dem Jahr 1968. Darin erinnert sich eine alte Jungfer wie sie in den Pioniertagen des Wilden Westens als eigensinnige Vierzehnjährige zwei Kopfgeldjäger anheuerte und begleitete, um den Mörder ihres Vaters dingfest zu machen. In dieser Rolle des unbeirrbaren jungen Mädchens, das sich in einer rauen Männerwelt nicht unterkriegen lässt, erweist sich Neuentdeckung Hailee Steinfeld als Perfektbesetzung. Sie kann sich durchaus gegenüber ihren hochkalibrigen Kostars Jeff Bridges, in der Wayne-Rolle des knorrigen Marschalls Rooster Cogburn, und Matt Damon, im Glenn-Campbell-Part als eitler Texas Ranger La Boeuf, behaupten. Bridges verpasst Cogburn seinen eigenen unverkennbaren Stempel, womit er Wayne (der für die Verkörperung dieser ikonischen Figur seinen einzigen Oscar erhielt) zwar nicht das Wasser abgräbt, aber auch nicht in dessen Schatten bleibt. Ausgerüstet mit Augenklappe und Whiskey-getränkter Reibeisenstimme, die seinen Dialog oftmals unverständlich macht, kreiert "The Dude" Bridges ein uriges Unikum, dessen harte Schale einen weichen Kern verdeckt.

Nur widerwillig geht Cogburn einen Deal mit der hartnäckigen Mattie ein, Tom Chaney (Josh Brolin), den feigen Killer ihres Vaters Frank Ross zur Verantwortung zu ziehen. Dafür gilt es sich in gefährliches Indianerterritorium zu begeben, wo sich zudem noch andere Outlaws tummeln. Zu Matties Unbill macht Cogburn mit Texas Ranger La Boeuf gemeinsame Sache, den sie als lächerlichen Rodeo-Clown abkanzelt. Zu dritt reiten sie durch die karge weitläufige Winterlandschaft und werden alsbald mit allerhand Problemen inklusive lebensgefährlichen Shootout konfrontiert. Die emotionale Dynamik des Trios wandelt sich allmählich und gegenseitiger Respekt und selbst leise Anklänge von väterlicher und romantischer Liebe lassen sich ausmachen. Nach langer Odyssee laufen sie schließlich Chaney und seiner Gang über den Weg und es kommt zum tragischen Showdown.

Die Coens durchleuchten einmal mehr einen mit exzentrischen Figuren bevölkerten Kosmos, der nicht nur aufgrund des PG13-Ratings einer breiteren Publikumsschicht zugänglich ist. Sie verzichten auf extreme Gewalteruptionen, an dramatischer Spannung mangelt es dennoch nicht. Nach dem Oscar für "No Country For Old Men" setzen die Brüder ihren kreativem Höhenflug fort. "True Grit" erscheint als eine weitere absolut mühelos elegante Fingerübung. Alles fügt sich nahtlos zu einer erstklassigen Inszenierung zusammen: eine packende Story um Rache und Kameradschaft, bildgewaltige Kompositionen erhaben von Coen-Regular Roger Deakins in Texas und New Mexico gefilmt, großartige schauspielerische Leistungen und ein relativ konventioneller Score von Carter Burwell (als Ode an unverwüstliche Mädchen im Kampf gegen das Böse würde der Song "Leaning on Everlasting Arms" aus "Night Of The Hunter" untergebracht). Fürwahr eine wahre Filmfreude. ara.

Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Als der rechtschaffene Frank Ross von dem Kleinganoven Tom Chaney hinterhältig ermordet wird, schwört Franks 14-jährige Tochter Mattie Ross - überwältigend gespielt von der Oscar[r] nominierten Hailee Steinfeld - Vergeltung: Sie heuert den raubeinigen und nicht immer gesetzestreuen Marshall Rooster Cogburn an (Oscar[r]-verdächtig gespielt durch Jeff Bridges) und macht sich gemeinsam mit ihm und dem kauzigen Texas Ranger LeBoeuf (Matt Damon), auf die Suche nach dem Mörder. Die Coen-Brüder beleben das Western-Genre auf großartige Weise wieder neu. Voller Humor, Wärme, Einfallsreichtum und einem unglaublich starken Darstellerensemble erschaffen sie eine kraftvolle und opulente Verfilmung der Romanvorlage von Charles Portis. Jeff Bridges füllt die Rolle des ruppigen leicht abgehalfterten Marshalls grandios aus. Und die junge Hailee Steinfeld als beharrliche und unerschrockene Rächerin ist eine wirkliche Entdeckung für den Film. Epische Landschaftsaufnahmen und eine ausgefeilte Bildkomposition lassen die Verbeugung vor dem Genre erkennen. Kino, das Herzen berührt und ein wunderbar stimmungsvoller Eröffnungsfilm für die diesjährige Berlinale.

Jurybegründung:

14 Jahre jung ist Mattie Ross, standhaft und klug. Und so ist es für sie Selbstverständlichkeit und Ehrensache, den feigen Mörder ihres Vaters an den Galgen zu liefern. Unnachgiebig in Worten und Taten gelingt es ihr, statt der versagenden Obrigkeit den alten einäugigen, trunksüchtigen und raubeinigen U.S.Marshall Rooster Cogburn für die Jagd auf den Mörder zu gewinnen. Und gegen alle Widerstände begleitet sie ihn dabei tapfer.
TRUE GRIT ist ein Remake des Oscar- preisgekrönten Films DER MARSHALL von Henry Hathaway mit dem legendären John Wayne in der Titelrolle. In einer Zeit, in der der Western aus der Filmlandschaft fast vollkommen verschwunden ist, das Wagnis einer Neuverfilmung eines Klassikers in diesem Genre anzugehen - dazu gehört Mut und Können.
Joel & Ethan Coen setzen dieses Vorhaben souverän um. In keiner Weise sind sie der Versuchung erlegen, eine Kopie des berühmten Vorbildes zu machen. Ihr Werk bedient sich zwar der Grundstruktur der Geschichte, ist aber in Dramaturgie, Inszenierungskraft und vor allem in der Gestaltung der Dialoge neue Wege gegangen: So ist es ein wunderbares Spiel mit den Elementen des Western, gleichzeitig aber auch eine liebevolle Hommage an das Genre. Der Film spart nicht an konsequenter Härte und heftigen Schock-Elementen. Dies wird aber auf herrliche Weise durch die ?Helden' der Geschichte gebrochen. Matt Damon als Idealbild eines lauteren und unschlagbaren Texas-Rangers ironisiert sich selbst mit misslungenen Aktionen und gibt wieder einmal mehr eine Kostprobe seines großen schauspielerischen Könnens. Hailee Steinfeld ist eine fantastische Neuentdeckung und spielt die Rolle der jungen Mattie Ross nahezu auf Augenhöhe mit ihren berühmten Partnern. Und dann die filmische Legende: Jeff Bridges, der "Dude", spielt ihn nicht nur, er ist der "Marshall" - versoffen, verkommen, aber von unerreichter Ehrlichkeit und Treue. Sein fast unerschöpflicher Wortfluss, seine unglaublichen Erzählungen aus dem "alten wilden Westen" sind der trefflich herzerfrischend humorvolle Kontrapunkt zur harten Action.
Ein hervorragendes Drehbuch, eine prachtvolle Kameraführung, der gelungene musikalische Score, die präzise Ausstattung und perfekte Montage sind weitere Elemente großen filmischen Handwerks neben der unverwechselbaren Inszenierungskraft der Coen-Brüder. Ein besonderes Lob gilt dem außergewöhnlich gelungenen Ende des Films: Kein Abgesang, sondern eine Verbeugung vor den Traditionen und Werten des alten Wilden Westens und seiner Epigonen.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Filmhandlung & Hintergrund zu True Grit

Frank Ross wird in einem kleinen Kaff wegen einer Lappalie von dem Feigling Tom Chaney kaltblütig erschossen. Seine 14-jährige Tochter Mattie reist an, um den Leichnam abzuholen. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, den Mörder zur Strecke zu bringen. Dafür heuert sie den kantigen Haudegen Rooster Cogburn an, der widerwillig einschlägt. Die Spur von Chaney führt mitten ins Indianergebiet, wo nicht nur das Mädchen und der alte Mann seine Fährte aufnehmen, sondern auch der Texas Ranger LeBoeuf.

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Originaltitel True Grit
OV -
OmU -
Genre Western
Filmpreis -
USA-Start 22.12.2010
Kinostart (D) 24.02.2011
Besucher (D) 791.970
Einspielergebnis (D) € 5.561.338
Bes. (EDI) 791.970
Bes. (FFA) 792.509
FSK ab 12 Jahre
WWW -

Cast & Crew in True Grit

Regisseur

Cast Regisseur © Kurt Krieger

Darsteller

Cast Rooster Cogburn © Kurt Krieger

Darsteller

Cast La Boeuf © Kurt Krieger

Darsteller

Cast Mattie Ross © Kurt Krieger

Darsteller

Cast Tom Chaney © Kurt Krieger

Darsteller

Cast 'Lucky' Ned Pepper © Kurt Krieger

Darsteller

Cast Harold Parmalee

Darsteller

Cast Col. Stonehill

Darsteller

Cast Emmett Quincy

Drehbuch

Cast Drehbuch © Kurt Krieger
Weitere Darsteller
Regisseur
Drehbuch
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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