Ein wenig holprige Gerichtssaal-Farce, in der ein Schauspieler einen verzwickten Fall übernehmen muß. http://images.kino.de/flbilder/max97/bf97/bf30/b9730005/b150x150.jpg Trial and Error

Filmdetails

Trial and Error

Ein wenig holprige Gerichtssaal-Farce, in der ein Schauspieler einen verzwickten Fall übernehmen muß.


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Inhalt

Anwalt Charlie soll einem wegen Betrugs angeklagten Verwandten einen Gefallen tun. Heil im Provinznest angekommen, ist er jedoch wegen eines exzessiv verbrachten Vorabends so lädiert, daß sein bester Kumpel, Schauspieler Rick, für ihn vor Gericht einspringen muß. Und der bekommt es mit mehr juristischen Schwierigkeiten zu tun, als er dachte...


Kritik

Trial and Error

In der Blödelkomödie "Dumm und Dümmer" mimten Jim Carrey und Jeff Daniels ein geistiges Tiefflieger-Gespann. In ihren jeweilig neuen Filmen sind sie nun unter die Erfolgsanwälte gegangen: Carrey im Blockbuster "Der Dummschwätzer" und Daniels in der nicht ganz so gelungenen Gerichtssaal-Farce "Trial & Error", in denen beide gezwungen sind, ihre Identität als professionelle Lügner zu hinterfragen und sich schließlich zu besseren Menschen zu wandeln.

Regisseur Jonathan Lynn ("Ein ehrenwerter Gentleman") bereitet für seinen Justizklamauk eine Variante seiner Hitkomödie "Mein Vetter Winnie" aus dem Jahr 1991 auf. Wieder muß ein in Rechtsfragen völlig Unerfahrener seinen Mann im Gerichtssaal stehen, und erneut treffen Großstadt- und Hinterland-Mentalitäten aufeinander. Zudem kommt die biblische Botschaft "Du sollst nicht lügen" und das verwandte, von Hollywood gern in Anspruch genommene "Du sollst nicht dich selbst und deine Träume verleugnen" unter den richterlichen Holzhammer. Diese Momente besinnlicher Reflektion drosseln das ohnehin nicht überschäumende komödiantische Tempo. Es fehlt auch einfach die Präsenz eines Komikerasses wie Carrey, obwohl Michael Richards, bekannt als durchgeknallter Kramer in der TV-Hitserie "Seinfeld", sein Bestes gibt, um spaßhaften Schwung in die etwas abgegriffene Anwaltsnummer zu bringen.

Anwalt Charlie Tuttle (Daniels) wird von seinem Schwiegervater in spe in das Provinznest Paradise Bluff geschickt, um für einen wegen Betrug angeklagten Verwandten (salbungsvoll-schmierig: Rip Torn) eine Verhandlungsverschiebung zu beantragen. Sein bester Freund, der arbeitslose Schauspieler Rick Rietti (Richards), überrascht Charlie in seinem Hotelzimmer, um mit ihm eine feuchtfröhliche Junggesellenparty zu feiern. Am nächsten Morgen ist Charlie in dermaßen schlechtem Zustand, daß Rick beschließt, ihn im Gerichtssaal zu vertreten. Doch aus der erwarteten Formalität erwächst eine Verhandlung. Die beiden Freunde befinden sich fortan in einer prekären Zwickmühle...

Das Drehbuch wurde von Sara und Greg Bernstein erdacht, die ein paar amüsante Rechts-Referenzen, wie die "Twinkie-Junkfood"-Verteidigung eingebaut haben, die für das deutsche Publikum vermutlich wenig Sinn machen dürften. Daniels Figur wurde vor allem als Straight Man angelegt, der als Spielball des Schicksals etliche körperliche Blessuren einstecken muß. Sein Love Interest, für den er seine zickige Verlobte sitzenläßt, ist die brandheiße Newcomerin Charlize Theron (begeisterte schon in "That Thing You Do!" und "2 Tage L.A."), die hier einen Augenschmaus ohne lästige Ansprüche darstellt. Ein durchschlagend positives Urteil des deutschen Kinopublikums über die wohlmeinende Komödie um Identitätstausch und -erlangung, ist letztlich ähnlich wahrscheinlich wie ein Geständnis von O.J. Simpson. Ein Achtungserfolg, ähnlich wie bei "Mein Vetter Winnie", liegt durchaus im Bereich des Möglichen. ara.

Trial and Error

Darsteller:  Michael Richards   als Richard Rietti
  Jeff Daniels   als Charles Tuttle
  Charlize Theron   als Billie Tyler
  Jessica Steen   als Elizabeth Gardner
  Austin Pendleton   als Richter Paul Z. Graff
  Rip Torn   als Benny Gibbs
  Alexandra Wentworth   als Tiffany Whitfield
  Jennifer Coolidge   als Jacqueline
  Lawrence Pressman   als Whitfield
  Dale Dye   als Dr. German Stone
  Max Casella   als Dr. Brown
  Kurek Ashley   als Tattooed lowlife
  Rachel Winfree   als Juryvorsitzende
 
Regie:  Jonathan Lynn  
Drehbuch:  Sara Bernstein  
  Gregory Bernstein  
Produzent:  Gary Ross  
  Jonathan Lynn  
Koproduzent:  Jane DeVries Cooper  
  Edward Lynn  
Ausf. Produzent:  Mary Parent  
  Allen Alsobrook  
Kamera:  Gabriel Beristain  
Schnitt:  Tony Lombardo  
Musik:  Phil Marshall  
Produktionsdesign:  Victoria Paul  
Kostüme:  Shay Cunliffe  
Ton:  Joseph D. Urbanczyk  

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