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(Transformers: Revenge of the Fallen) Action/Science Fiction - USA 2009 FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 150 Min. - Verleih: Paramount Start: 24.06.2009
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Im Interview

"Michael Bay muss man nicht mögen"
Produzent Lorenzo di Bonaventura landete mit seinen Hasbro-Verfilmungen "Transformers - Die Rache" und "G.I. Joe" zwei der erfolgreichsten Produktionen des eben zu Ende gegangenen Kinosommers.
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Hat gut lachen: Lorenzo Di Bonaventura mit Stephen Sommers am Set von "G.I. Joe" |
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Wie präzise lassen sich gewaltige Unternehmungen wie "Transformers" oder "G.I. Joe" steuern?
Natürlich lassen sich auch "Transformers" und "G.I. Joe" steuern. Sonst würde ich ja einen schlechten Job als Produzent machen. Aber wie genau, das steht auf einem anderen Blatt. Filmemachen ist keine Wissenschaft. Kein Film sieht am Ende so aus, wie man ihn anfangs geplant hat. Das hat nichts mit der Höhe des Budgets zu tun oder dem Genre. Das liegt am Wesen des Filmemachens selbst. Ich habe bisher an 147 Filmen gearbeitet. Und doch bin ich jedes Mal wieder überrascht, wie stark ein Bild sein kann. Was sich im Drehbuch prima liest, erweist sich im Schnitt als überflüssig, weil man die nötige Information längst mit einem einfachen Kameraschwenk rübergebracht hat. Viel passiert während des Prozesses des Filmemachens. Was sich nicht ändert, ist die Vision. Ihr muss man alles unterordnen.
Hat Sie Ihre Zeit als Manager bei Warner Bros. zu einem besseren Produzenten gemacht?
Ich glaube schon. Was daran liegt, dass bei Warner viele Filme gedreht wurden, man entsprechend auch viel zu sehen bekam, und oft Entscheidungen gefordert waren. Das meiste habe ich bei Previews gelernt. Man lernt, worüber die Menschen lachen, wobei sie mitgehen. Das hat mich zu einem besseren Geschichtenerzähler gemacht, der immer ein Auge aufs Publikum hat. Ein Filmwissenschaftler bin ich dennoch nicht geworden. Überraschungen sind immer möglich.

Kennen Sie nach der Zeit bei Warner Bros. noch Furcht?
Es gibt da Momente ... Aber im Grunde nicht. Als Führungskraft bei Warner Bros. war ich verantwortlich für einen Haushalt, der sich über zwei Mrd. Dollar belief. Der Druck ist gewaltig. Klar, Druck gibt es immer noch, aber doch erheblich geringer als bei Warner Bros. Die meiste Zeit war ich glücklich bei Warner Bros. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe, aber ich bin noch froher, jetzt mein eigener Herr zu sein. Was nicht heißt, dass es nicht bei jedem Film diesen einen Moment gibt, in dem einem mulmig wird. Die Angst vor Versagen ist ein starker Motivator.
Sind Sie als Produzent sehr präsent?
Auf jeden Fall. Ich adaptiere gut, kann mich schnell auf meine Regisseure und auf Situationen einstellen. Ich bin bei jedem Schritt der Produktion involviert und schreite ein, wenn es nötig ist. Mein Job erlaubt es mir,
ein Hansdampf in allen Gassen zu sein und trotzdem Abstand zu haben.
Ein Regisseur wie Michael Bay gilt als alles andere als einfach.
Ich bewundere ihn. Von ihm lernt man, dass man dem Einfachen vertrauen kann. Er ist sehr direkt und kommt ohne Umschweife auf den Punkt. Das macht sein Verständnis für Humor und Emotion aus. Man muss es nicht mögen. Aber man sollte respektieren, dass sich das Publikum bei seinen Filmen gut aufgehoben fühlt. Ein Stephen Sommers ist da ganz anders; er ist verspielter. Aber beide zeichnet aus, dass sie wissen, was sie wollen, und wie man es kriegt. Die Vorgehensweise differiert halt ein bisschen.
Warum sind es immer Filme wie "Transformers" oder "G.I. Joe", die die Filmfangemeinde im Internet anstacheln?
Wissen Sie, es war im Fall von "G.I. Joe" ein einziges Posting, das sich dann nach dem Schneeballprinzip durchs Netz rollte. Ich habe schon mehr gelacht. Aber wenn man kein dickes Fell hat, muss man die Branche wechseln. Bei "Transformers" haben sie uns im Internet vernichtet - als hätte sich
Michael Bay persönlich an ihren Familien vergangen. Man muss es aushalten können. Und die positive Seite sehen: Die Fans dieser Art von Film sind leidenschaftlich und protektiv. Das ist gut. Ich verstehe nur nicht, warum sie von vornherein vermuten, dass wir ihre Lieblingsfranchises versauen, anstatt erst einmal den fertigen Film abzuwarten. | | Das Gespräch führte Thomas Schultze | 05.01.2010 |
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