Marcel Despas
Lukas Schätzl
Johannes Damjantschitsch
Regie: Konstantin Ferstl
Verleih: Zorro
Ein 19-jähriger Pädagogenfilius und "Rebell" hat die Nase voll von der niederbayerischen Provinz und macht sich mit seinen zwei Kumpels nach der gesprengten Abiturfeier auf zum Roten Platz in Moskau, um Fidel Castros revolutionärer Rede zu lauschen. Durch eine unbrauchbare Landkarte strandet das Trio im Nirgendwo der Ukraine und erlebt auf dem Trip die skurrilsten Abenteuer. Dabei lernen die drei viel über Freundschaft, Idealismus und Heimat.

Weggehen, um anzukommen: Drei junge Bajuwaren entdecken auf der Reise ins ferne Russland ihre Liebe zur Heimat.
Allein schon die Entstehungsgeschichte ist ein Abenteuer. Regisseur Konstantin Ferstl platzte wenige Wochen vor Drehbeginn die komplette Finanzierung, das Projekt stand vor dem Aus. Es gab keine Filmförderung, keinen Sender und keine Produktionsfirma. Jeder andere hätte vielleicht aufgehört, aber der Absolvent der HFF, der notgedrungen die Rolle von Produzent und Regisseur in Personalunion übernahm, sagte sich, "wenn Fidel Castro mit 70 Mann Cuba erobern kann, dann können wir auch diesen Film drehen". Mit Hilfe der Münchner Filmhochschule und privaten Spendern war die Grundfinanzierung möglich.
Fidel Castro ist auch der Held von Quirin, dem 19-jährigen Spross zweier liberaler Pädagogen in Niederbayern. Erst sprengt er zum Entsetzen seiner Eltern die ehrwürdige Abiturfeier, dann macht er sich klammheimlich mit seinen Kumpels Joker und Wursti auf zum Roten Platz in Moskau, wo der in Ehren ergraute kubanische Ex-Guerilla-Kämpfer eine Rede halten soll. Mangels genauer Landkarte und Sprachkenntnissen strandet das Trio im gestohlenen Metzgereitransporter mit einem Kasten Spezi als Proviant in der ukrainischen Pampa und lernt viel über Freundschaft, Idealismus und Heimat.
Der Weg ist das Ziel in diesem witzig inszenierten Debütfilm voll gestopft mit absurden Situationen. Und manchmal braucht es eben Umwege, um bei sich anzukommen. Die zeichnet der begabte Newcomer mit viel Chuzpe und Charme, Witz und Warmherzigkeit und einer großen Portion Lust an der kleinen Anarchie. Sein Heimatfilm in der Leichtigkeit des frühen Marcus H. Rosenmüllers erzählt humor- und fantasievoll von innerer Heimatlosigkeit und der verkappten Liebe zum heimatlichen Bayern, von der Kollision zwischen Revolutionsromantik und Realität, und überzeugt dabei durch drei wunderbar schräge Laiendarsteller (Marcel Despas, Lukas Schätzl, Johannes Damjantschitsch) in den Hauptrollen, die neben Eisi Gulp, Nikolai Bogdanov oder Ottfried Fischer bestehen können. "Trans Bavaria" ist ein Sehnsuchtsfilm weit weg von Twitter-Revolution und Facebook-Anhängern, den man mit einem Lächeln auf den Lippen verlässt. mk.
| Darsteller: | Marcel Despas | als Quirinalis | |
|---|---|---|---|
| Lukas Schätzl | als Joker | ||
| Johannes Damjantschitsch | als Wursti | ||
| Eisi Gulp | als Trotta | ||
| Katharina Goebel | als Eva | ||
| Waldemar Hooge | als Adam | ||
| Nikolai Bogdanov | als Popov | ||
| Doris Buchrucker | als Frau Hasselwander | ||
| Hansi Kraus | als Herr Hasselwander | ||
| Johanna Bittenbinder | als Marianne Berghammer | ||
| Ottfried Fischer | als Christian Berghammer | ||
| Barbara de Koy | als Frau Höfling | ||
| Christian Hoening | als Herr Höfling | ||
| Christian Schneller | als Stiegler | ||
| Peter Rappenglück | als Ministerpräsident | ||
| Philip Köstring | als Ché Guevara | ||
| Artur Andreasjan | als Evgeni | ||
| Bogdan-Artur Swiderski | als Oleg | ||
| Ilias Moukhamadeev | als Igor | ||
| Enrico Lomb | als Quirin, jung | ||
| Regie: | Konstantin Ferstl | ||
| Drehbuch: | Konstantin Ferstl | ||
| Produzent: | Konstantin Ferstl | ||
| Kamera: | Stephan Bookas | ||
| Schnitt: | Laura Heine | ||
| Musik: | Christoph Zirngibl | ||
| Produktionsdesign: | Jean Bauer | ||
| Maske: | Alexandra Kühnel | ||
| Ton: | Lisa Harnest | ||
| Casting: | Franziska Aigner | ||
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