Originaltitel: The Big Sleep
USA 1946
Humphrey Bogart
Lauren Bacall
John Ridgely
Regie: Howard Hawks
Verleih: Neue Visionen
Privatdetektiv Philip Marlowe wird von Millionär Sternwood beauftragt, eine Bande von Erpressern unschädlich zu machen. Bevor er mit seiner Arbeit beginnt, trifft er auf die beiden exzentrischen Töchter Sternwoods, Vivian und Carmen. Kurz darauf, nachdem er einem schwunghaften Handel mit pornographischer Literatur auf die Spur gekommen ist, findet er die unter Rauschgift stehende Carmen neben der Leiche eines der Erpresser. Im Anschluß häufen sich die Leichen und Marlowe selbst entgeht nur knapp dem Tod, bevor er schließlich Vivian in seine Arme schließen kann.

Humphrey Bogart portraitiert in Howard Hawks brillanter Inszenierung des gleichnamigen Romans von Raymond Chandler auf beieindruckende Weise den illusionslosen Privatdetektiv Marlowe. In ihrem dritten gemeinsamen Film steht ihm dabei als love interest Lauren Bacall zur Seite, deren unterkühlt-erotische Austrahlung als Kontrast zu ihrer nymphomanischen Film-Schwester Carmen (Martha Vickers) angelegt ist. Durch die überaus ereignisreiche und mitunter sehr verwirrende Handlung des Films wird eine Atmosphäre der Bedrohung und der Amoralität geschaffen, der sich der Zuschauer kaum entziehen kann. Ein Meisterwerk der Schwarzen Serie.
| Darsteller: | Humphrey Bogart | als Philip Marlowe | |
|---|---|---|---|
| Lauren Bacall | als Vivian Sternwood Rutledge | ||
| John Ridgely | als Eddie Mars | ||
| Martha Vickers | als Carmen Sternwood | ||
| Charles Waldgren | als General Sternwood | ||
| Regis Toomey | als Hauptkommissar Bernie Ohls | ||
| Dorothy Malone | als Buchhändlerin | ||
| Charles D. Brown | als Norris | ||
| Bob Steele | als Canino | ||
| Elisha Cook Jr. | als Harry Jones | ||
| Louis Jean Heydt | als Joe Brody | ||
| Regie: | Howard Hawks | ||
| Drehbuch: | William Faulkner | ||
| Leigh Brackett | |||
| Jules Furthman | |||
| Produzent: | Jack L. Warner | ||
| Buchvorlage: | Raymond Chandler | ||
| Kamera: | Sidney Hickox | ||
| Schnitt: | Christian Nyby | ||
| Musik: | Max Steiner | ||
| Produktionsdesign: | Carl Jules Weyl | ||
| Ton: | Robert B. Lee | ||
Ein Privatdetektiv, wie er im Buche steht, begibt sich auf eine Mission, die ihn Kopf und Kragen kosten kann...
Am 23. August 1946 startete Howard Hawks' "Tote schlafen fest" in den amerikanischen Kinos. Der Mystery-Thriller, der nach einer Romanvorlage von Raymond Chandler entstanden ist, gilt noch heute als einer der großen Vorreiter des Film Noir und vereinigte Humphrey Bogart und Lauren Bacall zum zweiten mal nach "Haben und Nichthaben" vor der Kamera.
Nach Ende der Dreharbeiten wurde der Film erst einmal auf Eis gelegt, da Warner Bros. kriegsbezogene Filme vorziehen musste. Dass das Traumpaar Bogart/Bacall schon sehr bald Publikumsliebling Nummer eins werden sollte, war damals noch nicht vorhersehbar. Also wurden einige Szenen im Nachhinein gedreht, um die beiden noch mehr in der Vordergrund zu rücken.
Die Handlung und Zusammenhänge des Thrillers sind nicht ganz unkompliziert und so kam es, dass man selbst am Set ein wenig den Überblick verlor. Ein Anruf bei Raymond Chandler sollte dem Abhilfe schaffen, doch der wusste angeblich ebenfalls nicht mehr so genau, was er da 1939 in seinem Roman "The Big Sleep" so alles geschrieben hatte.
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