Charmant-amüsante deutsche Verfilmung von Mark Twains Klassiker über zwei Jungs vom Mississippi und ihre zeitlos unterhaltsamen Abenteuer und Streiche. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto38/11380416/b150x150.jpg Tom Sawyer

Filmdetails

Tom Sawyer

Charmant-amüsante deutsche Verfilmung von Mark Twains Klassiker über zwei Jungs vom Mississippi und ihre zeitlos unterhaltsamen Abenteuer und Streiche.


Tom Sawyer
Start: 17.11.2011

Kinderfilm / Abenteuer

Deutschland 2011
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Louis Hofmann
Leon Seidel
Heike Makatsch

Regie: Hermine Huntgeburth
Verleih: Majestic (Fox)

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Inhalt

Wäre Faulheit Unterrichtsfach, wäre Tom Sawyer ein Spitzenschüler. Engagement zeigt er aber in seinen Streichen, in den Abenteuern, die er mit seinem besten Freund Huck Finn erlebt. Ein bisschen auch in der Liebe, denn Neuankömmling Becky hat er sofort auf dem Radar. Leider gibt es bald massive Störungen, erschüttert doch ein Mord die Idylle am Mississippi. Tom und Huck haben ihn beobachtet, schweigen aber aus Furcht vor dem Mörder. Bis mit dem liebenswerten Säufer Muff Potter ein Unschuldiger hingerichtet werden soll.


Kritik

Tom Sawyer

Auch in der deutschen Adaption eines amerikanischen Literaturklassiker bleiben die Abenteuer zweier Jungs vom Mississippi zeitlos kindgerecht unterhaltsam.

Voller Lebenslust laufen Mark Twains berühmte Helden am Ufer eines Flusses mit dem Wind um die Wette, während ein Raddampfer sich durch das Wasser schaufelt. Von Beginn an versucht "Bibi-Blocksberg"-Regisseurin Hermine Huntgeburth, eine authentische Atmosphäre zu etablieren, auch wenn der Mississippi eigentlich die Havel ist und der historische Mittlere Westen der USA an insgesamt zwölf deutschen Drehorten und in den erhalten gebliebenen Kulissen aus "Unterwegs nach Cold Mountain" rekreiert wurde. 6,5 Millionen Euro standen für dieses Projekt zur Verfügung, doch die Beschränkung sieht man der liebevollen Ausstattung und den in warmen Erdtönen gehaltenen Cinemascopebildern meist nicht an, auch wenn gelegentliche Effektshots, der Blick etwa auf Tante Pollys an einen Hügel geklebten Heimatort, das Budgetlimit deutlich machen. Für Kids zwischen Schuleintritt und Bravo-Abonnement bedeutet das aber Störfaktor Null. Diese Zielgruppe konzentriert sich auf Helden, mit denen man sich auch heute noch identifizieren kann, weil sie eine Dose, nicht den Kaviar darin, als Schatz betrachten und den Tafelberg in Missouri finden - aus Schokolade. Sascha Arangos Drehbuch bleibt nah an der Vorlage, verjüngt aber Tante Polly (Heike Makatsch) deutlich.

Auch hier definieren ein von Tom und Huck beobachteter Mord, den der von Rassismus kriminalisierte Indianer Joe dem liebenswerten Säufer Muff Potter anhängt, die Angst der Jungs vor dem Mörder und das Ringen mit ihrem Gewissen alle Schlechtwetteraspekte des Films, während Toms Gefühle für Becky, die Streiche der Jungs und das Streichen eines Gartenzauns, das als Event vermarktet wird, für sonnige Stimmung sorgen. Die Kinderdarsteller sind gut, auch wenn Luft nach oben bleibt, die beste erwachsene Performance bietet Joachim Król als Potter - mit einem kindgerechten Touch Überzeichnung, der auch vom Augen aufreißenden Benno Fürmann als Joe vermittelt wird. Von Beckys Frühfeminismus abgesehen, lässt der Film sich auf Modernisierung nicht ein und verbal sogar politisch Unkorrektes zu, baut auf die Zugkraft seiner Helden, die Kindheit universell unvergänglich machen. Den ironischen, sanft-spöttischen Ton, Twains größte Stärke, vermittelt jedoch auch dieser "Tom Sawyer", an dessen Fortsetzung bereits gedreht wird, nicht. Vermissen werden ihn aber nur die Erwachsenen. kob.

Tom Sawyer

Darsteller:  Louis Hofmann   als Tom Sawyer
  Leon Seidel   als Huckleberry Finn
  Heike Makatsch   als Tante Polly
  Benno Fürmann   als Indianer Joe
  Joachim Król   als Muff Potter
  Peter Lohmeyer   als Richter Thatcher
  Hinnerk Schönemann   als Sheriff
  Andreas Warmbrunn   als Sid
  Magali Greif   als Becky Thatcher
 
Regie:  Hermine Huntgeburth  
Drehbuch:  Sascha Arango  
  Peer Klehmet  
  Sebastian Wehlings  
Produzent:  Boris Schönfelder  
Koproduzent:  Benjamin Herrmann  
Buchvorlage:  Mark Twain  
Kamera:  Ngo The Chau  
Musik:  Biber Gullatz  
  Andreas Schäfer  
  Moritz Freise  
Produktionsdesign:  Colin Taplin  
Kostüme:  Sabine Böbbis  
Maske:  Barbara Kreuzer  
Ton:  Max Meindl  
Casting:  Jacqueline Rietz  

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Heike Makatsch

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