Originaltitel: The Hurt Locker
USA 2008
Jeremy Renner
Anthony Mackie
Guy Pearce
Regie: Kathryn Bigelow
Verleih: Concorde
Als wäre der Job der Bombenexperten im Irak nicht schon gefährlich genug, müssen Sanborn und Eldridge, die beiden Soldaten der kleinen Elite-Einheit feststellen, dass ihr neuer Sergeant, William Jones, sie inmitten des Chaos der kriegerischen Handlungen in ein tödliches Spiel verstrickt. Schnell wird den Soldaten bewusst, dass sie ihren Chef schnellstmöglich unter Kontrolle bringen müssen, wenn sie den Krieg in einer Stadt, in der stets alles passieren kann, überleben wollen.

Adrenalin-geladener Blick auf den gefährlichen Job einer US-Elite-Einheit von Bomben-Entschärfern im Irak.
Fast glaubte man den Irak-Krieg durch Dramen wie "In the Valley of Elah", "Redacted" oder "Battle for Haditha" abgehandelt. Actionregisseurin Kathryn Bigelow geht es dagegen weniger um den Irak, kritische Kriegsbetrachtung oder Hurra-Patriotismus als um die Psyche der Soldaten, die süchtig nach Gefahr sind, den Adrenalin-Kick brauchen wie andere den morgendlichen Tee.
Die Männer eines Bombenräumkommandos machen einen harten Job, der Tod ist nur einen Wimpernschlag entfernt, wenn sie in unförmigen Schutzanzügen in Autos, unter Geröll oder Müll versteckte Sprengkörper entschärfen, mit ferngesteuerten Robotern oder auch nur mit einer Zange "bewaffnet". Nach dem Tod des Teamchefs bei einer Detonation übernimmt Sergeant William James dessen Position und irritiert seine Mitkämpfer durch totale Missachtung militärischer Regeln und riskante Aktionen. Ein wenig Menschlichkeit entsteht durch die Freundschaft mit einem kleinen Verkäufer von DVD-Raubkopien. Als der Junge verschwindet, startet James seine eigene Vendetta. Blut, Schweiß und Testosteron liegen in der Luft, die harten Kerle (Jeremy Renner, Anthony Mackle, Guy Pearce) können nicht jede Explosion verhindern und müssen auch mit ansehen, wie ein um Hilfe flehender irakischer Familienvater mit Bombengürtel in die Luft fliegt.
Handwerklich perfekt erkundet Bigelow die Seelenlage von Freiwilligen für den Wahnsinn, die nicht mehr zurechtkommen im normalen amerikanischen Alltag mit Müsliflocken, Frau und Kind und wie William James nach einem Heimaturlaub wieder ins Inferno ziehen, in "a man's world" bevölkert von gebrochenen Existenzen. Basierend auf Drehbuchautor Mark Boals Erfahrungen als "embedded journalist" und Begleiter von Entschärfungskommandos in Bagdad, schockt Bigelow durch Kompromisslosigkeit und eine gefühlsmäßig brisante Mischung aus Angst und Furchtlosigkeit, Omnipotenz und Ohnmacht, Todesgefahr und banaler Routine, dass einem ob der Intensität fast das Herz stehen bleibt, wenn die unruhig-nervöse HD-Kamera von Barry Ackroyd ganz nah rangeht und man sich plötzlich inmitten der Ereignisse wähnt. Die Fragmentierung in Einzelszenen unterbricht manchmal den narrativen Fluss, aber nicht den sezierenden Blick auf die Männer unter extremem Druck, immer wieder ist sie zu spüren, die Faszination von Krieg und Kampf, der sie fast fanatisch erliegen. War is a drug. mk.
| Darsteller: | Jeremy Renner | als Staff Sergeant William James | |
|---|---|---|---|
| Anthony Mackie | als Sergeant JT Sanborn | ||
| Guy Pearce | als Sergeant Matt Thompson | ||
| Ralph Fiennes | als Contractor Team Leader | ||
| Brian Geraghty | als Specialist Owen Eldridge | ||
| David Morse | als Colonel Reed | ||
| Evangeline Lilly | als Connie James | ||
| Regie: | Kathryn Bigelow | ||
| Drehbuch: | Mark Boal | ||
| Produzent: | Kathryn Bigelow | ||
| Mark Boal | |||
| Nicolas Chartier | |||
| Greg Shapiro | |||
| Ausf. Produzent: | Tony Mark | ||
| Buchvorlage: | Kathryn Bigelow | ||
| Kamera: | Barry Ackroyd | ||
| Schnitt: | Bob Murawski | ||
| Chris Innis | |||
| Musik: | Marco Beltrami | ||
| Produktionsdesign: | Karl Júlíusson | ||
| Ton: | Ray Beckett | ||
| Paul N.J. Ottosson | |||
Zumindest hat die Vampir-Saga ein offenes Ende…
O, Bella: Die größte Vampirliebe aller Zeiten endet nicht mit dem Tod, nicht mit der Ewigkeit - und wohl auch nicht mit dem Ende der "Twilight"-Romane (Foto: Concorde)
Der 22. November war bei Millionen Teenagern fest als Trauertag des Jahres eingeplant: Denn mit dem Start des letzten Twilight-Kinofilms "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht 2" fürchteten viele Vampirfans den Moment des Abschieds von Kristen Stewart alias Bella und Robert Pattinson alias Edward auf der großen Leinwand.
Doch möglicherweise dürfen sich die Freunde des genussvollen Blutsaugerschmachtens völlig ungetrübt auf den Kinostart des Twilight-Finales freuen - weil der Teil von wegen "Abschied nehmen" eventuell wegfällt: Die Vampir-Saga könnte auch nach "Breaking Dawn" im Kino weitergehen.
Moment mal, ist "Biss zum Ende der Nacht" nicht das definitiv letzte Buch über Edward und Bella von Kultautorin und Twilight-Erfinderin Stephenie Meyer? Natürlich - doch das hält Hollywood nicht im Geringsten von Fortsetzungsplänen ab. Denn hinter den Kulissen werden derzeit die ganz großen Gelder verschoben: Filmriese Lionsgate hat die "Twilight"-Produktionsfirma Summit Entertainment aufgekauft - für schlappe 400 Millionen Dollar!
Dieser Preis ist vor allem durch die Twilight-Rechte zu erklären. Denn Summit ist zwar durchaus ein Hollywood-Player von Rang und Namen, aber eher auf Filmkunst wie "The Tree of Life", "The Hurt Locker", "Michael Clayton" oder "Im Tal von Elah" spezialisiert. Deshalb spekuliert man in der Traumfabrik, dass der Käufer noch einiges mit der Marke "Twilight" vorhaben muss.
Eine entsprechende Anfrage, ob es denn mit "Twilight" weitergehen könnte, kommentierte Lionsgate-Boss Jon Feltheimer - auch bekannt als Produzent der "Expendables"-Filme - erwartungsgemäß vieldeutig: "Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Film, der über 700 Millionen Dollar eingespielt hat, nicht einen sehr langfristigen Wert haben sollte. Es ist eine großartige Filmreihe, die durch großartige Arbeit ohne Qualitätsverlust dauerhaft auf höchstem Level gehalten wurde. Deshalb ist die einfache Antwort: 'Junge, das will ich verdammt nochmal hoffen!'"
Laut Feltheimer ist dabei nicht nur ein weiterer "Twilight"-Kinofilm denkbar, sondern auch eine "Twilight"-TV-Serie. Fragt sich nur, wovon die neuen Projekte handeln könnten, nachdem ja kein Roman mehr vorliegt.
ACHTUNG: Falls Sie sich die Spannung auf "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht 2" erhalten wollen, sollten Sie den nächsten Absatz überspringen.
Für die Insider: Klar, die "Twilight"-Saga hat ein offenes Ende, so stirbt zumindest keine der Hauptfiguren Edward, Bella oder Jacob. Wie "die gemeinsame Ewigkeit" von Edward und Bella, mit denen Stephenie Meyer ihren letzten Roman als Ausblick abschließt, konkret aussehen könnte, das ließe jede Menge Spielraum für weitere übersinnliche Romantik.
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