Originaltitel: René Bousquet ou Le grand arrangement
Frankreich 2006
Daniel Prévost
Dominique Guillo
Erick Desmarestz
Regie: Laurent Heynemann
René Bousquet, Familienvater und erfolgreicher Banker, wird 1978 in einer Zeitschrift für die Razzia vom Vél d'Hiv, die Massenverhaftung Pariser Juden im Jahre 1942, verantwortlich gemacht. Mit seinen Zugeständnissen glaubte der damalige Polizei-Generalsekretär, durch die Deportation nichtfranzösischer Juden das Leben der französischen erkaufen zu können.
Für Bousquet beginnt ein Spießrutenlauf: Drohungen, öffentliche Anfeindungen, das Ende seiner Bankkarriere und schließlich die Anklage im Jahr 1991 setzen dem anscheinend unbeugsam von der Richtigkeit seiner Handlung überzeugten Bousquet schwer zu und belasten seine Familie.
Gleichzeitig setzt bei Bousquet eine innere Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ein, hervorgerufen durch mysteriöse Briefe von Deportierten und eine Unbekannte, die immer wieder auftaucht. Die fremde Dame behauptet, Bousquet zu kennen - seit 1942...
In "Tödlicher Kompromiss" porträtiert Regisseur Laurent Heynemann mit dem Mann René Bousquet eindringlich das komplexe Thema der Kollaboration, ohne in Klischees zu verfallen. Diese französische Wahrnehmung fügt der deutschen Debatte über Verstrickung in Naziverbrechen einen durchaus neuen Blickwinkel hinzu. René Bousquet ist kein schuldbewusster niedriger Befehlsempfänger, aber auch kein Monster. Bousquet wird aus der Sicht seiner Freunde und Familie dargestellt; er ist ein ganz normaler Mensch - und gerade das ist für den Zuschauer beängstigend.
Quelle: ARTE, www.arte.tv
| Darsteller: | Daniel Prévost | als René Bousquet | |
|---|---|---|---|
| Dominique Guillo | |||
| Erick Desmarestz | |||
| Hubert Saint Macary | |||
| Macha Méril | |||
| Marc Faure | |||
| Marie-Thérèse Arène | |||
| Philippe Laudenbach | |||
| Philippe Magnan | |||
| Philippe Morier-Genoud | |||
| Yves Gasc | |||
| Alain Feydau | als Präsident von Indosuez | ||
| Anne Loiret | als Martine Anzani | ||
| Ludmila Mikaël | als Unbekannte | ||
| Michel Aumont | als Richter Moatty | ||
| Philippe Duclos | als Jean-Paul Martin | ||
| Regie: | Laurent Heynemann | ||
| Drehbuch: | Antoine Desrosieres | ||
| Pierre Beuchot | |||
| Produzent: | Nelly Kafsky | ||
| Kamera: | Robert Alazraki | ||
| Schnitt: | Marion Monestier | ||
| Musik: | Bruno Coulais | ||
| Produktionsdesign: | Emmanuel Sorin | ||
| Kostüme: | Sylvaine Combes | ||
| Ton: | Claude Gazeau | ||
| François Maurel | |||
| Muriel Moreau | |||
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