Komödie / Thriller http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz27/z0227039/b150x150.jpg To Die For

Filmdetails

To Die For


To Die For
Start: 14.12.1995

Komödie / Thriller

USA 1995
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Nicole Kidman
Matt Dillon
Joaquin Phoenix

Regie: Gus Van Sant
Verleih: CI

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Die Kleinstadtschönheit Suzanne Stone hat nur ein Ziel: Sie will als Fernsehmoderatorin zum Star werden. Für dieses Ziel geht die herzlose Suzanne auch über die Leiche ihres Mannes Larry. Als Mittel zu diesem Zweck hat sich Stone drei naive Highschool Kids auserkoren, die sie sich mit erotischen Verführungskünsten gefügig hält.


Kritik

To Die For

Mit dem erfreulichsten Comeback des Jahres meldete sich Gus Van Sant beim diesjährigen Filmfestival von Cannes in die Riege der Top-Regisseure zurück. Eine echte Überraschung, denn nach dem kolossalen Fehlschlag von "Even Cowgirls Get the Blues" hatte keiner mehr mit dem angeschlagenen Underground-Heroen gerechnet. Ironischerweise ist es Van Sants erste Arbeit für einen Major (in den USA Columbia), die den erklärten Independent-Kämpen zu jener Brillanz zurückführt, die "Drugstore Cowboy" und "My Private Idaho" zu Meisterwerken werden ließ. Ein Paradox? Nicht unbedingt, denn Van Sant ließ keine Abstriche zu. Dank des etwas höheren Budgets (um die zehn Mio. Dollar) wirkt die pechschwarze Mediensatire über eine moderne Hexe, die für ihre Karriere buchstäblich über Leichen geht, runder und professioneller als die vorangegangenen Werke. Ansonsten hat sich Van Sant seinen Sinn für Poesie, Anarchie, ungewöhnliche Strukturen und subversiven Humor bewahrt. Damit bietet er eine perfekte Spielwiese für Nicole Kidman, der nach dem wenig anspruchsvollen Auftritt als sexy Kleiderständer in "Batman Forever" mit der Rolle des All-American-Girl Suzanne Stone eine Oscar-Nominierung fast sicher ist. Sie bietet eine Knock-Out-Performance! Ein Hauch von "Serial Mom" umweht "To Die For", wenn sie einer fleischgewordenen Barbie-Puppe gleich hinter der Fassade ihres kleinbürgerlichen Universums aus Zahnpastareklamelächeln und Pastellfarben einen völligen Mangel an Mitgefühl für ihre Umwelt aufblitzen läßt. Als ihr gutmütiger Mann (Matt Dillon in einer augenzwinkernden Nebenrolle) sich gegen ihren beruflichen Aufstieg im Fernsehen sperrt, plant Sonnenscheinchen Suzanne seinen Tod. Sie erschleicht sich das Vertrauen dreier unterprivilegierter Heavy-Metal-Kids, macht den verklemmten Jimmy (River Phoenix' Bruder Joaquin) zu ihrem Lover und verlangt den Mord als Liebesbeweis. In der Art eines dokumentarischen Flickenteppichs breitet Van Sant rückblickend die faszinierende Chronik des Verbrechens anhand von Interviewsequenzen, gefälschten TV-Ausschnitten und Spielszenen aus. In den Händen eines anderen Regisseurs hätte das bitterböse Drehbuch von Starsatiriker Buck Henry leicht eine wenig reflektierte Gesellschaftsschelte werden können, in der die Figuren zu bloßen Karikaturen verkommen. Van Sants alles überragender Humanismus und Sympathie für seine Figuren nimmt Henrys Zynismus die Grausamkeit, ohne ihn jedoch zu entschärfen. Die Liebe zu den jugendlichen Underdogs ohne Chance in der Gesellschaft ist es einmal mehr, die Van Sants Arbeit so bemerkenswert macht. Nach Junkies und Strichern sind es jetzt White-Trash-Kids, vor denen er den amerikanischen Traum wie eine Seifenblase zerplatzen läßt. Trotz aller Tragik bleibt "To Die For" eine Komödie zum Mitschmunzeln. Dafür sorgen auch die italienischen Familienmitglieder von Suzannes Ehemann, die sich der Killerin in bester sizilianischer Manier annehmen. In den USA zunächst lustlos laufend verschoben, wird "To Die For" jetzt nach dem Erfolg von Cannes ein aussichtsreicher Großstart am 15. September zuteil. Die Moral könnte Gus Van Sant gefallen: Auch ein häßliches Entlein kann sich zum blendend schönen Schwan entwickeln. ts.

To Die For

Darsteller:  Nicole Kidman  
  Matt Dillon  
  Joaquin Phoenix  
  Casey Affleck  
  Illeana Douglas  
  Alison Folland  
  Dan Hedaya  
  Wayne Knight  
  Kurtwood Smith  
  Holland Taylor  
  Maria Tucci  
  Susan Traylor  
  Buck Henry  
 
Regie:  Gus Van Sant  
Drehbuch:  Buck Henry  
Produzent:  Laura Ziskin  
Ausf. Produzent:  Jonathan Taplin  
  Joseph M. Caracciolo  
Buchvorlage:  Joyce Maynard  
Kamera:  Eric Alan Edwards  
Musik:  Danny Elfman  

Nicole hat das Single-Leben satt

Hach, war das schön!

Hach, war das schön!

Australiens heißester Hollywood-Export kämpft immer noch mit den Folgen ihrer Scheidung - trotz kräftigem Karriereboost nach schauspielerischen Glanzleistungen in Filmen wie "The Others" und "Moulin Rouge":

"Ich würde eine glückliche Ehe und eine intakte Familie immer noch einer tollen Karriere vorziehen!" ließ Nicole Kidman jetzt verlauten.

Dahinter steht vor allem die Sorge um ihre Kinder, die 9-jährige Isabella und den 7 Jahre alten Connor: "Ich muss jetzt für den Rest meines Lebens täglich darum kämpfen, dass ich für sie da sein und ihnen das bieten kann, was sie von einer Mutter in einer richtigen Familie bekommen würden."

Klingt fast so, als würde sich Nicole ein bisschen nach ihrem Ex zurücksehnen:

"Ich hatte damals keine große Karriere, ich war vor allem 'Mrs. Tom Cruise' und Mutter. Es hätte mir gereicht, ab und zu mal so etwas wie 'To Die For' zu drehen oder kleinere Projekte, die mich eben interessierten."

Nach der letztjährigen Trennung war Nicole buchstäblich am Boden zerstört: Ihre Eltern hatten sie angeblich einmal in ihrer Wohnung aufgefunden, als sie in embryonaler Schutzhaltung auf dem Teppich kauerte und stundenlang verzweifelt weinte.

Möglicherweise sind Nicoles Äußerungen aber auch nur ein letzter Rückfall in alte Verlustgefühle: Am Rande des Drehs zum Bürgerkriegsdrama "Cold Mountain" mit Jude Law sagte sie: "Ich würde mich gerne wieder verlieben..."

Möge sich das Licht am Ende des Tunnels als Widerschein der glänzenden Ritterrüstung von Mr. Right erweisen!

Star

Nicole Kidman

Spätestens seit dem Triumph von "Moulin Rouge" (2001) rangiert die Australierin Nicole Kidman in der Liga der Weltstars. Die Rolle als Star...

Star

Matt Dillon

Er heißt wirklich so wie der berühmte US-Marshall und wurde wegen seiner gebrochenen Typen, die er unter der Oberfläche der gemeißelten...

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