Bewegendes und aufwendig inszeniertes Actiondrama, das den Untergang der Titanic als Szenarium für eine große Liebesgeschichte wählt. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz27/z0227050/b150x150.jpg Titanic

Filmdetails

Titanic

Bewegendes und aufwendig inszeniertes Actiondrama, das den Untergang der Titanic als Szenarium für eine große Liebesgeschichte wählt.


Titanic
Start: 08.01.1998

Drama

USA 1997
Laufzeit: 194 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Leonardo DiCaprio
Billy Zane
Kate Winslet

Regie: James Cameron
Verleih: Fox

Bogey - Box Office Germany Award

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(3 Sterne bei 2 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Bei der Suche nach Schätzen an Bord des Wracks der Titanic stößt ein Abenteurer auf das Porträt des jungen Mädchens Rose, das einen wertvollen Diamanten trägt. Er stöbert Rose auf, die den Untergang 1912 überlebt hat. Sie erzählt ihm die Geschichte von ihrer tragischen Liebe zu dem armen Jack, den sie an Bord kennenlernte und der mit ihr das größte Schiffsunglück der Geschichte erlebte.


Kritik

Titanic

Kein Eisberg in Sicht, der James Camerons fabelhafte "Titanic" versenken könnte. In dem nach eigenem Bekunden 250 Mio. Dollar teuren Film lädt der Vater des "Terminator" den Zuschauer ein auf eine 194 Minuten währende, aufregende, spektakuläre Kreuzfahrt auf den Grund des Meeres. Mit seiner verblüffend klischeefreien Lovestory zwischen einem mittellosen Lebenskünstler und einem Mädchen aus feinem Hause löst Cameron das lange gegebene Versprechen ein, handwerkliche Perfektion und technologische Innovation mit einer hochemotionalen, dramaturgisch erstklassigen Geschichte zu verschmelzen. Seine größte Leistung besteht dabei nicht darin, daß er den Untergang des weltberühmten Schiffes mit allen Mitteln der Technik absolut detailgetreu wiedergibt, sondern daß Gefühle in seinem Meisterwerk zu jeder Zeit über die makellosen Effekte triumphieren.

Wer angesichts der zwei bekanntesten Filme Camerons, "Aliens - Die Rückkehr" und "Terminator 2" verblüfft ist von der Bedingungslosigkeit, mit der sich der erklärte Technokrat hier einer Liebesgeschichte annimmt, übersieht, daß sich dieses Motiv wie ein roter Faden durch sein Oeuvre zieht. Schon in "Terminator", "True Lies" und am deutlichsten in "Abyss" balancierte er eiskalte Extremsituationen mit bewegenden Geschichten über große Gefühle aus.

Neu an "Titanic" ist, daß sich der Filmemacher aus dem Korsett der Genrekonventionen gewunden hat und der Tragweite seines Melodrams zusätzliches Gewicht verlieh, indem er es in den Kontext einer authentischen Schiffskatastrophe, das Mahnmal für menschliches Versagen und die Fehlbarkeit des technologischen Fortschritts, stellte.

Camerons Vorliebe für starke, faszinierende Frauen ist bekannt. Seine Rose Dewitt Bukater, von Kate Winslet mit dem rechten Maß an Lebensmut und strahlender Neugier ausgestattet, ist denn auch als direkte Vorfahrin jener Sarah Connor zu sehen, die in "Terminator" von der mausigen Angestellten zur Guerillakämpferin heranreifen durfte. Rose legt einen ähnlichen Weg in die Unabhängigkeit zurück: an Bord der Titanic schippert das Aristokratenmädchen einem öden Leben an der Seite des traditionalistischen Millionenerben Hockley (Billy Zane mit sichtlichem Spaß an der Rolle eines blasierten Snobs) entgegen und denkt an Selbstmord, bis sie den Dritte-Klasse-Passagier Jack Dawson (Leonardo DiCaprio, noch besser als in "William Shakespeares Romeo & Julia") kennenlernt. Der entfacht ihre Lust am Leben aufs neue, indem er ihr Wege außerhalb der gesellschaftlichen Konvention aufzeigt und ermöglicht. Wenn sich ihre Situation nach dem fatalen Zusammenstoß mit einem Eisberg am 15. April 1912 dramatisch zuspitzt, hat Cameron den Zuschauer ebenso raffiniert wie ökonomisch auf einen eineinhalbstündigen (!) Showdown vorbereitet, der ohne Beispiel ist.

Bevor Cameron jedoch sein unvergleichliches Gespür für Action, Tempo und Spannung aufbieten darf, um den Zuschauer mitten in den Überlebenskampf von 1500 Menschen zu schleudern, hat "Titanic" bereits eine weite Strecke zurückgelegt. Nach dem Beginn in den Tiefen des Ozeans, wo atemberaubende Aufnahmen vom Wrack des einstmals so majestätischen, als unsinkbar geltenden Schiffs für die standesgemäße Einstimmung sorgen, wendet sich die Handlung einer Gruppe von modernen Abenteurern unter der Führung des Glücksritters Lovett (Cameron-Regular Bill Paxton) zu. In den Überresten suchen sie nach einem sagenumwobenen Diamanten, fördern aber statt dessen die Geschichte der mittlerweile 101jährigen Rose zu Tage, die den Untergang der Titanic überlebte. Ihre Erzählung packt Fleisch und Blut auf das rohe Skelett einer von Lovetts Leuten angefertigten Computersequenz, in der die Fakten des Unglücks rekapituliert werden, und verleiht den abstrakten Koordinaten der Katastrophe ein menschliches Antlitz. Ein gelungener Kunstgriff, denn diese Information ist auch für den Zuschauer hilfreich, wenn sich das Chaos nach all den begeisternd süffigen Bildern von dem penibel nachkonstruierten Schiff (inklusive einiger irrer Kameraschwenks über das gesamte Deck) auf dem Luxuskreuzer schließlich Bahn bricht. Stets ist man im Bilde über die Vorgänge, die man sonst nur schwer in einen Kontext setzen könnte. In Realzeit bannt Cameron die letzte Stunde der Titanic nach der Kollision mit dem Eisberg auf Zelluloid. Gleichzeitig eskaliert auch die Dreiecksgeschichte. Während sich an Bord nach anfänglicher Ungläubigkeit Panik breit macht, die Menschen in Todesangst zu den beruhigenden Klängen des Orchesters einen Platz in den viel zu wenigen Rettungsbooten suchen und das Schiff sich aufbäumt, um schließlich in zwei Teile zu brechen und unterzugehen, fechten Jack und der arrogante Hockley ein nicht weniger dramatisches Duell um Rose und das nackte Überleben aus. Weil alle Details hundertprozentig stimmen, in fast allen Fällen nicht zu ahnen ist, wann und wo die Spezialeffekte zum Einsatz kommen, ist die Illusion perfekt, der Kampf der beiden packender und spannender als alles andere, was 1997 produziert wurde. James Cameron erweist sich mit seinem Liebesfilm für das nächste Jahrtausend nicht nur einmal mehr als großer Filmemacher mit Vision, sondern auch als überragender Drehbuchautor. Wie aus einem Guß präsentiert sich dieses Meisterwerk, das einen staunen läßt, was im Medium Film kurz vor dem Millennium alles möglich ist. So und nicht anders würde David Lean seine Epen erzählen, wenn er heute noch filmen könnte. ts.

Titanic

Darsteller:  Leonardo DiCaprio   als Jack Dawson
  Billy Zane   als Cal Hockley
  Kate Winslet   als Rose DeWitt Bukater
  Kathy Bates   als Molly Brown
  Frances Fisher   als Ruth DeWitt Bukater
  Gloria Stuart   als Old Rose
  Bill Paxton   als Brock Lovett
  Bernard Hill   als Captain Smith
  Jonathan Hyde   als Bruce Ismay
  Victor Garber   als Thomas Andrews
  David Warner   als Spicer Lovejoy
  Danny Nucci   als Fabrizio
  Suzy Amis   als Lizzy Calvert
  Bernard Fox   als Col. Archibald Gradie
 
Regie:  James Cameron  
Drehbuch:  James Cameron  
Produzent:  James Cameron  
  Jon Landau  
Koproduzent:  Al Giddings  
  Grant Hill  
  Sharon Mann  
Ausf. Produzent:  Rae Sanchini  
Kamera:  Russell Carpenter  
Schnitt:  Conrad Buff IV  
  James Cameron  
  Richard A. Harris  
Musik:  James Horner  
Produktionsdesign:  Peter Lamont  
  Michael Ford  
  Martin Laing  
  Charles Lee  
Kostüme:  Deborah Lynn Scott  
Ton:  Mark Ulano  
  Tom Bellfort  
  Christopher Boyes  
  Gary Rydstrom  
  Tom Johnson  
  Gary Summers  

James Cameron änderte für "Titanic 3D" die Sterne

Eine einzige Szene änderte James Cameron für "Titanic 3D". Bemerken wird dies wahrscheinlich auch nur ein einziger Zuschauer.

Großansicht Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in "Titanic 3D" (Foto: Fox)

Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in "Titanic 3D" (Foto: Fox)

Keinem der Millionen Kinobesucher ist es wohl je aufgefallen: Kate Winslet alias Rose blickt in James Camerons "Titanic" auf einen sternengeschichtlich völlig falschen Nachthimmel. Konkret geht es um die Szene am Ende des Films, als Jack (Leonardo DiCaprio) von der hölzernen Wandverkleidung rutscht, auf die sich Rose und ihre große Liebe gerettet haben. Rose treibt allein durch den Nordatlantik, wartet auf Hilfe und blickt in den schwarzen Himmel über ihr. Dieses Detail ist nun einem ganz besonders schlauen Fuchs aufgefallen:

Kurz vor Stapellauf von "Titanic 3D" erhielt James Cameron eine ziemlich bissige E-Mail von einem der führenden Astronomen Amerikas namens Neil deGrasse Tyson mit dem Hinweis, dass die Sterne in besagter Einstellung keinesfalls der astronomisch korrekten Konstellation vom 15. April 1912 entsprechen: "Er hat mir erklärt, dass dies nicht die richtige Position der Sterne zu diesem Zeitpunkt sei", so Cameron. "Ich mit meinem Ruf als Perfektionist hätte das gefälligst wissen müssen und nun solle ich das bitte ändern."

Jetzt stehen die Sternlein richtig

Dies ließ James Cameron nicht auf sich sitzen. Er schrieb dem Herrn eine ähnlich verknarzte Antwort zurück: "Ok, dann teilen sie mir gefälligst mit, wie die Sterne am 15. April 1912 um exakt 4.20 Uhr morgens gestanden haben. Dann werde ich das in den Film integrieren."

Dies sei allerdings wirklich die einzige Szene gewesen, die Cameron inhaltlich angefasst habe. Alles andere sei genau so wie im Original von 1997. Unter was für einem neuen Sternenhimmel Kate Winslet und Leonardo DiCaprio nun dreidimensional in die eisigen Fluten sinken, wissen wir zum Filmstart von "Titanic 3D" am 5. April.

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Leonardo DiCaprio

Sein Jubelruf "Ich bin der König der Welt" in "Titanic", dem bis "Avatar" erfolgreichsten Film aller Zeiten, erwies sich als...

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Billy Zane

Mit stechendem Blick und breitem Grinsen verbreitet er Terror nicht nur an Bord der "Titanic", wo er seine Braut Rose (Kate Winslet) schon vor der...

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