Veröffentlicht am 21.11.1996
Titanic USA 1997
Titanic Kinostart 08.01.1998, USA 1997
  • Titanic / Leonardo DiCaprio / Danny Nucci

  • Titanic / Leonardo DiCaprio / Kate Winslet

  • Titanic / Leonardo DiCaprio / Kate Winslet

  • Titanic / Leonardo DiCaprio / Danny Nucci

  • Titanic

  • Titanic / Leonardo DiCaprio / Danny Nucci

  • Titanic / Leonardo DiCaprio / Kate Winslet

  • Titanic / Leonardo DiCaprio / Kate Winslet

  • Titanic / Leonardo DiCaprio / Danny Nucci

  • Titanic

Titanic - Filmplakat

Bewegendes und aufwendig inszeniertes Actiondrama, das den Untergang der Titanic als Szenarium für eine große Liebesgeschichte wählt.

2 Filmbewertungen
  • Gesamt
  • Action
  • Humor
  • Romantik
  • Spannung
  • Anspruch
3/5
Nicht mehr im Kino Mehr auf video.de Filmstart: 08.01.1998
Jetzt Film bewerten
  • Gesamt
  • Action
  • Humor
  • Romantik
  • Spannung
  • Anspruch
Filmkritik zu Titanic

Kein Eisberg in Sicht, der James Camerons fabelhafte "Titanic" versenken könnte. In dem nach eigenem Bekunden 250 Mio. Dollar teuren Film lädt der Vater des "Terminator" den Zuschauer ein auf eine 194 Minuten währende, aufregende, spektakuläre Kreuzfahrt auf den Grund des Meeres. Mit seiner verblüffend klischeefreien Lovestory zwischen einem mittellosen Lebenskünstler und einem Mädchen aus feinem Hause löst Cameron das lange gegebene Versprechen ein, handwerkliche Perfektion und technologische Innovation mit einer hochemotionalen, dramaturgisch erstklassigen Geschichte zu verschmelzen. Seine größte Leistung besteht dabei nicht darin, daß er den Untergang des weltberühmten Schiffes mit allen Mitteln der Technik absolut detailgetreu wiedergibt, sondern daß Gefühle in seinem Meisterwerk zu jeder Zeit über die makellosen Effekte triumphieren.

Wer angesichts der zwei bekanntesten Filme Camerons, "Aliens - Die Rückkehr" und "Terminator 2" verblüfft ist von der Bedingungslosigkeit, mit der sich der erklärte Technokrat hier einer Liebesgeschichte annimmt, übersieht, daß sich dieses Motiv wie ein roter Faden durch sein Oeuvre zieht. Schon in "Terminator", "True Lies" und am deutlichsten in "Abyss" balancierte er eiskalte Extremsituationen mit bewegenden Geschichten über große Gefühle aus.

Neu an "Titanic" ist, daß sich der Filmemacher aus dem Korsett der Genrekonventionen gewunden hat und der Tragweite seines Melodrams zusätzliches Gewicht verlieh, indem er es in den Kontext einer authentischen Schiffskatastrophe, das Mahnmal für menschliches Versagen und die Fehlbarkeit des technologischen Fortschritts, stellte.

Camerons Vorliebe für starke, faszinierende Frauen ist bekannt. Seine Rose Dewitt Bukater, von Kate Winslet mit dem rechten Maß an Lebensmut und strahlender Neugier ausgestattet, ist denn auch als direkte Vorfahrin jener Sarah Connor zu sehen, die in "Terminator" von der mausigen Angestellten zur Guerillakämpferin heranreifen durfte. Rose legt einen ähnlichen Weg in die Unabhängigkeit zurück: an Bord der Titanic schippert das Aristokratenmädchen einem öden Leben an der Seite des traditionalistischen Millionenerben Hockley (Billy Zane mit sichtlichem Spaß an der Rolle eines blasierten Snobs) entgegen und denkt an Selbstmord, bis sie den Dritte-Klasse-Passagier Jack Dawson (Leonardo DiCaprio, noch besser als in "William Shakespeares Romeo & Julia") kennenlernt. Der entfacht ihre Lust am Leben aufs neue, indem er ihr Wege außerhalb der gesellschaftlichen Konvention aufzeigt und ermöglicht. Wenn sich ihre Situation nach dem fatalen Zusammenstoß mit einem Eisberg am 15. April 1912 dramatisch zuspitzt, hat Cameron den Zuschauer ebenso raffiniert wie ökonomisch auf einen eineinhalbstündigen (!) Showdown vorbereitet, der ohne Beispiel ist.

Bevor Cameron jedoch sein unvergleichliches Gespür für Action, Tempo und Spannung aufbieten darf, um den Zuschauer mitten in den Überlebenskampf von 1500 Menschen zu schleudern, hat "Titanic" bereits eine weite Strecke zurückgelegt. Nach dem Beginn in den Tiefen des Ozeans, wo atemberaubende Aufnahmen vom Wrack des einstmals so majestätischen, als unsinkbar geltenden Schiffs für die standesgemäße Einstimmung sorgen, wendet sich die Handlung einer Gruppe von modernen Abenteurern unter der Führung des Glücksritters Lovett (Cameron-Regular Bill Paxton) zu. In den Überresten suchen sie nach einem sagenumwobenen Diamanten, fördern aber statt dessen die Geschichte der mittlerweile 101jährigen Rose zu Tage, die den Untergang der Titanic überlebte. Ihre Erzählung packt Fleisch und Blut auf das rohe Skelett einer von Lovetts Leuten angefertigten Computersequenz, in der die Fakten des Unglücks rekapituliert werden, und verleiht den abstrakten Koordinaten der Katastrophe ein menschliches Antlitz. Ein gelungener Kunstgriff, denn diese Information ist auch für den Zuschauer hilfreich, wenn sich das Chaos nach all den begeisternd süffigen Bildern von dem penibel nachkonstruierten Schiff (inklusive einiger irrer Kameraschwenks über das gesamte Deck) auf dem Luxuskreuzer schließlich Bahn bricht. Stets ist man im Bilde über die Vorgänge, die man sonst nur schwer in einen Kontext setzen könnte. In Realzeit bannt Cameron die letzte Stunde der Titanic nach der Kollision mit dem Eisberg auf Zelluloid. Gleichzeitig eskaliert auch die Dreiecksgeschichte. Während sich an Bord nach anfänglicher Ungläubigkeit Panik breit macht, die Menschen in Todesangst zu den beruhigenden Klängen des Orchesters einen Platz in den viel zu wenigen Rettungsbooten suchen und das Schiff sich aufbäumt, um schließlich in zwei Teile zu brechen und unterzugehen, fechten Jack und der arrogante Hockley ein nicht weniger dramatisches Duell um Rose und das nackte Überleben aus. Weil alle Details hundertprozentig stimmen, in fast allen Fällen nicht zu ahnen ist, wann und wo die Spezialeffekte zum Einsatz kommen, ist die Illusion perfekt, der Kampf der beiden packender und spannender als alles andere, was 1997 produziert wurde. James Cameron erweist sich mit seinem Liebesfilm für das nächste Jahrtausend nicht nur einmal mehr als großer Filmemacher mit Vision, sondern auch als überragender Drehbuchautor. Wie aus einem Guß präsentiert sich dieses Meisterwerk, das einen staunen läßt, was im Medium Film kurz vor dem Millennium alles möglich ist. So und nicht anders würde David Lean seine Epen erzählen, wenn er heute noch filmen könnte. ts.

  • 0
  • 0
2 Filmbewertungen
  • Gesamt
  • Action
  • Humor
  • Romantik
  • Spannung
  • Anspruch
Filmhandlung & Hintergrund zu Titanic

Bei der Suche nach Schätzen an Bord des Wracks der Titanic stößt ein Abenteurer auf das Porträt des jungen Mädchens Rose, das einen wertvollen Diamanten trägt. Er stöbert Rose auf, die den Untergang 1912 überlebt hat. Sie erzählt ihm die Geschichte von ihrer tragischen Liebe zu dem armen Jack, den sie an Bord kennenlernte und der mit ihr das größte Schiffsunglück der Geschichte erlebte.



Atlantischer Ozean, 1912: An Bord des größten und luxuriösesten Passagierschiffs aller Zeiten, der Titanic, begegnen sich das unglückliche Society-Mädchen Rose und der mittellose Maler Jack. Trotz der enormen Standesunterschiede verlieben sich die beiden ineinander. Als die Titanic eines Nachts plötzlich einen riesigen Eisberg rammt, bricht an Bord Panik aus. An der Seite aufgeschlitzt, füllt sich der Luxus-Liner rasend schnell mit Wasser und beginnt zu sinken. Auch für Jack und Rose beginnt ein verzweifelter Kampf ums nackte Überleben.



Rose will sich auf der Jungfernfahrt der Titanic umbringen. Ein junger Mann aus der dritten Klasse rettet sie und lehrt sie die Liebe (zum Leben). Da stößt der Luxusliner auf einen Eisberg. Atemberaubendes, romantisches Action-Drama. Der erfolgreichste Film aller Zeiten von James Cameron.



Prädikat wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: WertvollWie kann man die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte der zivilen Seefahrt zu einem spannenden Spielfilm gestalten? Ist der Untergang der Titanic nun schon in vielen Filmen und Dokumentationen und besonders nach den mißglückten Bergungsversuchen in den letzten Jahren so ausführlich von allen Seiten minutiös belegt worden, daß aus einem reinen "Katastrophenfilm" nun wirklich keine große Spannungswirkung auf den Zuschauer hätte mehr ausgeübt werden können? James Camerons "Trick" war, eine große romantische Liebesgeschichte zwischen einer Adligen aus dem Oberdeck der Titanic und einem Proletarier aus deren Unterdecks zu formen, welche nicht nur Identifikationsmöglichkeiten für den Kinogänger bietet, sondern diesen auch 3 Stunden und 15 Minuten lang um seine Lieblinge zittern läßt.

Daß mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet zwei schon weltberühmte Jungstars für die Rollen der Liebenden verpflichtet wurden, erhöht die Attraktivität des Films auch für ein jugendliches Publikum. Daß sie entsprechend der Dramaturgie des Films und ihrer Rollenvorgabe nicht gerade zu schauspielerischen Höchstleistungen auflaufen können, ist nachvollziehbar. Ebenso wie die Tatsache, daß die Zeichnung der weiteren Hauptfiguren nicht sonderlich ausgeprägt ist, zumal deren Funktion der vollen Konzentration auf die Liebesgeschichte untergeordnet ist. Dramaturgisch bemerkenswert geschickt ist die Liebesgeschichte mit dem präzisen und historisch-verbürgten Ablauf der Katastrophe verbunden. So erleben wir mit den beiden Protagonisten hautnah an verschiedenen Orten des Schiffes den Fortlauf des Untergangs und geraten buchstäblich in den Sog des Geschehens.

Prädikate der Superlative verdienen die Ausstattung des Schiffes, die trotz aller Dramatik nicht überbordende angemessene musikalischen Begleitung und eine herausragende Kamera-und-Schnitt-Technik und letztendlich auch die Special-Effects, ohne die der Film in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


  • 0
  • 0
Originaltitel Titanic
OV -
OmU -
Genre Drama
Filmpreis -
USA-Start 19.12.1997
Kinostart (D) 08.01.1998
Besucher (D) 17.992.095
Einspielergebnis (D) € 118.195.600
Bes. (EDI) 17.992.095
Bes. (FFA) 18.081.331
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Titanic
Regisseur James Cameron Künstlerporträt 782331 James Cameron / Global Green USA 7. Annual Pre-Oscar Celebration Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Leonardo DiCaprio Künstlerporträt 788074 DiCaprio, Leonardo / 66. Internationale Filmfestspiele von Cannes 2013 Jack Dawson © Kurt Krieger
Darsteller Kate Winslet Künstlerporträt 668885 Kate Winslet / 68. Internationale Filmfestspiele Venedig 2011 Rose DeWitt Bukater © Kurt Krieger
Darsteller Billy Zane Künstlerporträt 355775 Zane, Billy / 60. Filmfestival Cannes 2007 Cal Hockley © Kurt Krieger
Darsteller Kathy Bates Künstlerporträt 557446 Kathy Bates / Oscar 2010 / 82th Annual Academy Awards Molly Brown © Kurt Krieger
Darsteller Frances Fisher Ruth DeWitt Bukater
Darsteller Gloria Stuart Künstlerporträt 16335 VSDA 1998 / Gloria Stuart Old Rose © EMV
Darsteller Bill Paxton Künstlerporträt 249771 Paxton, Bill / Bill Paxton Brock Lovett © Kurt Krieger
Darsteller Bernard Hill Künstlerporträt 72515 Hill, Bernard Captain Smith © Kurt Krieger
Drehbuch James Cameron Künstlerporträt 782331 James Cameron / Global Green USA 7. Annual Pre-Oscar Celebration Drehbuch © Kurt Krieger
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
  • 0
  • 0
News & Stories zu Titanic
647 29.11.2012 0 James Cameron startet 2013 mit 'Avatar 2 und 3' James Cameron startet 2013 mit 'Avatar 2 und 3' James Cameron kündigte bei der Weltpremiere von "Der Hobbit" an, 2013 die Romanze zwischen Jake und Neytiri in "Avatar 2" und "Avatar 3" weiterzuspinnen. mehr ›
0 06.11.2003 0 Orlando Bloom wieder am Sandstrand Orlando Bloom wieder am Sandstrand Nach dem Piratenabenteuer "Fluch der Karibik" verschlägt es Orlando Bloom nun für den Thriller "Haven" erneut in die Südsee. mehr ›
0 14.09.2005 0 Lange, Spacek und Bates verstreuen Asche Lange, Spacek und Bates verstreuen Asche Hollywood-Schauspielerinnen Jessica Lange, Sissy Spacek und Kathy Bates verändern im Indpendent-Film "Bonneville" ihr Leben. mehr ›
1210 14.11.2014 0 So wurde Cumberbatch zu Alan Turing So wurde Cumberbatch zu Alan Turing Seine Leistung in "The Imitation Game" scheint Oscar-würdig. Doch eigentlich wollte Leonardo DiCaprio die Rolle. mehr ›
  • 0
  • 0
Reviews und Kommentare zu Titanic
Kommentare: 0
Haben Sie Ihren facebook-Account bereits mit kino.de verbunden?

Dann loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich mit einem Klick auf den Button!

Bitte melden Sie sich an, um eine Bewertung abzugeben

Loggen Sie sich bitte hier mit Ihrem facebook-Account ein. Wenn Sie noch keinen facebook-Account haben,
können sie sich mit einem Klick auf den Button auch neu registrieren.

Sie haben den Film bereits bewertet.

Wollen Sie an den Filmstart erinnert werden

Wir erinnern Sie gerne daran, wenn der Film im Kino anläuft, damit Sie ihn nicht verpassen

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

E-Mail Adresse