Engagierte deutsch-südafrikanische Koproduktion über einen Jungen aus einem verarmten südafrikanischen Dorf, dessen größter Wunsch es ist, in die Fußball-Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto26/10261297/b150x150.jpg Themba

Filmdetails

Themba

Engagierte deutsch-südafrikanische Koproduktion über einen Jungen aus einem verarmten südafrikanischen Dorf, dessen größter Wunsch es ist, in die Fußball-Nationalmannschaft aufgenommen zu werden.


Themba
Start: 05.08.2010

Drama

Deutschland/Südafrika 2010
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Junior Singo
Patrick Mofokeng
Emmanuel Soquinase

Regie: Stefanie Sycholt
Verleih: Alpha Medienkontor

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Inhalt

Thembas größter Traum ist es, es eines Tages in die südafrikanische Fußball-Nationalmannschaft zu schaffen. Doch trotz seines Talentes scheinen seinen Chancen nicht gerade gut zu stehen. Er wächst in einem Dorf auf, das nicht nur die Armut, sondern auch die Seuche Aids fest im Griff hat. Als die sorgende Mutter ihren Job verliert und ins ferne Kapstadt zieht, kommt für Themba und seine Schwester Nomtha neben dem schmerzhaften Abschied noch der Ärger über den angeblichen Verwandten Luthano hinzu, der sich um sie zu kümmern verspricht, aber fortan das Geld versäuft und Jahre später den heranwachsenden Jungen vergewaltigt. Als wenn das nicht schon genug des Übels wäre, ist Luthano auch noch HIV-positiv.


Kritik

Themba

Deutsch-südafrikanisches Jugenddrama unter anderem mit Jens Lehmann um einen fußballbegeisterten Jungen, der sich trotz HIV-Infektion für die Nationalelf empfiehlt.

Zur Fußball-WM 2006 in Deutschland erschien Lutz van Dijks Jugendbuch, das Aufklärungsarbeit in Sachen HIV und Aids leistete. Stammte das Vorwort dazu noch von Franz Beckenbauer, so adelt die Verfilmung, die kurz nach der WM 2010 in Südafrika in unsere Kinos gelangt, Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann. Er fungiert als Mäzen und Trainer John Jacobs des titelgebenden, hoffnungsvollen Jung-Kickers Themba (Emmanuel Soquinase). Doch für den Jungen ist es ein weiter, unwahrscheinlicher Weg in die Bafana-Bafana-Auswahl. Denn er liebt zwar Fußball über alles, doch in seinem kleinen südafrikanischen Provinzdorf auf Grashügeln direkt am Ozean regiert die Armut. Beeindruckenden Postkartenlandschaften stehen die Mittellosigkeit seiner vaterlosen Familie und die grassierende Seuche Aids gegenüber, die die Mutter des besten Freundes hinrafft, aber aus Scham verschwiegen und verdrängt wird. Als die sorgende Mutter ihren Job verliert und ins ferne Kapstadt zieht, kommt für Themba und seine Schwester Nomtha neben dem schmerzhaften Abschied noch der Ärger über den angeblichen Verwandten Luthano hinzu, der sich um sie zu kümmern verspricht, aber fortan das Geld versäuft und Jahre später den heranwachsenden Jungen vergewaltigt, weil der seine Schwester vor dessen Zugriff schützt. Neben den seelischen Folgen dieser Tat leidet Themba auch an den körperlichen, denn Luthano ist HIV-positiv.

Stefanie Sycholt rafft Kindheit und Jugend mit kleineren und größeren Zeitsprüngen zu einem bewegten Mix aus Sozialdrama, Coming-of-Age und Sportfilm, der sich mitunter etwas schwer tut, die Emotionen auszukosten, weil er sie im Eilverfahren durchläuft - der sexuelle Missbrauch und seine Folgen bleiben eine Marginalie, obwohl sie handlungsentscheidend sind. Der steinige Pfad vom Barfuß-Kicker eines zerstrittenen Loser-Teams bis zur exklusiven Profi-Equipe hat dennoch alles, was ein schwungvoll-erbaulicher Film benötigt. Thembas Kampf, sein Schweigen über die Infektion zu brechen, wird verschärft durch eine Odyssee der beiden Kinder zu ihrer Mutter, die sie nach Jahren todkrank in einem Slum auffinden und fortan um ihr Überleben bangen - denn auch sie wurde von Luthano angesteckt. Aber "Themba" (Xhosa für "Hoffnung") ist keine Tragödie, sondern nimmt sich der sozialen Probleme eines Kontinents an, ohne zu vergessen, dass der Traum vom Ball der Bälle befreit und Lebenslust pur bedeutet. Daraus erwächst ein realistisches Fußball-Märchen mit Message, das auch ganz ohne Vuvuzela-Schall für Laune sorgt. tk.

Themba

Darsteller:  Junior Singo   als Themba
  Patrick Mofokeng  
  Emmanuel Soquinase  
  Simphiwe Dana  
  Anelisa Phewa  
  Jens Lehmann   als Big John
  Melabantu Maxhama   als Sipho (jung)
 
Regie:  Stefanie Sycholt  
Drehbuch:  Stefanie Sycholt  
Produzent:  Michael Souvignier  
  Ica Souvignier  
  Josef Steinberger  
Koproduzent:  Brigid Olën  
  Marlow de Maardt  
Buchvorlage:  Lutz van Dijk  
Kamera:  Egon Werdin  
Schnitt:  Hansjörg Weißbrich  
Musik:  Annette Focks  
Produktionsdesign:  Egbert Kruger  
Kostüme:  Dianna Cilliers  
Maske:  Evelyn Gambe  
Ton:  Heiko Müller  
Casting:  Ana Feyder  

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