Cillian Murphy
Padraic Delaney
Liam Cunningham
Regie: Ken Loach
Verleih: Neue Visionen
1920, verroht vom 1. Weltkrieg, tritt das Britische Empire als brutale Besatzermacht in Nordirland auf. Als die Soldaten seinen Freund vor den Augen der Mutter totschlagen, schließt sich Medizinstudent Damien O'Donavan (Cillian Murphy) dem bewaffneten Widerstand an. An der Seite seines Bruders Teddy (Padraic Delaney) und des eloquenten Dan (Liam Cunningham) zieht er für die Irish Republican Army in den Partisanenkrieg, den die Briten mit Folter und Exekutionen beantworten. Eine Spirale der Gewalt kommt in Gang, die Damien vor ein moralisches Dilemma stellt, als er einen Jugendfreund hinrichten muss.
Für das ungeschminkte Geschichtsdrama erhielt Sozialfilmer Ken Loach ("Sweet Sixteen") in Cannes 2006 die Goldene Palme. Ihm gelang ein packendes und politisch aufschlussreiches Kino, das bis zum Ende der Gewalt führt.
Ausgezeichnet mit der "Goldenen Palme" von Cannes: Ken Loachs Meisterwerk über den irischen Unabhängigkeits-Kampf.
Irland, Anfang der 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts: Englische Truppen regieren mit Grausamkeit, randalieren und unterdrücken die Bevölkerung. Deswegen schließt sich der junge, idealistische Arzt Damien seinem militanten Bruder Teddy und der Widerstandgruppe Irish Republican Army (IRA) an, um gegen die Besatzer zu kämpfen.
Doch als Damien im Zuge der Guerilla-Einsätze seinen ältesten Freund als Verräter hinrichten muss, ist der Wendepunkt erreicht: Er durchbricht die Spirale der Gewalt und stellt sich gegen seinen Bruder.
Mit dem Griff zu den Waffen nimmt ein jahrzehntelanges Verhängnis seinen Lauf (Foto: Neue Visionen)
Voller Emotion und Spannung erzählt Regisseur Ken Loach vom Bürger- und Bruderkrieg, dessen Folgen bis in die Gegenwart reichen. Mit seinen sorgfältig komponierten Bildern entführt das Drama auf einen packenden Trip in die Geschichte und liefert ein erkenntnisreiches Gleichnis über die Entzweiung Irlands.
Einfach großartig ist in der Hauptrolle Cillian Murphy, der sich zuvor in "Batman Begins" als Scarecrow auch schon ums Blockbuster-Kino verdient gemacht hat. Für "The Wind that Shakes the Barley" gab es in Cannes verdientermaßen die "Goldene Palme".
| Darsteller: | Cillian Murphy | als Damien O'Donovan | |
|---|---|---|---|
| Padraic Delaney | als Teddy O'Donovan | ||
| Liam Cunningham | als Dan | ||
| Orla Fitzgerald | als Sinead | ||
| Mary Riordan | als Peggy | ||
| Mary Murphy | als Bernadette | ||
| Lawrence Barry | als Micheail | ||
| Regie: | Ken Loach | ||
| Drehbuch: | Paul Laverty | ||
| Produzent: | Rebecca O'Brien | ||
| Ausf. Produzent: | Andrew Lowe | ||
| Nigel Thomas | |||
| Ulrich Felsberg | |||
| Paul Trijbits | |||
| Kamera: | Barry Ackroyd | ||
| Schnitt: | Jonathan Morris | ||
| Musik: | George Fenton | ||
| Produktionsdesign: | Fergus Clegg | ||
| Kostüme: | Eimer Ni Mhaoldomhnaigh | ||
| Ton: | Ray Beckett | ||
Ob deutsche Highlights wie "Das Parfum", US-Perlen wie "Brokeback Mountain" oder Realsatire á la "Borat": Das Kinojahr 2006 hatte Einiges zu bieten.
Hollywoods große Blockbuster mussten auch erzählerisch zum Äußersten greifen anno 2006, um die hohen Erwartungen der Fans zu erfüllen und wirklich noch etwas Spannung aus ihren sattsam bekannten Szenarien zu kitzeln.
"Mission: Impossible III", "Casino Royale" und "Superman Returns" standen nicht allein in der Wahl extremer Mittel. Johnny Depp wurde am Schluss von "Fluch der Karibik 2" vom Wal verschluckt (da er jedoch auch im dritten Teil die Hauptfigur darstellt, darf davon ausgegangen werden, dass er überlebt), "X-Men 3" verabschiedete mit Patrick Stewart und Famke Janssen gleich zwei lang gediente Superhelden und "Poseidon" ging auch nicht zimperlich mit dem Leben seiner Protagonisten um.
Der Unberechenbare. Mit seinen flirrenden unruhigen Augen und der beherrschten Körpersprache ist der Ire Cillian Murphy ausgezeichneter...
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