Brillante Musik-Dokumentation von Wim Wenders, die die Lebensläufe und musikalischen Wurzeln dreier weltberühmter Blueskünstler verfolgt. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz19/z0419631/b150x150.jpg The Soul of a Man

Filmdetails

The Soul of a Man

Brillante Musik-Dokumentation von Wim Wenders, die die Lebensläufe und musikalischen Wurzeln dreier weltberühmter Blueskünstler verfolgt.


The Soul of a Man
Start: 06.05.2004

Dokumentarfilm

Deutschland/USA 2003
Laufzeit: 103 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Beck
T-Bone Burnett
Nick Cave

Regie: Wim Wenders
Verleih: Reverse Angle (Filmwelt)

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
ansturm

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lau

Inhalt

Drei (fast) vergessene Blues Men und ihre Geschichten. Blind Willie Johnson besang seine Platten in den 30er Jahren, als schwarze Künstler noch nicht als Stars ernst genommen und mit ein paar Dollars pro Session abgespeist wurden. Nicht jeder hatte wie Skip James das Glück, in den 60ern wiederentdeckt zu werden. Mancher starb tragisch wie JB Lenoir, der als schwarzer Tellerwäscher nach einem schweren Unfall schlicht die Behandlungskosten nicht wert war.

Vier Jahre nach "Buena Vista Social Club" portraitiert Regisseur Wim Wenders unter der Produktionsägide von Martin Scorsese drei Blueslegenden. Zu Gast sind u.a. Lou Reed, Vernon Reid, James "Blood" Ulmer, Los Lobos, T-Bone Burnett, Bonnie Raitt, The Jon Spencer Blues Explosion, Nick Cave und John Mayall.


Kritik

Brillante Musik-Dokumentation von Wim Wenders, die den Lebenslauf und die musikalischen Wurzeln dreier weltberühmter Blueskünstler verfolgt.

Großansicht Eagle Eye Cherry und James Blood Ulmer singen den Blues (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

Eagle Eye Cherry und James Blood Ulmer singen den Blues (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

Die Musik-Dokumentation folgt den Lebensläufen dreier Blueskünstler in einer Montage aus fiktionalen Filmsequenzen, Archivmaterial und aktuellen Coverversionen ihrer Songs von zeitgenössischen Kollegen.

So erfährt man vom Leben des 1902 geborenen Skip James, der in den 30ern ein wegweisendes Album aufnahm, aber nie einen Cent für seine Klassiker wie "Devil got my woman" erhielt.

Resigniert verschwand er von der Bildfläche, bis der "Delta Bluesman" 1964 in einem Krankenhaus wiederentdeckt wurde und bis zu seinem Tod 1969 den späten, aber verdienten Erfolg genoss.

Großansicht Cassandra Wilson interpretiert einen Blues-Klassiker (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

Cassandra Wilson interpretiert einen Blues-Klassiker (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

Blues im Blut

Weiter geht's zu J.B. Lenoir, der mit Titeln wie "Vietnam Blues" erstmals auch kontroverse politische Themen ansprach und ein breites Publikum begeisterte. Als er 1967 verstarb, hinterließ der exzentrisch gekleidete Bluesmann in Musikerkreisen eine große Trauergemeinde.

Der Dritte im Bunde ist der Straßenmusiker Blind Willie Johnson, der Ende der Zwanziger entgegen der gängigen Praxis sowohl als Gospel- als auch als Blues-Musiker auftrat. 1927 aufgenommene Songs wie "The Soul of a Man" zählen heute zu den Grundfesten des Gospel-Blues.

Großansicht Chris Thomas King als sein Idol Blind Willie Johnson (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

Chris Thomas King als sein Idol Blind Willie Johnson (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

7 Blues Brüder

Wim Wenders Hommage an den Blues ist einer der sieben Filme der Reihe "The Blues", für die Martin Scorsese als Produzent verantwortlich zeichnet und selbst einen Beitrag liefert. Scorsese beauftragte Charles Burnett, Mike Figgis, Marc Levin, Richard Pearce, Clint Eastwood und Wim Wenders, ihm Rahmen des "Year of the Blues 2003" ihre ganz persönliche Sicht auf den Mythos Blues darzulegen.

Laurence Fishburne fungiert in Wenders' Beitrag als Erzähler. Zusätzlich zu den Originalausschnitten erweisen hochkarätige Musiker vor der Kamera ihren Idolen die Reverenz. Wenn etwa Beck, Lou Reed oder Eagle Eye Cherry ihre Versionen der traditionsreichen Stücke zum Besten geben, springt viel von ihrer Leidenschaft auch auf Blues-Skeptiker über.

Zu denen zählte Herr Wenders jedoch noch nie, was er mit erheiternden, aus den wilden siebziger Jahren stammenden Bildern von sich selbst belegt. Ebenfalls für Lacher gut sind die Original-Ausschnitte einer unfassbar hölzernen schwedischen Dokumentation über J.B. Lenoir. So zeigt der Filmemacher trotz aller musikalischer Ernsthaftigkeit Humor und bringt mit "The Soul of a Man" einen wohltuenden Gegenentwurf zu Retorten-Pop und Instant-Stars in die Kinos.

The Soul of a Man

Darsteller:  Beck  
  T-Bone Burnett  
  Nick Cave  
  Shemekia Copeland  
  Eagle Eye Cherry  
  Garland Jeffreys  
  Chris Thomas King  
  Los Lobos  
  Bonnie Raitt  
  Marc Ribot  
  Lou Reed  
  Vernon Reid  
  The Jon Spencer Blues Explosion  
  James "Blood" Ulmer  
  Lucinda Williams  
  Cassandra Wilson  
  Alvin Youngblood Hart  
  J.B. Lenoir  
  Skip James  
  Cream  
  John Mayall  
  Keith B. Brown  
 
Regie:  Wim Wenders  
Drehbuch:  Wim Wenders  
Produzent:  Margaret Bodde  
  Alex Gibney  
Koproduzent:  Richard Hutton  
Ausf. Produzent:  Martin Scorsese  
  Ulrich Felsberg  
  Jody Patton  
  Paul G. Allen  
Kamera:  Lisa Rinzler  
Schnitt:  Mathilde Bonnefoy  
Produktionsdesign:  Liba Daniels  

Star

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