Drama http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg The Quiet Room

Filmdetails

The Quiet Room


So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Aus Protest gegen die lautstarken Streitigkeiten ihrer Eltern und aus Angst vor deren Trennung beschließt ein kleines Mädchen, nicht mehr zu sprechen. Im Geiste freilich antwortet sie auf Fragen, und ihre Kommentare zum für sie unverständlich bleibenden Benehmen der Erwachsenen machen die verheerende Wirkung einer zerbrechenden Ehe auf die Psyche eines Kindes deutlich.


Kritik

Mit einem minimalistischen Konzept gelingt dem australischen Filmemacher Rolf de Heer ein ebenso dramatischer wie anrührender Ausflug in die Gedankenwelt eines siebenjährigen Mädchens, das unter den Eheproblemen ihrer Eltern leidet.

De Heer erzählt seinen Film vollständig aus der Perspektive des kleinen, namenlos bleibenden Mädchens (Chloe Ferguson), das sich entschlossen hat, nicht mehr zu sprechen, weil aus ihrer Sicht alles Leid um sie herum aus den wortreichen Streitigkeiten ihrer Eltern (Celine O'Leary und Paul Blackwell) entspringt. Die Kleine ist dennoch nicht stumm: auf Anreden antwortet sie im Geiste, aus dem Off. Wir sehen durch die Augen des Mädchens, hören mit ihren Ohren und tauchen mit ihren zu sich selbst gesprochenen Kommentaren ein in ihre Erlebenswelt. De Heer bedient sich dabei eines simplen Tricks, der die Wirkung des Films enorm verstärkt: Indem er die Erfahrungen seiner (erwachsenen) Zuschauer schweigend zu denen seiner kleinen Hauptdarstellerin addiert, begreifen wir einerseits die Zusammenhänge, die dem Mädchen verschlossen bleiben, und sehen sie zugleich in einem ganz neuen, erschreckenden Licht. Die Kleine sehnt sich nach der Zeit zurück, in der sich ihre Eltern noch liebhatten. Jede schnippische Antwort, jedes laute Wort zwischen ihnen stürzt sie aufs neue in dunkle Abgründe der Angst vor dem Verlust ihrer Familie. Dabei begräbt sich de Heer nie unter der Zentnerlast eines Problemfilms. Im liebenswürdigen Spiel des Mädchens schlägt er ebenso heitere Töne an, wie er im nächsten Moment effektvoll das kindliche Grauen einer bevorstehenden Scheidung der Eltern beschwört. Daß "The Quiet Room" mit einem schönen Happy End schließt, mildert den nachdrücklich ernsten Ton des Films keineswegs. Das pausbäckige, ausdrucksstarke Gesicht von Chloe Ferguson füllt die meiste Zeit die Leinwand, während ihre eingesprochenen Gedanken sich darauf emotional widerspiegeln. Indem er den räumlichen Rahmen der Handlung extrem übersichtlich hält und etwa ihr Kinderzimmer in leuchtenden Primärfarben filmt, verleiht de Heer dem Einblick in die Welt einer Siebenjährigen zusätzlich Dimension. Selten zuvor war ein "Kinderfilm" zu sehen, der das Drama des Kindseins so erschütternd und gleichzeitig optimistisch zeichnete. evo.

The Quiet Room

Darsteller:  Celine O'Leary  
  Paul Blackwell  
  Chloe Ferguson  
  Phoebe Ferguson  
 
Regie:  Rolf de Heer  
Drehbuch:  Rolf de Heer  
Produzent:  Domenico Procacci  
  Rolf de Heer  
Kamera:  Tony Clark  
Schnitt:  Tania Nehme  
Musik:  Graham Tardif  

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.