Komödie http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz39/z0239257/b150x150.jpg The Power of Love

Filmdetails

The Power of Love


The Power of Love
Start: 09.11.1995

Originaltitel: Something to Talk About

Komödie

USA 1995
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Julia Roberts
Dennis Quaid
Robert Duvall

Regie: Lasse Hallström
Verleih: Warner

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Grace führt mit ihrem erfolgreichen Ehemann Eddie und ihrer Tochter ein geregeltes Leben. Die Familienidylle findet ein jähes Ende, als sie ihren Eddie in inniger Umarmung mit einer Blondine erspäht. Nach einer lautstarken Szene flieht sie zu ihrer Familie aufs Land, die natürlich nicht mit Ratschlägen spart. Schon bald kommt Eddie angekrochen und es gibt einiges, worüber die beiden reden müssen.


Kritik

The Power of Love

Nach "Die Akte" und "I Love Trouble" war es wieder etwas still geworden um Julia Roberts - Schlagzeilen beschränkten sich vorrangig auf ihr Privatleben. Nun sorgt die "Pretty Woman" für neuen Gesprächsstoff mit "The Power of Love", einer charmanten Problemkomödie um Ehebruch und weibliche Identitätsdefinierung im Südstaaten-Milieu. Es ist die erste deutliche Mainstream-Arbeit mit Starbesetzung für den schwedischen Regisseur Lasse Hallström, der zuletzt mit seiner Offbeat-Komödie "Gilbert Grape" für volle Kinos sorgte. Er stützt sich auf das feministisch angehauchte Drehbuch von "Thelma & Louise"-Autorin Callie Khouri, das insofern Parallelen zu Ridley Scotts Geniestreich von 1991 aufweist, als die weibliche Protagonistin die Kontrolle über ihr Leben in die eigenen Hände nimmt und sich von patriarchalischer Bevormundung und konventionellen Gesellschaftszwängen löst. Die leicht neurotische Grace (Roberts) führt mit ihrem liebevollen, erfolgreichen Ehemann (Dennis Quaid) und ihrer reizenden Tochter (Halley Aull) ein geregeltes Leben. Die scheinbare Familienidylle findet ein jähes Ende, als sie ihren Eddie in enger Umarmung mit einer Blondine erspäht. Erzürnt liefert sie ihm auf offener Straße im Nachtgewand eine lautstarke Szene und kehrt nach Hause zu ihren wohlhabenden Pferdezüchter-Eltern zurück. Ihr autoritärer Daddy Wyly (trocken-humorig: Robert Duvall) ist davon wenig begeistert, doch ihre scharfzüngige Schwester Emma Rae (Kyra Sedgwick stiehlt mit ihren zynisch-treffenden Onelinern jede Szene) stellt sich loyal auf ihre Seite. Natürlich kommt Eddie nach kürzester Zeit angekrochen, doch Grace wird klar, daß sie sich von ihrem Leben mehr erhofft, als einfach nur Ehefrau zu sein, deren größte Ambitionen sich im lokalen Wohltätigkeitsverein entfalten. Bei einer ehrlichen Aussprache zwischen Grace und Eddie über ihre jeweiligen Fehler erreicht der Dialog eine ergreifende Tiefe, nur um von einer slapstickartigen Erbrechenssequenz abgewürgt zu werden. Trotz einer romantischen Alternative in Gestalt eines attraktiven Pferdetrainers nimmt die amüsante Story ein vorhersehbares Ende. Julia Roberts glänzt in dieser Rolle wie selten, denn ihre Performance wirkt nicht wie so oft zuvor überzogen und mitleiderheischend, sondern balanciert und präzis. Ihr komödiantisches Timing könnte kaum besser sein. Die technisch grundsolide Inszenierung wurde mit einem stimmigen Bluegrass-Soundtrack unterlegt, um das schwüle Südstaaten-Flair zu untermalen. Regisseur Hallström verliert zwar gegen Ende mit einer deplaziert wirkenden Reitturnier- Sequenz den dramaturgischen Faden, doch das wird der Zugkraft der romantisch- nachdenklichen Beziehungkomödie mit Rache-Twist beim vorwiegend weiblichen Zielpublikum kaum einen Abbruch tun. ara.

The Power of Love

Darsteller:  Julia Roberts   als Grace King Bichon
  Dennis Quaid   als Eddie Bichon
  Robert Duvall   als Wyly King
  Gena Rowlands   als Georgia King
  Kyra Sedgwick   als Emma Rae King
  Brett Cullen   als Jamie Johnson
  Haley Aull   als Caroline "Doodlebug" Bichon
  Muse Watson   als Hank Corrigan
  Anne Shropshire   als Tante Rae
 
Regie:  Lasse Hallström  
Drehbuch:  Callie Khouri  
Produzent:  Anthea Sylbert  
  Paula Weinstein  
Ausf. Produzent:  Goldie Hawn  
Kamera:  Sven Nykvist  
Musik:  Hans Zimmer  
  Graham Preskett  

Auf zu neuen Ufern

Küsst am Set jetzt auch Männer: Dennis Quaid

Küsst am Set jetzt auch Männer: Dennis Quaid

Hollywood-Star Dennis Quaid in einer homosexuellen Liebesszene ist zugegebener Maßen nur schwer vorstellbar. Bisher war der smarte Amerikaner eher auf die Rolle des Frauenverführers ("The Power of Love") oder des Sporthelden ("An jedem verdammten Sonntag") aboniert.

In dem Drama "Far From Heaven" spielt er einen Homosexuellen, der im Amerika der 50ger Jahre wegen seiner Neigung von der Gesellschaft geschnitten wird. Natürlich gehören bei einem solchen Filmstoff Liebeszenen mit Männer zum Drehbuch.

Quaid gab vor Drehbeginn zu, dass es ihm ein etwas mulmiges Gefühl in der Magengrube bereite, einen anderen Mann zu küssen. Dann kam aber alles anderes.

Der Star aus "Dragonheart" spielte die Sexszene so aggressiv, dass Regisseur Todd Haynes einschreiten und den Take abbrechen musste. Haynes sagte:

"Als die Klappe fiel, stürzte er sich auf seinen Filmpartner wie ein wildes Tier. Ich wollte aber eine ruhige, romantische Sexszene. Einen echten Hollywood-Kuss eben. Wir mussten den Take noch einige Male wiederhohlen, bis Dennis ruhiger wurde."

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