Originaltitel: The Italian Job
USA 2003
Mark Wahlberg
Charlize Theron
Edward Norton
Regie: F. Gary Gray
Verleih: Concorde
Gentleman-Gauner Charlie Croker (Mark Wahlberg) und seine Bande, bestehend aus Maulwurf Steve (Edward Norton), Hacker Lyle (Seth Green), Fahrer Rob (Jason Statham), Feuerwerker Left Ear (Mos Def) und Tresorknacker-Veteran Bridger (Donald Sutherland), rauben 35 Mio. Dollar in Goldbarren aus einem venezianischen Palazzo. Dann aber dreht Steve den Kollegen eine lange Nase und verschwindet nach Kalifornien, die Beute im privaten Sicherheitsbunker deponierend. Doch so leicht lässt sich Crokers Gang nicht abschütteln.
Actionspezialist Gary Gray knöpft sich den dreißig Jahre alten Raubzug-Klassiker "Charlie staubt Millionen ab" vor. In den Fußstapfen Michael Caines sorgt Mark Wahlberg ein weiteres mal nach "Three Kings" für einen Actionspaß der Extraklasse.
Safeknacken im dritten Jahrtausend: Mit viel Phantasie, ein wenig High-Tech und kultigen Autos landet ein Räuberteam den großen Coup.
Mark Wahlberg, Charlize Theron und Jason Statham erleben eine Überraschung der unliebsamen Art (Foto: Concorde)
Jedes Kinojahr hat seine Überraschungserfolge. 2003 gehört "Italian Job" dazu. Über 100 Millionen Dollar spielte der Diebes-Thriller allein in den USA ein - ohne Superstars und Effektorgien.
Doch dieses Resultat verblüfft nur auf den ersten Blick. Denn Regisseur F. Gary Gray ("Verhandlungssache") setzt auf die hohen Tugenden des Kinoerzählens.
Dazu gehört vor allem eine clever konstruierte Handlung: Bei einem spektakulären Einbruch erbeutet ein Team von Safeknackern eine Ladung Gold aus einem venezianischen Palazzo. Kaum hat sich der Zuschauer von einer Verfolgungsjagd durch die Lagunenstadt erholt, schlägt die Handlung eine neue Volte.
Einer der Räuber verübt einen Anschlag auf seine Komplizen und macht sich mit der Beute nach Los Angeles davon. Doch die Überlebenden hecken einen genialen Plan aus, um sich die Millionen zurückzuholen.
Allerdings: Ein solches Szenario funktioniert nur mit einem Ensemble attraktiver Figuren. Das lehren schon die Klassiker des Genres, ob "Topkapi" oder "Rififi". Deshalb holte sich Regisseur Gray zwei Generationen von Hollywoods Top-Darstellern.
Die stehen zugleich für verschiedene Schauspielstile: Edward Norton ("Fight Club") fügt seinem Rollen-Repertoire eine schmierig-wieselige Variante hinzu, Altmeister Donald Sutherland ("M.A.S.H.") zeigt als Seniorgangster sein souveränes Charisma und Seth Green ("Austin Powers") sorgt in der Rolle eines komplexgeplagten Hackers für komische Erleichterung.
Coolness garantiert Mark Wahlberg ("Planet der Affen"), während Charlize Theron ("Gottes Werk und Teufels Beitrag") als schöne Einbrecherin die Nachfolge einer Grace Kelly anzutreten sucht. Einer der Stars des Films besteht freilich aus Blech und Gummi. Für ihren Coup löst die Gang einen Massenstau aus und flieht in wendigen Minis.
Weil diese Idee aus einer gleichnamigen englischen Gaunerkomödie stammt, ist "Italian Job" offiziell ein Remake. Und das ist der letzte Grund für den Erfolg der Diebesgeschichte: Besser gut geklaut, als schlecht erfunden.
| Darsteller: | Mark Wahlberg | als Charlie Croker | |
|---|---|---|---|
| Charlize Theron | als Stella Bridger | ||
| Edward Norton | als Steve Frezelli | ||
| Seth Green | als Lyle | ||
| Jason Statham | als Handsome Rob | ||
| Mos Def | als Left-Ear | ||
| Franky G. | als Wrench | ||
| Donald Sutherland | als John Bridger | ||
| Pete Gawtti | als Skinny | ||
| Olek Krupa | als Mashkov | ||
| Regie: | F. Gary Gray | ||
| Drehbuch: | Neal Purvis | ||
| Robert Wade | |||
| Donna Powers | |||
| Wayne Powers | |||
| Produzent: | Donald DeLine | ||
| Ausf. Produzent: | Eric Fellner | ||
| Tim Bevan | |||
| James Dyer | |||
| Wendy Japhet | |||
| Kamera: | Wally Pfister | ||
| Schnitt: | Richard Francis-Bruce | ||
| Christopher Rouse | |||
| Musik: | John Powell | ||
| Produktionsdesign: | Charles Wood | ||
| Doug Meerdink | |||
| Mark Zuelzke | |||
| Kostüme: | Mark Bridges | ||
| Ton: | Douglas B. Arnold | ||
| Casting: | Sheila Jaffe | ||
Von manchen Kleidungsstücken kann frau sich einfach nicht trennen.
Diese Erfahrung machte jetzt auch Oscar-Gewinnerin Charlize Theron: Sie wollte einen Büstenhalter, den sie in dem Drama "Monster" getragen hatte, versteigern. Bei der Auktion bot die Schauspielerin dann plötzlich selber mit.
"Ich finde mich in diesem BH einfach super sexy", gab die Blondine zu. Anlass der Versteigerung von mehreren Film-Andenken war eine Charity-Veranstaltung in Hollywood, zu der Theron eingeladen hatte. Gäste waren unter anderem ihr Lebensgefährte Stuart Townsend, "Ray"-Darsteller Jamie Foxx, It-Girl Nicole Richie und Shooting-Star Lindsay Lohan.
Bei der Veranstaltung wurde Geld für ihre Wohltätigkeitsorganisation African Outreach gesammelt. Charlize fiel es daher nicht schwer, den BH an einen höher bietenden Fan abzutreten, da der Erlös vor allem Kindern in ihrer Heimat Südafrika zu Gute kommen soll. Denn die 30-Jährige fühlt sich dem Land nach wie vor sehr verbunden, obwohl sich ihr Wohnsitz seit Jahren in Los Angeles befindet.
In ihrem nächsten Filmprojekt verschlägt es die Südafrikanerin nach Brasilien. Dort dreht sie "The Brazilian Job", das Sequel zu dem erfolgreichen Action-Thriller "The Italian Job". Ebenfalls noch für dieses Jahr ist die Realisierung von "The Ice at the Bottom of the World" geplant, nachdem sich Therons Wunschkandidat Alan Parker ("Mississippi Burning") bereit erklärt hat, den Film zu inszenieren.
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