Packendes Drama von und mit George Clooney über ein sich für unfehlbar haltendes politisches Wunderkind (Ryan Gosling), das hinter den Kulissen des Wahlkampfes fürs US-Präsidentenamt die Strippen zieht. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto45/11450192/b150x150.jpg The Ides of March - Tage des Verrats

Filmdetails

The Ides of March - Tage des Verrats

Packendes Drama von und mit George Clooney über ein sich für unfehlbar haltendes politisches Wunderkind (Ryan Gosling), das hinter den Kulissen des Wahlkampfes fürs US-Präsidentenamt die Strippen zieht.


The Ides of March - Tage des Verrats
Start: 22.12.2011

Originaltitel: The Ides of March

Drama / Thriller

USA 2011
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Ryan Gosling
George Clooney
Evan Rachel Wood

Regie: George Clooney
Verleih: Tobis

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Inhalt

Stephen Myers, Berater der demokratischen Präsidentschaftshoffnung Morris, gilt in jungen Jahren schon als politisches Wunderkind, der für jedes Problem einen genialen Dreh kennt und sich für keinen schmutzigen Trick zu schade ist. Zunehmend hält Myers sich für unfehlbar. Er trifft sich mit dem Wahlkampfchef des anderen Lagers und lässt sich auf sexuelle Eskapaden ein. Er ahnt nicht, dass hinter seinem Rücken längst intrigiert und an seinem Untergang gearbeitet wird.


Kritik

The Ides of March - Tage des Verrats

Politisch, packend und provozierend: George Clooney entlarvt in seiner vierten Regiearbeit Zynismus und Skrupellosigkeit eines amerikanischen Präsidentschaftskandidaten

Der perfekte Eröffnungsfilm nach Maß für die 68. Mostra. Italien-Liebhaber George Clooney und einer der Lieblinge des Festivals kann nicht von der Politik im weitesten Sinne lassen. Leichter zugänglich als "Good Night and Good Luck" entwirft er in "The Ides of March" in Assoziation an die Jahreszeit, in der Brutus seinen Ziehvater Cäsar verriet, ein Panoptikum des Vorwahlkampfes in den USA, der einen seiner Höhepunkte in Ohio findet.

Clooney ist der charmante demokratische Kandidat, der seine Anhänger durch Integrität mitreißt. Er will ein neues Amerika, ein besseres Amerika und eine Regierung, die sich für alle verantwortlich fühlt, nicht nur für die Reichen, sondern auch die sozial Schwachen - fast O-Ton Obama. Als Gouverneur Mike Morris steht er für Gerechtigkeit und Moral. Nur ist er nicht der erste, der Wasser predigt und Wein trinkt. Sein junger und idealistisch gesonnener Pressechef unterstützt ihn und kämpft für den Sieg seines Idols. Bis er eine Affäre mit einer 20jährigen Praktikantin beginnt und merkt, dass er nicht der Einzige ist und in ein gefährliches Netz aus Lüge, Korruption und Skrupellosigkeit gerät, aus Ehrgeiz in die Falle des Gegners tappt.

Star des bis in die letzte Nebenrolle brillant besetzte Dramas ist der Kanadier Ryan Gosling, der als enttäuschter Idealist am Ende eiskalt seinen Weg geht und seine Karriere vorantreibt, seinen Gegenspieler Philip Seymour Hoffman ausbootet und bar jeglicher Illusion wahrscheinlich so wird wie die anderen. Nach Beau Willimons Theaterstück "Farragut North" inszeniert Clooney Politik als schmutziges Geschäft und den Sieg von Zynismus über Moral stilsicher, wenn auch etwas konventionell und mit kraftvollen und eindringlichen Bildern, wirft Fragen auf, ohne sie beantworten zu wollen und verkörpert den janusköpfigen Mann mit Verve. Zwischen dem charismatischen Bewerber mit netter Ehefrau an seiner Seite und dem machtgierigen Demokraten, der im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht, liegt oft nur ein Wimpernschlag. Eigentlich war der Film, dem man das geringe Budget von zwölf Mio. Dollar nicht ansieht, schon für 2007 geplant. Aber ein Start kurz nach Obamas Wahl wäre wohl prekär gewesen. Für den kommenden US-Wahlkampf kommt "The Ides of March" aber genau richtig.

mk.

The Ides of March - Tage des Verrats

Darsteller:  Ryan Gosling   als Stephen Myers
  George Clooney   als Mike Morris
  Evan Rachel Wood   als Molly Stearns
  Marisa Tomei   als Ida Horowicz
  Philip Seymour Hoffman   als Paul Zara
  Paul Giamatti   als Tom Duffy
  Jeffrey Wright   als Senator Thompson
  Max Minghella   als Ben Harper
 
Regie:  George Clooney  
Drehbuch:  George Clooney  
  Grant Heslov  
Produzent:  George Clooney  
  Grant Heslov  
  Brian Oliver  
Ausf. Produzent:  Leonardo DiCaprio  
  Barbara A. Hall  
  Stephen Pevner  
  Nigel Sinclair  
  Guy East  
  Todd Thompson  
  Jennifer Davisson Killoran  
  Nina Wolarsky  
Buchvorlage:  Beau Willimon  
Kamera:  Phedon Papamichael  
Schnitt:  Stephen Mirrione  
Musik:  Alexandre Desplat  
Produktionsdesign:  Chris Cornwell  
Kostüme:  Louise Frogley  
Ton:  Elmo Weber  
Casting:  Ellen Chenoweth  

George Clooney kann nicht schlafen

Auch Stacy Keibler kann George Clooney des Nachts nicht trösten.

Großansicht Unglückliche Momente kennt auch George Clooney (Foto: Kurt Krieger)

Unglückliche Momente kennt auch George Clooney (Foto: Kurt Krieger)

Vor einigen Tagen erst gab George Clooney zu, ein kleines Alkoholproblem zu haben. Jetzt erzählt der Star aus "The Descendants" und "The Ides of March - Tage des Verrats", dass er auch unter Schlafstörungen und hin und wieder unter Einsamkeitsanfällen leide: "Ohne Frage, ich wache jede Nacht mindestens fünfmal auf", beklagt sich Clooney. "Dann schalte ich den Fernseher an, fange an nachzudenken und kann nicht mehr einschlafen".

Neben schlaflosen Nächten kennt sich George Clooney auch mit verlassenen Momenten aus: "Wer behauptet, dass er sich noch nie allein gefühlt hat, lügt meiner Meinung nach", so Clooney. "Am einsamsten ist man in öffentlichen Räumen. Da endest du in der kleinst-möglichen Ecke, nur, damit du Abstand zu den anderen hältst."

Auch George Clooney kennt echten Herzschmerz

Das Alleinsein habe George Clooney dabei vor allem bei seinen vielen verkorksten Beziehungen gepackt: "Da ist die Isolation am größten", so Clooney.

Richtig schmerzhaft sei es dann geworden, als er versuchte, eine große Liebe zurückzuerobern. "Ich kenne das Gefühl, etwas zu verlieren. Manchmal war es eine Überraschung und manchmal habe ich es kommen sehen. Aber am schlimmsten war es, als ich versuchte, eine bestimmte Frau zurückzugewinnen. Blöde Fehler machen wir eben alle mal."

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Ryan Gosling

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George Clooney

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