Tom Hanks
Michael Clarke Duncan
David Morse
Regie: Frank Darabont
Verleih: UIP
Die grüne Meile, die ihren Namen dem limonenfarbenen Boden zu verdanken hat, führt die Insassen der Todeszellen im Cold Mountain Gefängnis direkt zum elektrischen Stuhl. Unter den Wachbefohlenen von Aufseher Edgecomb (Tom Hanks) und seinen Kollegen befindet sich auch der hünenhafte, kindliche Coffey (Michael Clarke Duncan), der zwei weiße Mädchen vergewaltigt und ermordet haben soll und über wundersame Heilkräfte verfügt.
Mit einer erneuten Stephen King-Adaption nach "Die Verurteilten" meldete sich Frank Darabont nach fünfjähriger Regiepause zurück. Obwohl der Horrorkönig die Vorlage liefert, entpuppt sich "The Green Mile" als großes, manchmal märchenhaftes Gefühlskino und ist ganz auf Atmosphäre und seinen exquisiten Hauptdarsteller Tom Hanks ausgerichtet.
Großes, märchenhaftes Gefühlskino nach Stephen King um einen zum Tode Verurteilten mit Heilkräften.
Die USA leidet 1935 unter den Auswirkungen der großen Depression. Zu dieser Zeit leitet der gutherzige Paul Edgecombe gemeinsam mit einem Team eingespielter Kollegen im Cold-Mountain-Gefängnis den Todeszellenblock.
Eines Tages wird ein Schwarzer namens John Coffey - ein Berg von einem Mann - wegen angeblicher Vergewaltigung und Ermordung zweier kleiner Mädchen eingeliefert.
John, der sich im Dunkeln fürchtet, ist in Wirklichkeit aber ein sanftmütiger Riese, der, wie sich bald herausstellt, übernatürliche Fähigkeiten besitzt.
Wie schon "Die Verurteilten" spielt auch Frank Darabonts neuer Spielfilm hinter Gittern und basiert auf einer Vorlage von Stephen King. Wer wegen dieses Namens einen Schocker erwartet, wird überrascht sein. "The Green Mile" - der Titel bezieht sich auf den grünen Bodenbelag des Todestrakts - ist vielmehr eine überzeugende Studie über menschliche Würde und moralische Werte.
Getragen von einem vorzüglichen Darsteller-Ensemble um Tom Hanks, technisch makellos umgesetzt und mit einigen wenigen, dafür sehr gelungenen Spezialeffekten versehen, trifft dieses Gefängnis-Drama sein Publikum mitten ins Herz.
| Darsteller: | Tom Hanks | als Paul Edgecomb | |
|---|---|---|---|
| Michael Clarke Duncan | als John Coffey | ||
| David Morse | als Brutus "Brutal" Howell | ||
| Bonnie Hunt | als Jan Edgecomb | ||
| James Cromwell | als Hal Moores | ||
| Michael Jeter | als Eduard Delacroix | ||
| Graham Greene | als Arlen Bitterbuck | ||
| Doug Hutchison | als Percy Wetmore | ||
| Sam Rockwell | als William "Wild Bill" Wharton | ||
| Barry Pepper | als Dean Stanton | ||
| Jeffrey DeMunn | als Harry Terwilliger | ||
| Patricia Clarkson | als Melinda Moores | ||
| Harry Dean Stanton | als Toot-Toot | ||
| Dabbs Greer | als Old Paul Edgecomb | ||
| Eve Brent | als Elaine Connelly | ||
| William Sadler | als Klaus Detterick | ||
| Gary Sinise | als Burt Hammersmith | ||
| Regie: | Frank Darabont | ||
| Drehbuch: | Frank Darabont | ||
| Produzent: | Frank Darabont | ||
| David Valdes | |||
| Buchvorlage: | Stephen King | ||
| Kamera: | David Tattersall | ||
| Schnitt: | Richard Francis-Bruce | ||
| Musik: | Thomas Newman | ||
| Produktionsdesign: | Terence Marsh | ||
| William Cruse | |||
Sie sind zum Tode verurteilt, ob schuldig oder nicht. Ihren letzten Weg zum Vollstreckungsraum müssen sie jedoch nicht alleine beschreiten.
Frank Darabonts Verfilmung von Stephen Kings Bestseller "The Green Mile" liefert zwar harte Kost, doch rührt das übersinnliche Drama auch zu Tränen. Als der Film am 10. Dezember 1999 in den amerikanischen Kinos startete, wurde im Publikum vor Mitgefühl und Rührung so manches Taschentuch gezückt.
Die Geschichte um Todestrakt-Aufseher Paul Edgecomb und die Insassen des Gefängnisses erreichte, was zuvor kaum eine anderer Stephen-King-Film geschafft hat: Millionenumsätze an den Kinokassen und vier Oscar-Nominierungen. Eine davon erhielt Michael Clarke Duncan, der als geistig zurück gebliebener Riese John Coffey Tom Hanks mit seinen heilenden Kräften in Staunen versetzte.
Als die beiden Darsteller die Szene drehen sollten, in der Coffey dem Gefängniswärter in den Schritt greift, um ihn von einer Blasenentzündung zu heilen, streikte Michael Clarke Duncan, weil ihm der Griff in Tom Hanks' Intimbereich zu unangenehm war. Hanks steckte sich daraufhin eine leere Wasserflasche in die Hose, und Duncan konnte bedenkenlos zupacken.
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