Romantischer Thriller aus dem Nachkriegsberlin, in dem ein amerikanischer Kriegskorrespondent und seine ehemalige Geliebte in einen Mordfall verwickelt werden. http://images.kino.de/flbilder/max07/mbiz07/mbiz02/z0702513/b150x150.jpg The Good German

Filmdetails

The Good German

Romantischer Thriller aus dem Nachkriegsberlin, in dem ein amerikanischer Kriegskorrespondent und seine ehemalige Geliebte in einen Mordfall verwickelt werden.


The Good German
Start: 01.03.2007

Thriller / Drama

USA 2006
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12 Jahre

George Clooney
Cate Blanchett
Tobey Maguire

Regie: Steven Soderbergh
Verleih: Warner

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Kurz nach Kriegsende 1945 soll der amerikanische Militärkorrespondent Jake Geismer (George Clooney) über die Potsdamer Konferenz in Berlin berichten. Mit Fahrer Tully (Tobey Maguire) im Schlepptau sucht er aber auch nach seiner Ex-Geliebten Lena Brandt (Cate Blanchett), deren untergetauchter Mann Emil (Christian Oliver) von den Besatzungsmächten gesucht wird. Ein Mordfall bringt alle Beteiligten schnell in Lebensgefahr. Denn Colonel Muller (Beau Bridges) und andere Alliierte wollen das Verbrechen vertuschen.

In Schwarzweiß gedrehter romantischer Thriller im ausgebombten Berlin, mit dem Steven Soderbergh ("Ocean's Eleven") Graham-Greene-Terrain betritt. Sein Lieblingsstar George Clooney gerät zwischen Schwarzmarkt, Mordmystery und Spionage in die Schusslinie.


Kritik

Romantischer Thriller aus dem Nachkriegsberlin, in dem ein amerikanischer Kriegskorrespondent und seine ehemalige Geliebte in einen Mordfall verwickelt werden.

Großansicht Jake Geismar macht eine böse Entdeckung (Foto: Warner)

Jake Geismar macht eine böse Entdeckung (Foto: Warner)

Im Berlin der Nachkriegszeit soll der US-Kriegskorrespondent Jake Geismar (George Clooney) über die Potsdamer Konferenz berichten. Tatsächlich will er aber Kontakt mit seiner ehemaligen Geliebten Lena Brandt (Cate Blanchett) aufnehmen, deren untergetauchter Ehemann von der amerikanischen und der russischen Armee gesucht wird.

Schnell wird Geismar jedoch in einen Mordfall verwickelt, den die Alliierten zu vertuschen versuchen und der alle Beteiligten in Lebensgefahr bringt.

Mit seiner Verfilmung des Bestsellers "In den Ruinen von Berlin" von Joseph Kanon versucht sich Steven Soderbergh nach seinem Experiment "Bubble" wieder an einem großen Mainstream-Film.

Großansicht Nach Jahren stehen sich Lena und Jake wieder gegenüber (Foto: Warner)

Nach Jahren stehen sich Lena und Jake wieder gegenüber (Foto: Warner)

Immer wieder Clooney

Im Mittelpunkt des mit epischem Atem erzählten romantischen Thrillers, der auch einem Graham Greene gut zu Gesicht gestanden hätte, steht Soderberghs Lieblingsschauspieler George Clooney, der zum fünften Mal für den Regisseur vor der Kamera steht.

The Good German

Darsteller:  George Clooney   als Jake Geismar
  Cate Blanchett   als Lena Brandt
  Tobey Maguire   als Tully
  Beau Bridges   als Müller
  Tony Curran   als Danny
  Leland Orser   als Bernie Teitel
  Jack Thompson   als Abgeordneter Breimer
  Robin Weigert   als Hannelore
  Ravil Isyanov   als General Sikorsky
 
Regie:  Steven Soderbergh  
Drehbuch:  Paul Attanasio  
Produzent:  Steven Soderbergh  
  George Clooney  
  Ben Cosgrove  
  Gregory Jacobs  
Koproduzent:  Frederic W. Brost  
Ausf. Produzent:  Benjamin Waisbren  
Buchvorlage:  Joseph Kanon  
Kamera:  Peter Andrews  
Schnitt:  Mary Ann Bernard  
Musik:  Thomas Newman  
Produktionsdesign:  Philip J. Messina  
Kostüme:  Louise Frogley  
Ton:  Paul Ledford  
Casting:  Debra Zane  

De Niro und Eastwood in Siegerpose

Es ist schon bitter, wenn Berlinale-Liebling Steven Soderbergh neben Superstar Kate Blanchett auch seinen neuen Film "The Good German" mit an die Spree bringt - und der dann von den Kritikern ausgepfiffen wird...

Großansicht Zwei Ikonen beehren Berlin: Robert De Niro und Clint Eastwood (Foto: Kurt Krieger)

Zwei Ikonen beehren Berlin: Robert De Niro und Clint Eastwood (Foto: Kurt Krieger)

Dabei lief doch "The Good German", ein Nachkriegs-Schwarzweiß-Thriller als Hommage an Klassiker wie "Der dritte Mann" oder "Casablanca" schon in den USA so schlecht. Rückendeckung gab ihm ein Journalist aus Skandinavien: "Sie machen immer so gute Filme. Wie bekommen Sie das Geld dafür zusammen?" Soderbergh: " Ich frage einfach!" Ok, "The Good German" hat weniger überzeugt, dafür entschädigte Frau Blanchett mit ihrem schwarzen langen Kleid auf dem roten Teppich - eine bildschöne Frau!

Und in Sachen Wettbewerbsfilme blieb ja noch "Der gute Hirte". Altmeister Robert De Niro hat "Jason Bourne" Matt Damon in der Rolle des CIA-Gründers Edward Wilson besetzt. Drei Stunden lang wird kalte Kriegsgeschichte aufgearbeitet - stilsicher und spannend von de Niro im Regiesessel inszeniert und vor allem brillant gespielt.

Großansicht Hingucker des Tages: Cate Blanchett im sehr kleinen Schwarzen (Foto: Kurt Krieger)

Hingucker des Tages: Cate Blanchett im sehr kleinen Schwarzen (Foto: Kurt Krieger)

Deutsche auf Augenhöhe mit Hollywood

Großes Lob gab's von Matt Damon für seine deutsche Kollegin Martina Gedeck: "Als sie das erste Mal bei den Proben ihren Mund öffnete, blickte ich gleich auf und wusste, das wird toll!" De Niro, fasziniert vom Kalten Krieg, hatte große Erwartungen an sich selbst: "Mir kam es besonders darauf an, die Welt der Geheimdienste so realistisch und glaubwürdig wie möglich darzustellen!" Gelungen, Herr de Niro!

Noch verblüffender war dann aber der erste deutsche Wettbewerbsbeitrag "Die Fälscher" von "Anatomie"-Regisseur Stefan Ruzowitzky. Ein Drama über die größte Geldfälschungsaktion aller Zeiten, geschehen hinter KZ-Mauern 1944/45. Ein gutes Drehbuch, kein falsches Pathos und vor allem faszinierende Figuren auf guter wie schlechter Seite - "Die Fälscher" ist eine echte Überraschung.

Großansicht Martina Gedeck fühlte sich pudelwohl inmitten der Superstars De Niro und Damon aus dem gemeinsamen Film "Der gute Hirte" (Foto: Kurt Krieger)

Martina Gedeck fühlte sich pudelwohl inmitten der Superstars De Niro und Damon aus dem gemeinsamen Film "Der gute Hirte" (Foto: Kurt Krieger)

Eastwood trotz Mittelmaß vergöttert

Hinter den Erwartungen blieb dafür leider das Kriegsepos "Letters From Iwo Jima" von Altmeister Clint Eastwood zurück. Die große Schlacht an japanischen Stränden nach "Flags of Our Fathers" nun aus japanischer Sicht - Hochachtung für das Projekt an sich. Punkteabzug für die Überlänge und den Kitsch zum Schluss. Doch als Eastwood mit charmantem Lächeln in der Pressekonferenz Platz nahm, wollte der Jubel kein Ende nehmen. Die Legende überstrahlt den enttäuschenden Film!

In den kommenden Tagen wird dann erneut Cate Blanchett strahlen, dann mit "Tagebuch eines Skandals", außerdem stellt Antonio Banderas seine erste Regiearbeit vor. Es bleibt spannend!

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