Surreal anmutendes und visuell aufregendes Roadmovie und lakonische Liebesgeschichte in Australien. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz22/z0222055/b150x150.jpg The Goddess of 1967

Filmdetails

The Goddess of 1967

Surreal anmutendes und visuell aufregendes Roadmovie und lakonische Liebesgeschichte in Australien.


The Goddess of 1967
Start: 04.04.2002

Drama

Australien/Hongkong 2000
Laufzeit: 118 Min.

Rose Byrne
Rikiya Kurokawa
Nicholas Hope

Regie: Clara Law
Verleih: Kairos

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Inhalt

Ein japanischer Yuppie und ein 17-jähriges blindes Mädchen gehen auf der Suche nach einem extrem seltenen Auto-Oldtimer auf einen wunderschön bebilderten, streckenweise surreal anmutenden Roadmovie-Trip durch das australische Outback in einer lakonischen Liebesgeschichte der Exil-Chinesin Clara Law.


Kritik

The Goddess of 1967

Mit ihrer bildstarken Frauengeschichte "Autumn Moon" machte Clara Law in den neunziger Jahren auf sich aufmerksam. In "The Goddess of 1967" entführt die in Australien lebende Hongkongchinesin auf einen Roadtrip durch den Fünften Kontinent, bei dem am Ende nichts mehr ist, wie es einmal war. "Very sophisticated" Kino für Freunde visueller Effekte.

"The Goddess" ist hier keine Himmelsgestalt, sondern der schon legendäre Citroen DS aus dem Jahre 1967, in Frankreich auch schwärmerisch "Déesse" (Göttin) genannt und Objekt der Begierde von Designer-Freaks. So ein Traummobil sucht ein junger Japaner und findet per Internet-Anzeige ein Exemplar dieser Gattung in schrillem Pink. Und schon ist er unterwegs, um das Kultfahrzeug in Downunder zu erwerben. Doch bei seiner Ankunft platzt er in eine Tragödie. Der Hausherr hat erst seine Familie und dann sich selbst umgebracht, einzige Überlebende ist ein blindes Mädchen. Das nimmt den Unbekannten mit auf eine Reise ins Outback und ins Innere seiner Seele. In dem Wunderauto ("das ist nicht fahren, das ist fliegen") geht es ab in die endlose Weite Australiens. Die zwei Entwurzelten, die an ihrer Isolation fast zu Grunde gehen, erinnern sich auf diesem Psychotrip an die Kindheit mit ihren seelischen Wunden, die niemals heilen. In der ungewohnten Stille findet auch der an laute Metropolen gewöhnte junge Mann zu sich selbst und - nach einer schwierigen Annäherung - zu echten Gefühlen. Erneut variiert Law das Thema Einsamkeit und Entfremdung, allerdings in weniger minimalistischer Ästhetik als in ihrem letzten Film "Floating Life". Die Blinde verbirgt ein furchtbares Geheimnis aus der Vergangenheit, in die der auf die dot.com-Welt fixierte Typ nur langsam eintaucht. Rose Byrne (Preis als Beste Schauspielerin Venedig 2000) und Rikiya Kurokawa bilden das ideale Gespann von Fremden, das sich beim Kultur-Clash verständnislos gegenübersteht. Clara Law verstört und verzaubert mit visuellen Metaphern und Zitaten, die aber die Leere des Films nicht ganz überdecken können. Die Regisseurin ist von der Grenzenlosigkeit Australiens fasziniert und überträgt ihre Begeisterung auf den Zuschauer. Im Bild des fernen Horizont fokussiert sich die Sehnsucht nach einer imaginären Freiheit. Die Geschichte teilt sich durch Bilder mit, nicht durch Dialoge. Neben den handelnden Personen stehen gleichberechtigt die australische Landschaft, in der Menschen nicht nur optisch klein erscheinen, und natürlich der Citroen DS. Wer ungewöhnliche Love-Stories und Bilderwucht mag, ist hier richtig aufgehoben. mk.

The Goddess of 1967

Darsteller:  Rose Byrne   als BG
  Rikiya Kurokawa   als JM
  Nicholas Hope   als Großvater
  Elise McCredie   als Marie
 
Regie:  Clara Law  
Drehbuch:  Clara Law  
  Eddie L. C. Fong  
Produzent:  Eddie L. C. Fong  
  Peter Sainsbury  
Ausf. Produzent:  Wouter Barendrecht  
  Helen Loveridge  
  Michael J. Werner  
  Akiko Funatsu  
Kamera:  Dion Beebe  
Schnitt:  Kate Williams  
Musik:  Jen Anderson  
Produktionsdesign:  Nicholas McCallum  
Kostüme:  Annie Marshall  
  Helen Mather  
Ton:  Roger Savage  

Star

Rose Byrne

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