Packendes Drama über zwei Brüder aus einer Arbeiterstadt, die von einer Karriere als Boxer träumen, davor aber erst eine tiefe Talsohle durchschreiten müssen. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto10/11100223/b150x150.jpg The Fighter

Filmdetails

The Fighter

Packendes Drama über zwei Brüder aus einer Arbeiterstadt, die von einer Karriere als Boxer träumen, davor aber erst eine tiefe Talsohle durchschreiten müssen.


The Fighter
Start: 07.04.2011

Drama

USA 2010
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Mark Wahlberg
Christian Bale
Amy Adams

Regie: David O. Russell
Verleih: Senator

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Inhalt

Es sah so aus, als könnte Dicky ein Großer werden. Doch nach einem verlorenen Titelkampf gegen Sugar Ray Leonard stürzt der Junge aus dem Arbeiterstädtchen Lowell ab. Sein jüngerer Bruder Micky versucht, in Dickys Fußstapfen zu treten, verliert aber Kampf um Kampf. Erst als es seiner Verlobten Charlene gelingt, ihn dazu zu bringen, sich von seiner Familie, seinem kaputten Bruder und seiner unerbittlichen Mutter loszusagen, macht er Karriere. Als er die Chance erhält, um den Weltmeistertitel zu kämpfen, reicht Micky seiner Familie die Hand zur Versöhnung.


Kritik

The Fighter

Packende Boxersaga mit emotionalem Punch, die auf dem turbulenten Werdegang des Weltergewicht-Champions Mickey Ward basiert, der entgegen aller Erwartungen triumphierte.

Die Hauptrolle übernimmt Mark Wahlberg ("Die etwas anderen Cops"), der sich damit den lang gehegten Traum verwirklicht, den Underdog aus Lowell, eine Industriestadt in der Nähe Bostons, zu spielen. Der ehemalige Rapper fungiert zudem als Produzent des von David O. Russell mit Schwergewicht auf zwischenmenschliche Beziehungen und authentischen Lokalkolorit inszenierten Arbeiterklassedramas. Dies bedeutet nach "Three Kings" und " I Heart Huckabees" bereits die dritte Zusammenarbeit der beiden. Insgesamt vier Autoren waren für das Drehbuch zuständig, darunter Scott Silver, der Eminens autobiografisch gefärbtes Drama "8 Mile" skriptete. Ebenfalls um Authentizität bemüht ist Christian Bale in der Oscar-verdächtigen Rolle von Wards cracksüchtigen Halbbruder und Trainer Dicky Eklund. Wie zuvor für "Der Maschinist" (2004) verlor Bale eine Menge Gewicht und ließ sich darüber hinaus seine Haare ausdünnen. Somit verkörpert er glaubhaft Wards sieben Jahre älteren Bruder, obwohl er tatsächlich jünger ist als Wahlberg. Mit seiner elektrisierenden Performance schauspielert er regelrecht Kreise um den im Gegensatz auf stoisches Understatement setzenden Wahlberg. Erinnerungen werden wach an Mohammed Ali, der einst im Ring vergleichbar elegant um seine Opponenten herumtänzelte.

Mit grobkörnigen Heimfilmaufnahmen wird die Passion beider Brüder fürs Boxen bereits in Kindheitstagen etabliert. Dicky ist durch seinen Kampf gegen Sugar Ray Leonard 1978 zum "Stolz von Lowell" geworden. In der Gegenwart (Anfang der Neunzigerjahre) gerät der längst Vergessene wieder in den Fokus, diesmal allerdings in einer HBO-Dokumentation über Cracksüchtige. Seine Selbstzerstörung weitet sich alsbald unweigerlich auf Mickey aus, da Dicky und ihre gemeinsame Mutter Alice (Melissa Leo aus "Betty Anne Waters") ihm einen schlechten Fight nach dem anderen organisieren. Als Dicky schließlich, wie nicht anders zu erwarten, im Gefängnis landet, beginnt Mickeys Aufstieg. Mit Hilfe seiner neuen Freundin Charlene (die "Verwünscht"-Beauty Amy Adams zeigt einmal mehr, dass sie zu den besten Darstellerinnen ihrer Generation gehört) trennt er sich von seiner herrischen Mutter, die bislang seine Managerin war, und seinen sechs anmaßenden Schwestern, die einer Meute bissiger Hunde gleichen. Hatte Mickey zuvor eine schmerzhafte Abreibung und Niederlage nach der nächsten einstecken müssen, wendet sich nun das Blatt. Wie ein wilder Stier walzt Mickey, höchst spannend und realitätsnah in Szene gesetzt, von Sieg zu Sieg. Der Weltmeisterschaftskampf in London erweist sich schließlich als mitreißende Tour de Force und als sportliches Highlight.

Der harten Kampfkomponente werden tiefgehende Emotionen entgegengesetzt, die vor allem durch eine gewisse tragikomische Note Mickeys finalen Triumph umso überwältigender gestalten. Gewisse Parallelen zu "The Wrestler" sind unverkennbar: Beide Filme singen das hohe Lied auf das "salt of the earth", ohne in Larmoyanz oder Sentimentalität zu verfallen: Gerade die kompromisslose Echtheit sorgt für nachhaltige Emotion. Elia Kazan und Robert Rossen wären stolz. ara.

The Fighter

Darsteller:  Mark Wahlberg   als Micky Ward
  Christian Bale   als Dicky Eklund
  Amy Adams   als Charlene Fleming
  Melissa Leo   als Alice Ward
  Jack McGee   als George Ward
  Mickey O'Keefe   als Mickey O'Keefe
  Melissa McMeekin   als 'Little Alice' Eklund
  Bianca Hunter   als Cathy 'Pork' Eklund
 
Regie:  David O. Russell  
Drehbuch:  Paul Tamasy  
  Scott Silver  
  Eric Johnson  
Produzent:  David Hoberman  
  Todd Lieberman  
  Mark Wahlberg  
  Ryan Kavanaugh  
  Paul Tamasy  
Ausf. Produzent:  Tucker Tooley  
  Eric Johnson  
Kamera:  Hoyte van Hoytema  
Schnitt:  Pamela Martin  
Musik:  Michael Brook  
Produktionsdesign:  Judy Becker  
Kostüme:  Mark Bridges  

Mark Wahlberg und Jonah Hill als trottelige Söldner

Auch Komödien stehen Mark Wahlberg prima.

Großansicht Charakterstar Mark Wahlberg liefert bald seine nächste Komödie. (Foto: Fox)

Charakterstar Mark Wahlberg liefert bald seine nächste Komödie. (Foto: Fox)

Nach dem knackigen Boxerdrama "The Fighter" strebt Mark Wahlberg wieder eine Komödie an. Dass er witzig sein kann, bewies der Schauspieler bereits in "Die etwas anderen Cops" mit Will Ferrell. Jetzt steht eine ähnliche Buddy-Komödie ins Haus: Zusammen mit Jonah Hill hat Wahlberg für "Good Time Gang" unterschrieben. Ein Regisseur wurde noch nicht gefunden.

Die Geschichte dreht sich um zwei partywütige und nicht besonders clevere Söldner, die mehr vor sich hindümpeln, als ernste Aufträge anzunehmen. Doch dann weckt ein Fall ihren Ehrgeiz: Ein Terrorist soll gefangen werden. Voller Eifer gehen die zwei Tölpel ans Werk, bis sie bemerken, dass einer von ihnen mit dem Bösewicht verwandt ist.

Psychonummer mit Angelina Jolie

Mark Wahlberg setzt sich derweil weiter für eine Fortsetzung des Boxerdramas "The Fighter" ein, in dem er die Hauptrolle spielte, allerdings keinen Oscar abräumte - der ging an die Nebendarsteller Christian Bale und Melissa Leo. Weiterhin steht er für die Romanverfilmung "The Silver Lining Playbook" in den Startlöchern: Wahlberg spielt darin einen etwas verwirrten Mann, der trotz Scheidung und Therapie glaubt, dass er sein Frau (gerüchteweise Angelina Jolie) locker zurückgewinnen kann.

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