Knallharte Action im Stil der Achtzigerjahre über eine Gruppe von Söldnern, die den Auftrag erhält, einen von der CIA geschützten Diktator in Südamerika um die Ecke zu bringen. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto29/10290144/b150x150.jpg The Expendables

Filmdetails

The Expendables

Knallharte Action im Stil der Achtzigerjahre über eine Gruppe von Söldnern, die den Auftrag erhält, einen von der CIA geschützten Diktator in Südamerika um die Ecke zu bringen.


The Expendables
Start: 26.08.2010

Action

USA 2010
Laufzeit: 103 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Sylvester Stallone
Jason Statham
Jet Li

Regie: Sylvester Stallone
Verleih: Splendid (Fox)

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Inhalt

The Expendables nennt sich ein Trupp bestens ausgebildeter Söldner, der von dem mit allen Wassern gewaschenen Barney Ross befehligt wird. Von dem undurchsichtigen Church, der den Mord an seinem Sohn rächen lassen will, erhalten sie den Auftrag, den Diktator Garza in seiner Bananenrepublik zu töten und den alten, demokratisch gewählten Präsidenten wieder zu installieren. Schnell stellen Ross und Co. fest, dass Garza zum einen von der CIA gedeckt wird, ihr Auftraggeber zum anderen mit falschen Karten spielt. Und dann heftet sich mit dem durchgeknallten Gunnar Jenssen auch noch ein unehrenhaft aus der Gruppe ausgeschiedener Killer an die Fersen der Expendables.


Kritik

The Expendables

Männer, die aufs Siegen beharren: Sylvester Stallone und seine Spießgesellen versorgen den Actionfilm der Achtziger mit der Feuerkraft der Neuzeit.

Sylvester Stallone setzt seine im wahrsten Sinne des Wortes selbstinszenierte Renaissance fort. Nachdem er mit "Rocky Balboa" und "John Rambo" seine beiden ikonischsten Figuren einer Revision unterzog, schultert der 63-Jährige bei der Aufarbeitung der eigenen filmischen Vergangenheit jetzt ein ganzes Genre, oder besser gesagt eine stilistische Spielart eines Genres: den Actionfilm, wie man ihn in den Achtzigerjahren kannte. Der Wahnsinn hat eine Methode, die für den Filmemacher mittlerweile auch Tradition hat.

Wie in seinen beiden vorangegangenen Filmen bedient der Regisseur und Hauptdarsteller an der Oberfläche alle nötigen Konventionen und gibt den Fans damit, was sie sehen wollen: in diesem Fall eine nicht enden wollende Abfolge von Explosionen und Stunts und verächtlich hingeraunzten Einzeilern. Gleichzeitig bricht Stallone jedoch auch mit den fest verankerten Traditionen und nutzt seine Story als Kulisse für Betrachtungen über das Älterwerden. Verschleiß, Müdigkeit, Überdruss und Rückenschmerzen sind in den vereinzelten Feuerpausen, die nicht gerade für Gastauftritte anderer Kämpen von einst genutzt werden, gern angerissene Themen. Dass sie ohne besondere Resonanz bleiben, ohne nennenswerte Tiefe und bleibende Bedeutung, hängt auch damit zusammen, dass keine der Figuren im bunten Reigen der Alphatiere mehr ist als eine Karikatur - was für das Funktionieren des Films auch nicht nötig ist, denn in zahllosen Feuergefechten und Nahkämpfen erprobte Recken wie Jet Li oder Dolph Lundgren (alte Schule) oder Jason Statham (neue Schule) oder die Extremsportikonen "Stone Cold" Steve Austin, Randy Couture oder Terry Crews (Schule des Lebens) bringen genug Statur und persönlichen Ballast mit, um selbst mit der Holzsäge ausgeschnittene Pappkameraden mit schartigem Action-Hero-Leben zu erfüllen.

Ein US-Kritiker versteifte sich bereits auf die süffisante Aussage, bei "Expendables" handele es sich um "Sex and the City" für Männer - und liegt damit nicht unbedingt falsch: Von der ersten Szene an, in der der von Sylvester Stallone angeführte, Titel gebende Söldnertrupp auf seinen aufgemotzten Choppern durchs Bild röhrt, gibt es die Testosteronvolldröhnung: Tattoos, hochtourige Schlitten, Muskeln und ein beispielloses Arsenal an Waffen sorgen für Oberflächenreiz satt, der den geneigten, im Zweifelsfall männlichen Zuschauer auch über die einfache Handlung hinweg trägt. Das Szenario vom Diktator, der von der CIA gestützt und von den Expendables schließlich gestürzt wird, ist in seiner Schlichtheit nicht einmal auf dem Level der legendären und stilprägenden "Delta Force"-Macher Golan und Globus, sondern eher auf dem Niveau von deren Billigepigonen Pepin und Merhi, die unerschrockene Vielseher zu Beginn der Neunzigerjahre direct to video mit zahllosen C-Abenteuern versorgten. Es spielt keine entscheidende Rolle: Die Handlung kann ohnehin nur zusammengeflicktes Stückwerk sein, was nicht zuletzt daran liegt, dass Stallone längst mit der Verfilmung des von ihm überarbeiteten Drehbuchs von Dave Callaham begonnen hatte, als er Zusagen alter Kampfgefährten für Cameoauftritte erhielt, die mit dem Dampfhammer in das Geschehen eingefügt wurden: Mickey Rourke gefällt sich mit einem nach "Iron Man 2" weiteren exzentrischen Auftritt als Auftragsvermittler des dreckigen halben Dutzends, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis willigten ein zum auf eine Szene begrenzten Gipfeltreffen der Actionlegenden, das von Fans gewiss herbeigesehnt und vielleicht auch beklatscht wird, aber doch eher aufgrund müder Witze und ebenso müder Gesichter in Erinnerung bleibt.

Besser sind die Szenen zwischen Stallone und seiner rechten Hand Statham: Wenn sie mit dem Sound von Creedence Clearwater Revival (Merkmal: handgestrickt, hemdsärmelig, volksnah) im Hintergrund herumstänkern wie ein altes Ehepaar, erinnern sie nicht an "Die City-Cobra" oder "Phantom-Kommando", sondern an Lemmon und Matthau nach einem harten Jahr in der Muckibude. Vor allem aber zählt die Action. Und die stimmt in diesem ansonsten etwas ungelenken Film: Ob sich nun Li und Lundgren nach einer ausführlichen Autoverfolgungsjagd im Nahkampf Saures geben, Terry Crews denkwürdig mit der Bazooka aufräumt, als müsste man die legendäre Einer-gegen-Alle-Szene aus "Oldboy" mit allerhand Feuerzauber aufmotzen, oder Stallone sich einen legendären Schlagabtausch mit Wrestling-Urvieh Austin leistet, den er verliert und mit einem trockenen "Der hat mir den Arsch versohlt" kommentiert, um danach einfach alles in die Luft zu sprengen, "Expendables" weiß in den entscheidenden Momenten, wo der Hammer hängt. Darauf kommt es an. ts.

The Expendables

Darsteller:  Sylvester Stallone   als Barney Ross
  Jason Statham   als Lee Christmas
  Jet Li   als Bao
  Terry Crews   als Hale Caesar
  Dolph Lundgren   als Gunnar Jensen
  David Zayas   als General Garza
  Giselle Itie   als Sandra
  Eric Roberts   als Monroe
  Steve Austin   als Dan Paine
  Randy Couture   als Toll Road
  Mickey Rourke   als Tool
  Charisma Carpenter   als Lacy
  Arnold Schwarzenegger  
  Danny Trejo  
 
Regie:  Sylvester Stallone  
Drehbuch:  Sylvester Stallone  
  David Gallaham  
Produzent:  Avi Lerner  
  Kevin King  
  John Thompson  
Koproduzent:  Robert Earl  
  Matt O'Toole  
Ausf. Produzent:  Boaz Davidson  
  Danny Dimbort  
  Trevor Short  
  Les Weldon  
Buchvorlage:  David Gallaham  
Kamera:  Igor Meglic  
Schnitt:  Ken Blackwell  
  Paul Harb  
Musik:  Brian Tyler  
Produktionsdesign:  Franco-Giacomo Carbone  
Kostüme:  Lizz Wolf  
Casting:  Deborah Aquila  
  Tricia Wood  

"Expendables 2" wegen Chuck Norris schon ab 13

Chuck Norris wirkt auch dann noch wie ein brutaler Action-Held, wenn er wie ein Teletubby spricht…

Großansicht Alle Action-Ikonen in einem Film - sogar Chuck Norris (oben mitte) (Foto: Fox)

Alle Action-Ikonen in einem Film - sogar Chuck Norris (oben mitte) (Foto: Fox)

Das hofft zumindest Sylvester Stallone: In "The Expendables" vereinte Sly schon jede Menge klassische Action-Legenden Hollywoods. Doch für die Fortsetzung "Expendables 2" wollte er außer den bereits im ersten Film etablierten Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Dolph Lundgren, Jason Statham, Jet Li, Randy Couture, Steve Austin und Mickey Rourke auch noch den größten Kultactionstar des World Wide Web gewinnen: Chuck Norris.

Doch der stellte eine überraschende Bedingung: Die deftigen Dialoge aus dem ersten Film müssten in der Fortsetzung weggelassen werden.

"Das Drehbuch von 'Expendables 2', das ich zur Ansicht bekam, war voller extrem vulgärer Dialoge", berichtet Chuck Norris. "Deshalb hätten viele junge Menschen den Film nicht sehen dürfen. In solchen Filmen spiele ich aber aus Prinzip nicht mit. Also sagte ich, dass ich kein Teil des Projekts sein werde, wenn diese vulgäre Sprache nicht entfernt wird."

Kopfschuss ja, "Fuck!" nein...

Nun mag man sich wundern, warum Chuck Norris in seiner Karriere zwar auf mitunter blutigste Weise Gegner ins Jenseits befördern konnte, ohne dass ihm das sauer aufgestoßen wäre. Aber es entspricht eben den Gepflogenheiten in den USA, dass man mit Gewalt deutlich weniger Probleme hat als mit Flüchen oder gar Sex. Daher kam Chuck Norris auch durch mit seinem Ultimatum:

"Die Produzenten haben meine Bedingungen akzeptiert, daher wird der Film in den USA ab 13 zu sehen sein."

Zwar gibt es für "Expendables 2" noch keine offizielle Einstufung der für die USA-Altersklassifizierungen zuständigen MPAA (Motion Picture Association of America). Doch die Action-Spezialisten der Traumfabrik wissen ziemlich genau, wie weit sie gehen können, um die angestrebte Einstufung auch tatsächlich zu erhalten. Daher machen viele Schauspieler eine Zusage häufig im Vorfeld davon abhängig, für welche Altersstufe ein Film ausgelegt wird.

So wurde der erste "Expendables"-Film mit "R" eingestuft, durfte also im Prinzip ab 17 gesehen werden. Wobei US-Kinos dies kaum kontrollieren, weil das erst die nächsthöhere Stufe "R" zwingend vorschreibt.

Wie das Ganze dann in Deutschland aussieht, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt: Die bei uns zuständige FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) reagiert auf Gewaltdarstellung tendenziell empfindlicher als die US-Kollegen der MPAA. Entsprechend hatte schon der erste "Expendables"-Film bei uns keine Jugendfreigabe. Eine Reduzierung der Schimpfworte in Teil 2 dürfte bei uns erfahrungsgemäß maximal eine Einstufung ab 16 ermöglichen, aber auch das ist nicht gesagt.

Fix ist zumindest schon der Starttermin: "Expendables 2" kommt in Deutschland am 30. August ins Kino. Stellt sich die Frage, ob dann gilt: Die kleinen Enkel von Chuck Norris dürfen alle Filme im Kino gucken - sogar die ab 18…

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