Originaltitel: Shut Up & Sing
USA 2006
Martie Maguire
Natalie Maines
Simon Renshaw
Regie: Barbara Kopple, ...
Verleih: Central
Bis zu einem Konzert in London 2003 waren die Dixie Chicks die erfolgreichste Frauenband aller Zeiten. Dort aber distanzierten sich die Country-Idole von George W. Bush und seinem Überfall auf den Irak. Fortan boykottierten Sender ihre Songs, Fans zerstörten ihre CDs, auf Demos wurden Hassreden geschwungen: Die "unpatriotische" Band war zum Staatsfeind Nr. 1 geworden. Nathalie Maines, Emily Robison und Martie Maguire bemühten sich um Schadensbegrenzung - erfolglos. Mit einem Stilwechsel wendeten sie sich von der Countryszene ab.
Mit zwei Oscars ausgezeichnete Dokumentation des Gespanns Barbara Kopple und Cecilia Peck, die kämpferisch und vielschichtig von den in Ungnade gefallenen Dixie Chicks berichtet - und einem Grundrecht, dass von so manchem in den USA missachtet wird: der Meinungsfreiheit.
Dokumentation, die am Beispiel der im öffentlichen Meinungsbild abgestürzten Countryidole The Dixie Chicks auch die Stabilität demokratischer Rechte beobachtet.
Als die drei Dixie Chicks, die erfolgreichste Frauenband aller Zeiten, bei einem Konzert den US-Präsidenten Bush beleidigen, fängt ihre Country-Fangemeinde Feuer. Sie und das gesamte konservative Amerika wenden sich ab, boykottieren Konzerte, zerstören CDs, ereifern sich auf Demos in flammenden Hassreden. Die Band reagiert geschockt, versucht Schadensbegrenzung - und schließlich mit einer neuen CD die Hinwendung zu einem neuen Publikum.
Der zweifach Oscar-gekrönten Dokumentarfilmerin Barbara Kopple und ihrer Co-Regisseurin Cecilia Peck gelingt ein vielschichtiges, unterhaltsames Porträt über eine unfassbar schnell in Ungnade gefallene Band.
Bei öffentlichen Auftritten und intimeren Begegnungen wie PR-Besprechungen, Studioaufnahmen und Familientreffen demonstrieren die Dixie Chicks Harmonie und ihren Kampfgeist, die Rede- und Meinungsfreiheit zu verteidigen.
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