Dennis Quaid
Jake Gyllenhaal
Emmy Rossum
Regie: Roland Emmerich
Verleih: Fox
Weil die Welt jahrelang nicht auf Leute wie den Paläoklimatologen Adrian Hall (Dennis Quaid) und die beständigen Warnungen vor den dramatischen Folgen einer globalen Erwärmung hören wollte, peitschen nun Wetterkatastrophen und die Vorboten einer neuen Eiszeit mit Macht auf die angstschlotternde Menschheit hernieder. Statt wie alle anderen gen Süden zu fliehen, macht sich Hall auf nach New York, um seinen Sohn, den Zehnkämpfer Sam (Jake Gyllenhaal aus "Donnie Darko"), aus dem verschneiten New York zu bergen und, falls möglich, einen Ausweg aus dem Desaster aufzuzeigen.
Wenn die Welt mit Pauken und Effekttrompeten in den Orkus fährt, ist Roland Emmerich selten weit. Nach den Außerirdischen ("Independence Day") muss diesmal das Wetter für eine Katastrophen-Odyssee mit nett-naiver Familienzusammenführung herhalten.
"Independence Day" war gestern: In seinem neuesten Effekte-Epos lässt Roland Emmerich die Eiszeit anbrechen.
Wenn es um Welt umspannende Katastrophen geht, gibt es einfach keinen Besseren als Roland Emmerich. Sieben Jahre, nachdem Deutschlands Antwort auf Steven Spielberg im Zuge der erfolgreichsten Alien-Invasion der Kinogeschichte Wahrzeichen Amerikas platt wie einen Parkplatz machte, als sei es die leichteste aller filmischen Übungen, kriegt "Independence Day" vom eigenen Schöpfer Konkurrenz.
Mit dem feinen Unterschied, dass die Katastrophe in "The Day After Tomorrow" nicht extraterrestrischer, sondern hausgemachter Natur ist: Eben jene ist es nämlich, die verrückt spielt in diesem unfassbaren Spektakel, das "Twister" aussehen lässt wie einen Sturm im Wasserglas.
Jake Gyllenhaal und Emmy Rossum ahnen, dass eine Katastrophe in der Luft liegt (Foto: Fox)
Mutter Natur sorgt dafür, dass gleich mehrere Hurricanes durch Los Angeles wüten, dass eine gewaltige Flutwelle New York City zum größten Aquarium der Welt macht und eine neue Eiszeit die nördliche Hälfte der USA in einen Kühlschrank verwandelt.
Aber Roland Emmerich wäre nicht Roland Emmerich, wenn er es beim bloßen Spektakel beließe. Man muss nicht erst mit dem Pickel Eisschichten abtragen, um auf die vielleicht herzerwärmenste Geschichte seiner Karriere zu stoßen.
Im Mittelpunkt der 125-Mio.-Dollar-Produktion steht nämlich nicht ungeheuer viel schlechtes Wetter: Vielmehr erzählt Emmerich von dem Klimatologen Jack Hall, gespielt von dem einmal mehr hervorragenden Dennis Quaid, der nicht nur eine Lösung finden muss, wie sich die Natur wieder versöhnlich stimmen lässt, sondern auch den beschwerlichen Treck von Washington in das Gefrierfach New York antritt, um seinen dort von der Außenwelt abgeschnittenen Sohn Sam (Jake Gyllenhaal aus dem Kulthit "Donnie Darko") zu retten.
Ein Heldenepos von ungeheuerlichen Ausmaßen erwartet den Zuschauer also, das einen ernsten Kern hat. Denn das Problem der globalen Erwärmung lässt sich nicht so leicht hinwegfegen wie das Hollywood-Zeichen, mit dessen Zerstörung Emmerich die Mutter aller Katastrophenfilme einleitet.
Weder Fließbandarbeiter Uwe Boll noch Bruckheimer-Buddy Michael Bay, sondern Gentleman-Filmer Mike Newell soll den Videospiel-Hit "Prince Of Persia: The Sands Of Time" auf die große Leinwand bringen.
Mit Actionspektakeln wie "Fluch der Karibik" oder "Armageddon - Das jüngste Gericht" hat Produzent Jerry Bruckheimer ein ums andere Mal bewiesen, dass er den richtigen Blockbusterriecher hat. Damit schrieb er längst Filmgeschichte. Jetzt nimmt ein weiteres Projekt des Actionpapstes Formen an: die Verfilmung des Videospielhits "Prince Of Persia: The Sands Of Time".
Von dem Moment an, als der Filmemacher zum ersten Mal von der Geschichte hörte, war er sofort Feuer und Flamme: "Der Stoff ist wie gemacht fürs Kino, das muss auf die Leinwand." Bereits 2004 sicherte sich der Erfolgsproduzent die Rechte an dem Videospielhit. Trotzdem hieß es erst einmal: Gut Ding will Weile haben. Wurde anfangs noch Bruckheimer-Spezi Michael Bay ("Transformers") als Regisseur gehandelt, scheint nun Mike Newell ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall") das Rennen zu machen.
Bis Ende dieser Woche setzt sich der 65-jährige Brite mit Bruckheimer und Disney-Managern zusammen. Die Entscheidung dürfte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Das Drehbuch stammt vom Spielerfinder Jordan Mechner und Topautor Jeffrey Nachmanoff ("The Day After Tomorrow").
Wie in der Videospielvorlage kämpft darin ein junger Prinz im mittelalterlichen Persien gegen dunkle Mächte, die sein Volk in dämonische Kreaturen verwandelt haben. Mit allerlei Tricks und Kniffen versucht der Blaublüter, das Geschehene rückgängig zu machen. Der Plot ist wie geschaffen für ein Special-Effects-Gewitter à la Bruckheimer!
Er trägt ein charmantes und manchmal verwirrtes Siegerlächeln, ist der Typ der lockeren Verführung, der keiner Affäre abgeneigt ist und dabei...
Vom Arthouse-Mimen zum Action-Star: Jake Gyllenhaal erlebte zu Beginn seiner Karriere die Reifeprüfungen, mit denen Dustin Hoffman, sein...
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