Timothy Olyphant
Radha Mitchell
Joe Anderson
Regie: Breck Eisner
Verleih: Studiocanal
Merkwürdige Dinge gehen vor in der einstmals so beschaulichen Kleinstadt Ogden Marsh im ländlichen Iowa: Einwohner der Stadt wandeln sich ohne erkennbaren Grund zunächst in somnambule Eigenbrötler, um dann in gewaltsamen Attacken alles und jeden anzufallen und in Stücke zu reißen. Die Behörden überlassen das Dorf seinem Schicksal und lassen es vom Militär hermetisch abriegeln. Also muss Sheriff David Dutton auf eigene Faust einen Weg finden, sich, seine schwangere Frau Judy und Freunde vor dem Zugriff von Zombies und Soldaten zu retten.

Atmosphärisch dichter postapokalyptischer Horrorthriller, in dem verseuchtes Wasser die Bewohner einer Kleinstadt in mörderische Maniacs verwandelt.
Wutschäumende Zombies auf Menschenjagd gehören schon lange zum Standardrepertoire des Horrorgenres: Seien es geradlinige Schocker wie "28 Days Later" und "I am Legend" oder famose Komödien wie "Shaun of the Dead" und "Zombieland". In diesem Fall handelt es sich um ein Remake von George A. Romeros gleichnamigen Horrordrama von 1973, der von "Sahara"-Regisseur Breck Eisner einen filmischen Facelift erhielt.
Die Handlung spielt jetzt in einem Kaff in Iowa, wo sich Sheriff David Dutton ("Hitman" Timothy Olyphant) gezwungen sieht, seinen Nachbarn zu erschießen, als dieser droht, Amok zu laufen. Immer mehrere Bewohner beginnen sich seltsam zu benehmen: Sie starren zunächst apathisch ins Leere und werden schließlich angriffslustig. Unter anderem schlachtet ein zuvor harmloser Jedermann seine Familie ab, der Schuldirektor diszipliniert seine Schüler mit drastischen Maßnahmen und der amtliche Leichenbeschauer beginnt seine Obduktionen an Lebenden auszuführen. Dutton und sein Deputy Clank (Joe Anderson vollzieht eine beeindruckend nuancierte Wandlung vom Sympathieträger zum Wüterich) entdecken, dass ein abgestürztes Militärflugzeug für die Freisetzung des tödlichen Virus verantwortlich ist. Inzwischen ist das Städtchen unter Quarantäne gesetzt worden und das Militär beginnt eine erbarmungslose Desinfizierungskampagne gegen Erkrankte und Gesunde. Clank, Dutton und seine schwangere Frau Judy (Radha Mitchell, horrorerprobt mit "Silent Hill" und "Rogue") versuchen daraufhin aus der kontrollierten Zone auszubrechen, um ihr Leben zu retten. Kein leichtes Unterfangen, sind sie doch von blutrünstigen Zombies und schießwütigen Soldaten umzingelt.
Während sich bei der Story nichts Neues findet und man sich insbesondere an "28 Weeks Later" erinnert fühlt, besticht Eisners Inszenierung mit straffem Erzähltempo und düster bedrohlichem Ambiente. Dieses wird von Mark Ishams melancholischen Score noch zusätzlich hervorgehoben. Auch das geschickte Filmen der weitläufigen, ebenen Landschaft trägt zur deprimierenden Stimmung dieser Endzeitvision bei. Es finden sich etliche Splatter-Szenen mit bluttriefenden Brutalitäten, doch diese kommen nicht übertrieben zum Einsatz. Stattdessen wird Spannung auch mit Andeutungen und Ausblendungen erzeugt. Interessant ist auch die Thematisierung eines uramerikanischen, eisernen Überlebenswillens, der das Wohl des Individuums über das der Gemeinschaft stellt. ara.
| Darsteller: | Timothy Olyphant | als David Dutton | |
|---|---|---|---|
| Radha Mitchell | als Judy Dutten | ||
| Joe Anderson | als Russell Clank | ||
| Danielle Panabaker | als Becca Darling | ||
| Christie Lynn Smith | als Deardra Farnum | ||
| Brett Rickaby | als Bill Farnum | ||
| Preston Bailey | als Nicholas | ||
| John Aylward | als Mayor Hobbs | ||
| Joe Reegan | als Pvt. Billy Babcock | ||
| Glenn Morshower | als Nachrichtenoffizier | ||
| Larry Cedar | als Ben Sandborn | ||
| Gregory Sporleder | als Travis Quinn | ||
| Mike Hickman | als Rory Hamill | ||
| Lisa K. Witt | als Peggy Hamill | ||
| Justin Welborn | als Curt Hamill | ||
| Regie: | Breck Eisner | ||
| Drehbuch: | Scott Kosar | ||
| George A. Romero | |||
| Produzent: | Michael Aguilar | ||
| Rob Cowan | |||
| Dean Georgaris | |||
| Ausf. Produzent: | George A. Romero | ||
| Kamera: | Maxime Alexandre | ||
| Schnitt: | Billy Fox | ||
| Musik: | Mark Isham | ||
| Produktionsdesign: | Andrew Menzies | ||
| Kostüme: | Debra Hanson | ||
Das Drehbuch zu "The Last Witch Hunter" landete 2010 auf Hollywoods "Black List" der besten, bisher nicht umgesetzten Stoffe.
Action-Star Vin Diesel begibt sich auf neue Wege und hat Interesse an einem Horrorfilm angemeldet. "The Last Witch Hunter" heißt der Stoff, der vom "Twilight"-Riese Summit Entertainment umgesetzt werden soll. Für die Regie ist Breck Eisner vorgesehen, der sich zwar nicht mit Hexen, immerhin aber mit Zombies aus "The Crazies" auskennt.
Das Drehbuch stammt von Cory Goodman, der schon bei "Apollo 18" am Werk war. Das Script landete 2010 auf der "Black List" der besten, noch nicht verfilmten Drehbücher Hollywoods, wo unter anderem auch schon Filme wie "Juno" auf eine Umsetzung warteten.
"The Last Witch Hunter" dreht sich um eine Generation von Hexen und Zauberern, die kurz vor einer explosionsartigen Vermehrung ihrer Art stehen. Damit der Menschheit von soviel Magie nicht das Licht ausgeblasen wird, muss ein Geisterjäger, der letzte Hexenjäger seiner Zeit, den Unholden den Garaus machen.
Ob Vin Diesel die Rolle bekommt, ist noch nicht klar. Im Kino ist Vin wieder ab 28. April in gewohnter Rolle zu sehen: Als Motorheld in "Fast & Furious Five" sowie in naher Zukunft im Sequel zu "xXx - Triple X": "xXx: The Return of Xander Cage".
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