Denzel Washington
Gary Oldman
Mila Kunis
Regie: Albert Hughes, ...
Verleih: Tobis
Nach einer durch Krieg ausgelösten nuklearen Katastrophe ist Amerika verwaist und verwüstet. Seit 30 Jahren streift Eli durch ein Land, in dem es nur noch wenige Tiere und Pflanzen gibt. Er verwahrt und beschützt ein Buch, das Hoffnung für den Wiederaufbau der Zivilisation geben, aber auch zur Manipulation der wenigen überlebenden Menschen missbraucht werden kann. Genau zu diesem Zweck sucht es der machthungrige, skrupellose Carnegie, der mit seiner Bande von Halsabschneidern zum größten Gegner von Eli werden wird.

Acht Jahre nach "From Hell" kehren Allen & Albert Hughes mit einem düsteren Endzeitactionabenteuer zur Hölle auf Erden zurück.
Nur vier Kinofilme und eine Dokumentation haben die Regiezwillinge in 16 Karrierejahren inszeniert, gehören damit zu den selektiveren Filmemachern, deren Projekte besonders im Fokus stehen. Ihr aktuelles ist eine Überraschung, gerade weil es auf vertrautem Territorum eigenes Profil zeigen will, was ihm visuell, mit konsequentem Gestaltungswillen, auch gelingt. Von Beginn an demonstriert der Film, dass er auf sensible Zuschauerseelen keine Rücksicht zu nehmen gedenkt. Asche regnet vom Himmel auf eine verwesende Leiche, während ein vermummter Mann mit Gasmaske einen kleinen Vierbeiner erlegt. Vielleicht ein Hund, vielleicht aber auch eine Mutation, so genau lässt sich das 2044, viele Jahre nach einer durch Krieg ausgelösten Nuklearkatastrophe, nicht sagen. Seit 30 Jahren wandert Eli, nicht zufällig nach dem alttestamentarischen Propheten benannt, durch ein verwaistes, völlig verwüstetes Amerika. Der Mann hat eine Mission, sucht den Ort, wo sein größter, ständig mitgeführter Schatz zur spirituellen Keimzelle eines Neuanfangs werden könnte. Worum es sich bei Elis Buch handelt, dafür braucht man keinen Propheten. Dennoch hat das Drehbuch des Game-Journalisten und Comic-Book-Autors Gary Whitta eine kleine Überraschung parat, die für Elis Antagonisten unangenehm werden wird. Carnegie (Gary Oldman) ist einer dieser, von Totschlägern umgebenen Despoten, die man aus vielen Western und postapokalyptischen Spektakeln kennt. Nicht ohne Witz, aber skrupellos und von gefährlichen Machtphantasien angetrieben. Carnegie will sein Territorium erweitern, glaubt, dass die Kraft der Worte die der Gewalt übertrifft und braucht deshalb das Buch, von dem Eli sich nicht trennen wird. Auf dem Weg nach Westen, von Carnegies Männern verfolgt, bekommt Eli Gesellschaft in Gestalt der hübschen und kampflustigen Solara (Mila Kunis), die am Ende, mit Elis Klinge bewaffnet, die Saat für ein mögliches Sequel sät. Auf den Spuren von "Mad Max", "Postman" oder "I am Legend" betritt "The Book of Eli" erzählerisch kein Neuland. Doch seine Härte, die nie spekulativ, sondern pragmatisch ist, überzeugt in mehreren großen Actionsequenzen, in denen Eli seine Gegner mit Klinge und Pistole abstraft. Für dieses Genre angemessen mythisches Helden-Pathos umgibt Denzel Washington, der trotz konstant cooler Attitüde seine Figur menschlich erdet. Neben ihm hat der in New Mexiko gedrehte Film seine größten Stärken im optischen Gesamteindruck einer zerstörten Welt. Elegant und plastisch visualisierte, in den Farben reduzierte Tableaus von Düsternis und Einsamkeit. Abgestorbene entlaubte Bäume, plane, entlebte Landschaften, Ruinen von Atommeilern, die Unterschlupf bieten und San Francisco in Trümmern - neu geschrieben ist dieses Buch nicht, aber stark bebildert. kob.
| Darsteller: | Denzel Washington | als Eli | |
|---|---|---|---|
| Gary Oldman | als Carnegie | ||
| Mila Kunis | als Solara | ||
| Jennifer Beals | als Claudia | ||
| Ray Stevenson | als Redridge | ||
| Tom Waits | als Mechaniker | ||
| Malcolm McDowell | als Lombardi | ||
| Michael Gambon | als George | ||
| Frances de la Tour | als Martha | ||
| Regie: | Albert Hughes | ||
| Allen Hughes | |||
| Drehbuch: | Gary Whitta | ||
| Produzent: | Broderick Johnson | ||
| Denzel Washington | |||
| Joel Silver | |||
| Andrew A. Kosove | |||
| David Valdes | |||
| Ausf. Produzent: | Susan Downey | ||
| Erik Olsen | |||
| Steve Richards | |||
| Kamera: | Don Burgess | ||
| Schnitt: | Cindy Mollo | ||
| Musik: | Atticus Ross | ||
| Produktionsdesign: | Gae Buckley | ||
| Kostüme: | Sharen Davis | ||
| Casting: | Mindy Marin | ||
Ridley Scotts düstere Zukunftsvision von Los Angeles war derart revolutionär, dass sie heute noch jedem zweiten Science-Fiction-Szenario als Vorlage dient…
Es ist ein gewagtes Projekt, dass die Produktionsfirma Alcon Entertainment da angeht: Im März erwarb man die Rechte, Fortsetzungen und Vorgeschichten zu einem leidenschaftlich verehrten Kultfilm ins Kino zu bringen: "Blade Runner".
Höher kann die Latte für einen Film kaum liegen, denn der SciFi-Thriller von 1982 von Ridley Scott gilt als einer der besten Werke des Genres - wenn nicht sogar als bestes überhaupt.
Möglicherweise ließe sich eine Hürde aber nehmen: Denn Hauptdarsteller Harrison Ford spielte als Rick Deckard, der mysteriösen Maschinenmenschen - genannt "Replikanten" - nachspürt, die vielleicht beste Rolle seines Lebens und trug entscheidend zum Kult um "Blade Runner" bei. Das ist Ford offenbar voll bewusst, denn er schließt nicht aus, für eine Fortsetzung erneut in die Haut von Deckard zu schlüpfen:
"Es ist zwar noch ein bisschen früh", erklärte Harrison Ford am Rande seiner Werbetour für sein aktuelles SciFi-Spektakel "Cowboys & Aliens". "Aber ich kenne einige der Leute, die daran arbeiten. Mehr weiß ich bisher aber nicht…"
Übersetzt heißt ein solches Superstar-Zitat etwa Folgendes: "Klingt nicht schlecht, ich hätte auch Lust, also ruft einfach mal bei mir an und wir kommen vermutlich zusammen…"
Sicher ist jedenfalls, dass sich die Fans eine "Blade Runner"-Fortsetzung auf jeden Fall ansehen würden, wenn Harrison Ford dabei wäre - egal, welche Vorbehalte es möglicherweise gäbe wegen eines anderen Regisseurs als Ridley Scott oder der Schwierigkeit, an die verwinkelte und hintergründige Story des Originals anzuknüpfen.
Momentan steht indes nur der Produzent fest. Allerdings bemüht sich Andrew A. Kosove, der mit "Insomnia" und "The Book of Eli" bereits gute düstere Thriller verantwortete, auch schon um einen echten Top-Regisseur: "Batman"-Genie Christopher Nolan!
Mit dieser Kombination wäre eine "Blade Runner"-Fortsetzung natürlich ein Muss für jeden SciFi-Fan!
Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney...
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