In seinem charmant-witzigen Regiedebüt erzählt Tom Hanks die Geschichte einer Popband in den 60ern, die mit einem "One-Hit-Wonder" kurzfristigen Ruhm erntet. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz46/z0246517/b150x150.jpg That Thing You Do!

Filmdetails

That Thing You Do!

In seinem charmant-witzigen Regiedebüt erzählt Tom Hanks die Geschichte einer Popband in den 60ern, die mit einem "One-Hit-Wonder" kurzfristigen Ruhm erntet.


That Thing You Do!
Start: 23.02.1997

Komödie

USA 1996
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Tom Everett Scott
Liv Tyler
Johnathon Schaech

Regie: Tom Hanks
Verleih: Fox

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Im Jahr 1964 landet die Garagenband The Wonders mit "That Thing You Do" einen Riesenhit, weil der Ersatz-Schlagzeuger Guy, ein besessener Jazzfan, das Lied aus Langeweile doppelt so schnell spielt wie geplant. Auf lokale Berühmtheit folgen ein Plattenvertrag, eine Tour und schließlich der Ruf Hollywoods. Doch der Rummel ist ebenso schnell vorbei, wie er begonnen hat.


Kritik

That Thing You Do!

Die Qualitäten des Schauspielers Tom Hanks sind auch die Merkmale seines Regiedebüt, das der zweifache Oscar-Gewinner und Publikumsliebling obendrein eigenhändig verfaßte: Charme, Aufrichtigkeit und Wärme zeichnen "That Thing You Do" aus, Hanks' melancholisches "American Graffiti", in dem er die kurze Erfolgsgeschichte der Beatles-artigen Garagenband "The Wonders" im Jahr 1964 beschreibt, von ihren bescheidenen Anfängen bei einem Talentwettbewerb bis zur plötzlichen Auflösung nach einem triumphalen Auftritt in einer national ausgestrahlten TV-Show.

Hanks ist die Manipulation von Geschichte nicht fremd: In "Forrest Gump" stolperte er durch mehr als 30 Jahre amerikanische Historie, die Filmemacher Robert Zemeckis nach Belieben zurechtbog. Jetzt bemächtigt sich Hanks der frühen sechziger Jahre auf ähnliche Weise - hätte Scorsese nicht schon einen Film mit eben jenem Titel realisiert, "Zeit der Unschuld" träfe den Nagel auf den Kopf. In pastellfarbene Töne getaucht, erweckt der Regisseur die Space Age als eine Ära des Aufbruchs und der Hoffnung, frei von Gefahren und Bedrohungen. Die naive, fast schon surreale Bodenständigkeit von Hanks' liebevoll geschaffener Good clean fun-Welt irritiert nur anfangs: Schnell fühlt man sich pudelwohl in dieser unverschämt gut gelaunten Hommage an die unbesungenen Garagengruppen Amerikas, die im Zuge der Poprevolution der Beatles den Ruhm eines Hits genossen, um danach wieder in der Versenkung zu verschwinden. Die fiktiven Wonders mögen stellvertretend stehen für Bands wie die "Standells" oder "Shadows" of Knight. Im Sommer 1964 landen sie mit ihrem "That Thing You Do" einen Hit, nachdem der Ersatz-Schlagzeuger Guy, ein besessener Jazzfan, das Lied aus Langeweile doppelt so schnell spielt wie geplant. Auf lokale Berühmtheit folgen ein Plattenvertrag, eine Tour und schließlich der Ruf Hollywoods. Hanks findet für den Aufstieg und plötzlichen Fall der Wonders einen ähnlich unbekümmerten Stil wie Richard Lester für den ersten Beatles-Film "Yeah, Yeah, Yeah" aus eben dem Jahr 1964, der hier in einer schönen Collagensequenz zitiert wird. Der Song "That Thing You Do", ein enthusiastischer, kleiner Popsong im Stil der frühen Fab Four, dient als Leitmotiv: Achtmal wird er im Verlauf der Handlung angestimmt, und jedes Mal klingt er anders: erst bescheidener Lovesong, dann euphorischer Stampfer und schließlich überproduzierte Hülse - ein Symbol für den stetigen Verlust der Unschuld der Wonders. Während Bandmitglied Lenny (komisches Talent: Steve Zahn) und ein namenlos bleibender Bassist für die Lacher sorgen, bildet das Dreieck zwischen dem arrogant-ambitionierten Songschreiber Jimmy (Johnathon Schaech aus "The Doom Generation"), dessen hingebungsvoller Freundin Faye (Liv Tyler erneut als Stealing Beauty) und Drummer Guy Hanks, der sich selbst eine kleine Rolle als aalglatter Manager gegeben hat, favorisiert beim Kampf um das Mädchen Guy. Kein Wunder: Tom Everett Scott, den man bestenfalls aus der TV-Serie "Grace Under Fire" kennt, sieht aus wie Hanks zu "Big"-Zeiten - und hat ein ähnlich unbedarftgewinnendes Wesen. Das darf man dem gesamten Film attestieren: Denn obwohl weder Story neu noch ihr Ausgang überraschend sind, trifft Hanks, der für Gastauftritte Ehefrau Rita Wilson, Produzent Jonathan Demme und Rockstar Chris Isaac gewinnen konnte, mit überraschend sicherer Hand einen Nerv: Sehr viel beschwingter kann Eskapismus kaum sein - und das ist ein großes Kompliment. ts.

That Thing You Do!

Darsteller:  Tom Everett Scott   als Guy Patterson
  Liv Tyler   als Faye Dolan
  Johnathon Schaech   als Jimmy
  Steve Zahn   als Lenny
  Ethan Embry   als The Bass Player
  Tom Hanks   als Mr. White
  Charlize Theron   als Tina
  Obba Babatundé   als Lamarr
  Giovanni Ribisi   als Chad
  Chris Ellis   als Horace
  Alex Rocco   als Sol Siler
  Bill Cobbs   als Del Paxton
  Peter Scolari   als Troy Chesterfield
  Rita Wilson   als Margueritte
  Chris Isaak   als Uncle Bob
  Kevin Pollak   als Boss Vic Koss
  Robert Torti   als Freddy Fredrickson
 
Regie:  Tom Hanks  
Drehbuch:  Tom Hanks  
Produzent:  Gary Goetzman  
  Jonathan Demme  
  Edward Saxon  
Kamera:  Tak Fujimoto  
Schnitt:  Richard Chew  
Musik:  Howard Shore  
Produktionsdesign:  Victor Kempster  

Tom Hanks stellt den Regiestuhl in die Ecke

Nie mehr hinter der Kamera? Tom Hanks

Nie mehr hinter der Kamera? Tom Hanks

"That Thing You Do!" war der erste Kinofilm, bei dem Tom Hanks Regie geführt hat - und wird wohl auch sein letzter bleiben. Wie der mehrfache Oscargewinner in einem Interview verriet, möchte er auf den Part hinter der Kamera in Zukunft nämlich verzichten. Grund für seine Entscheidung sei jedoch nicht mangelnde Motivation oder gar mangelndes Talent, sondern seine Familie: "Ich ziehe immer noch meine Kinder groß und will einfach mehr bei ihnen sein - nicht nur physisch, sondern auch mental", erklärte er, "wenn du Regie führst, bist du in Gedanken ständig woanders."

Hanks stand außer bei der von ihm selbst geschriebenen Komödie "That Thing You Do!" lediglich sporadisch bei einigen von ihm produzierten TV-Serien hinter der Kamera.

Derzeit ist der 46jährige in Sam Mendes' meisterhaftem Gangster-Epos "Road To Perdition" zu sehen.

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