Originaltitel: The Terminal
USA 2004
Tom Hanks
Catherine Zeta-Jones
Stanley Tucci
Regie: Steven Spielberg
Verleih: Paramount
Weil während seiner USA-Reise das Heimatland des osteuropäischen Bürgers Viktor Navorski (Tom Hanks) die diplomatische Anerkennung durch die USA verliert, sitzt der davon völlig überraschte Herr plötzlich als Staatenloser auf dem New Yorker Kennedy Airport fest. Noch dazu darf er diesen weder in die eine noch in die andere Richtung verlassen. Aus Tagen werden Wochen, aus Monaten sogar Jahre, in denen sich Viktor häuslich im Terminal einrichtet, Kumpels unter den örtlichen Arbeitern findet und die Liebe der adretten Stewardess Amelia (Catherine Zeta-Jones) gewinnt.
Für eine Viertelmillion Dollar kaufte Steven Spielberg die ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte eines iranischen Emigranten in Paris, verlegte die Story flugs nach Amerika und besetzte die Hauptrolle mit seinem neuen Darstellerfavoriten Tom Hanks. Das Drehbuch lieferte Jeff Nathanson ("Catch Me If You Can").
Nach "Castaway - Verschollen" ist Tom Hanks erneut gestrandet: als unfreiwilliger Dauergast auf einem Flughafen.
Es gibt viele Gründe, an einem Airport festzusitzen. Die Maschine hat Verspätung, der Koffer ist verschwunden, das Rollfeld ist verschneit. Ein paar Stunden Wartezeit - im Grunde kein Problem. Was aber tun, wenn man gleich mehrere Monate an einem Terminal ausharren muss?!
Genau dieses Schicksal ereilt den schrulligen Osteuropäer Viktor Navorski (Tom Hanks). Eigentlich wollte der putzige Passagier nur zu einem Kurztrip nach New York.
Doch während er ahnungslos im Flieger hockt, bricht in seinem Heimatland Krakozhia der Krieg aus.
Auf Schritt und Tritt von Kameras verfolgt, wird die Akte "Navorski" zum Bürokraten-Supergau (Foto: UIP)
So stellt der arme Mann erst bei der Ankunft im Big Apple fest: Sein Reisepass ist ungültig geworden, Amerika bleibt für ihn geschlossen. Dem staatenlosen Reisenden bleibt nichts anderes übrig, als sich am Terminal häuslich niederzulassen.
Er richtet sich ein lauschiges Plätzchen ein, schließt Freundschaften mit dem Bodenpersonal und verliebt sich in die hübsche Stewardess Amelia (Catherine Zeta-Jones).
Viktors Treiben ist dem aalglatten Aiport-Boss Dixon (Stanley Tucci) bald ein Dorn im Auge. Doch so sehr er auch versucht, den seltsamen Kerl zu vertreiben - Sturkopf Viktor beweist Sitzfleisch.
Einfach genial: Tom Hanks verkörpert den krakozischen Kauz mit liebenswerter Unbeholfenheit und herrlich russischem Akzent. Zum dritten Mal stand der Oscar-Preisträger für Meisterregisseur Steven Spielberg vor der Kamera - mit diesem zauberhaften Airport-Märchen empfiehlt sich das Duo endgültig als Leinwand-Dreamteam.
Ebenfalls alte Bekannte sind Spielberg und Zeta-Jones: Als Produzent von "Die Maske des Zorro" hatte der Filmemacher die Waliserin vor vielen Jahren entdeckt.
Überhaupt versammelte Spielberg für "Terminal" ein eingespieltes Team um sich: Produktionsdesigner Alex McDowell ("Minority Report") schuf die 18.000 qm große Flughafenkulisse, Komponist John Williams ("E.T. - Der Außerirdische") lieferte den Soundtrack, und Kameramann Janusz Kaminski ("Schindlers Liste") setzte die gigantische Airport-Attrappe stilgerecht in Szene. Bei derart hochkarätigem Bodenpersonal ist sicher: Dieser Filmausflug wird keine Bruchlandung.
| Darsteller: | Tom Hanks | als Viktor Navorski | |
|---|---|---|---|
| Catherine Zeta-Jones | als Amelia Warren | ||
| Stanley Tucci | als Frank Dixon | ||
| Chi McBride | als Joe Mulroy | ||
| Diego Luna | als Enrique Cruz | ||
| Barry Henley | als Ray Thurman | ||
| Kumar Pallana | als Gupta Rajan | ||
| Zoe Saldana | als Dolores Torres | ||
| Eddie Jones | als Salchak | ||
| Jude Ciccolella | als Karl Iverson | ||
| Corey Reynolds | als Waylin | ||
| Guillermo Diaz | als Bobby Alima | ||
| Rini Bell | als Nadia | ||
| Stephen Mendel | als Steward, Erste Klasse | ||
| Valera Nikolaev | als Milodragovich | ||
| Michael Nouri | als Max | ||
| Benny Golson | als Benny Golson | ||
| Regie: | Steven Spielberg | ||
| Drehbuch: | Sacha Gervasi | ||
| Jeff Nathanson | |||
| Produzent: | Steven Spielberg | ||
| Walter F. Parkes | |||
| Laurie MacDonald | |||
| Koproduzent: | Sergio Mimica-Gezzan | ||
| Ausf. Produzent: | Patricia Whitcher | ||
| Jason Hoffs | |||
| Andrew Niccol | |||
| Kamera: | Janusz Kaminski | ||
| Schnitt: | Michael Kahn | ||
| Musik: | John Williams | ||
| Produktionsdesign: | Alex McDowell | ||
| Chris Burian-Mohr | |||
| Bradford Ricker | |||
| Isabelle Guay | |||
| Kostüme: | Mary Zophres | ||
| Ton: | Ronald Judkins | ||
| Casting: | Debra Zane | ||
Die Anzugträger in der Chefetage eines amerikanischen Business-Giganten interessieren sich zurzeit nicht für Bilanzen und Aktienkurse: Sie warten gebannt auf die neuesten Kino-Charts.
Denn an den üblichen Fronten hat der insolvente US-Flugriese "United Airlines" zuletzt eine Niederlage nach der anderen erlitten. Nun klammert man sich als letzten Strohhalm an den Erfolg eines Hollywood-Films.
In Steven Spielbergs "Terminal" spielt Tom Hanks nach einer wahren Geschichte den Einwanderer Viktor Naworski, dessen Pass ungültig wurde, nachdem sein Heimatland über Nacht durch einen Krieg die politische Souveränität verloren hat. Navorski darf weder ein- noch ausreisen, verbringt sein Leben fortan im Terminal und verliebt sich in eine Flugbegleiterin: Catherine Zeta-Jones.
Die ersten Worte, die im Film zu hören sind, stammen aus der Durchsage, mit der United Airlines seine Fluggäste an Bord begrüßt. Zudem wirkten 40 Angestellte der Gesellschaft vom Los Angeles International Airport als Statisten mit. Die von Cathy Zeta-Jones verkörperte Stewardess arbeitet natürlich ebenfalls für United. Bei der Airline hofft man durch die geballte Starpower dreier Hollywood-Giganten nun auf einen ordentlichen Zuwachs an Fluggästen.
Ausgetüftelt hat den Marketing Coup der Chef-Stratege des Unternehmens in Sachen PR, Jerry Dow. Er lässt sein Team jährlich 100 Drehbücher nach Möglichkeiten für Product Placement untersuchen: "Dass sich gleich ein ganzer Film um das Thema Fliegen dreht, ist sehr selten."
United Airlines befindet sich derzeit in Insolvenz, ein Antrag auf 1,6 Mrd. Dollar staatlicher Unterstützung wurde soeben abgelehnt. Grund für die existenziellen Schwierigkeiten sind der allgemeine Rückgang im Flugverkehr in Folge des 11. September, steigende Treibstoffkosten und die harte Konkurrenz durch Billigflieger.
Allzu rosig sind die Aussichten auf Rettung aus Hollywood allerdings nicht: Mit 18,7 Mio. Dollar Einspiel am Startwochenende blieb "Terminal" in den USA gerade deutlich hinter den Erwartungen zurück. In den Charts belegte der vermeintliche Rettungsfilm nur den zweiten Platz hinter der Völkerball-Komödie "Dodgeball - A True Underdog Story" mit Ben Stiller.
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