Samy Naceri
Frédéric Diefenthal
Marion Cotillard
Regie: Gérard Pirès, ...
Verleih: Tobis
Um den Führerschein nicht wegen Geschwindigkeitsübertretung zu verlieren, läßt sich der Taxifahrer Daniel auf einen Deal mit dem Cop Emilien ein, der selbst beim wiederholten Mal durch die Fahrprüfung gefallen ist und dringend einen waghalsigen Chauffeur braucht. Ihre Partnerschaft wird auch gleich auf eine Bewährungsprobe gestellt, denn die beiden sollen die berüchtigte Mercedes-Gang stellen.

Wie bei dem filmischen Husarenstück des Ex-Stuntmans Hardy Martins spielen auch in der französischen Produktion "Taxi" Cascadeure eine Hauptrolle. Meisterschaftserprobte Rallye- und Rundkursfahrer zeigen in den stärksten Szenen dieses munteren Gute-Laune-Werks ihr wahrlich erstaunliches Können - doch "Taxi" hat noch mehr zu bieten: ein gutes Skript, sympathische Hauptdarsteller und ungewöhnliche Bilder aus der Hafenmetropole Marseille. Als Mentor des Films zeichnet niemand Geringerer als Regie-Star Luc Besson verantwortlich. Wie zuletzt schon bei Gary Oldmans "Nil by Mouth" trat er als Produzent in Erscheinung und schrieb außerdem noch das Drehbuch.
Regie bei dem mitreißenden Action-Spaß führte der 56jährige Pariser Komödien-Veteran Gérard Pirès ("Die Filzlaus kehrt zurück"). In den Achtzigern verdingte er sich als Werbefilmer für große Autofirmen und konnte sich daher bestens für eine temporeiche Komödie empfehlen, in dem das schnelle Fahren durch enge und verkehrsreiche Straßen den höchsten Unterhaltungswert der Produktion ausmacht.
Schon die ersten Szenen stimmen vorzüglich auf das Weitere ein. Daniel (ungeheuer präsent: Samy Nacéri) rast auf seinem Moped durch Marseille, in den Kurven effektvoll funkensprühend - und die Filmkamera folgt seinen Bewegungen stets aus allernächster Nähe. Verblüffend nur, daß diese spektakulären Bilder durch einen Song unterlegt sind, der die falschen Assoziationen weckt: die Erkennungsmelodie von "Pulp Fiction". Doch Pirès unterläuft elegant die dadurch aufgebauten Erwartungen. "Taxi" stellt sich als ein geradliniges buddy-movie heraus, gespickt mit erstklassigen, frechen One-Linern und jeder Menge beeindruckender Stunts.
Geschickt baut Pirès zwei Handlungsstränge auf und verknüpft sie zum richtigen Zeitpunkt ganz ungezwungen miteinander. Daniel, ein leidenschaftlicher Taxifahrer, betrachtet die Straßen von Marseille als seine ganz persönliche Rallye-Strecke. Emilien (sympathisch: Frédéric Diefenthal), ein kleiner Polizist, der schon acht Mal durch die Führerscheinprüfung gerasselt ist, erwischt ihn bei Tempo 200 und wittert sofort seine große Chance. Mit Daniel als Fahrer könnte er endlich die berüchtigte Mercedes-Gang dingfest machen, eine deutsche Bankräuber-Bande, die der französischen Polizei schon seit Monaten gehörig auf die Nerven geht. Da er keine andere Wahl hat - ein Nein würde ihn seine Taxi-Lizenz kosten - geht Daniel auf den Deal ein.
Atemberaubende Verfolgungsjagden durch das malerische Marseille wechseln sich fortan mit reibungslos eingebauten Flirt-, Liebes- (Marion Cotillard und Emma Sjöberg als erotische Highlights) sowie witzigen Dialogszenen ab. Eine narrative Struktur, die zwar nicht gerade neu ist, doch Pírès versteht es mittels geschickter Inszenierung, damit eine erstaunlich große Wirkung zu erzielen. Sein Leinwand-Comeback besitzt jugendlichen Esprit, einen modernen Look und diesen gewissen Flair, der das Gefühl vermittelt, die Welt stünde einem offen. Autofahren steht bei Pirès für Aufbruch, Abenteuerlust und Adrenalinkicks. Mit allen Mitteln des Action-Kinos zollen die Filmemacher einem Ideal Tribut, das hier endlich mal wirklich beim Wort genommen wird: dem Leben auf der Überholspur. Gelingt es dem Marketing, die französische Produktion als Genre-Film mit Hollywood-Format zu positionieren, dürfte einem Erfolg bei der Fun-Generation nichts mehr im Wege stehen. lasso.
| Darsteller: | Samy Naceri | als Daniel | |
|---|---|---|---|
| Frédéric Diefenthal | als Emilien | ||
| Marion Cotillard | als Lilly | ||
| Emma Sjoberg | als Petra | ||
| Manuela Gourary | als Camille | ||
| Regie: | Gérard Pirès | ||
| Gerard Krawczyk | |||
| Drehbuch: | Luc Besson | ||
| Produzent: | Luc Besson | ||
| Laurent Pétin | |||
| Kamera: | Jean-Pierre Sauvaire | ||
| Schnitt: | Véronique Lange | ||
| Musik: | IAM | ||
| Produktionsdesign: | Jean-Pierre Gernolle | ||
| Ton: | Vincent Arnardi | ||
| Vincent Tulli | |||
Der Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes steht fest: Mit Gerard Krawczyks Neuverfilmung des Klassikers "Fanfan la Tulipe" fällt am 14. Mai der Startschuss zur 56. Ausgabe des Festivals an der Côte d'Azur.
Der im 18. Jahrhundert angesiedelte Historienfilm erzählt die abenteuerliche Geschichte des unbekümmerten Schürzenjägers Fanfan und wurde insgesamt schon dreimal verfilmt (1907, 1926, 1952; bekannt unter dem Titel "Fanfan, der Husar").
In den Titelrollen der Mantel und Degen-Romanze sind Vincent Pérez und Penélope Cruz zu sehen, das Drehbuch stammt aus der Feder von Frankreichs Star-Filmemacher Luc Besson, der auch als Co-Produzent fungierte.
Die Version von Krawczyk ("Taxi")stützt sich auf die Verfilmung von 1952, deren Regie in den Händen von Christian-Jaque lag. Kein schlechtes Omen - der 1994 verstorbene Franzose erhielt für seinen "Fanfan" in Cannes eine Auszeichnung als bester Regisseur.
Diesen Coup wird Krawczyk mit seinem Remake allerdings nicht wiederholen können - der Eröffnungsfilm läuft in Cannes traditionsgemäß außer Konkurrenz.
Sie WAR Edith Piaf! Marion Cottilard, französische Film- und Theaterschauspielerin, hat, seit sie 1998 in das "Taxi" von Samy Nacéri...
Martin Scorseses erster Kinderfilm: Waisenjunge Hugo kommt in einer Pariser Metrostation großen Geheimnissen auf die Spur. Für 11 Oscars nominiert!
Schöne LoveStory mit Channing Tatum und Rachel McAdams!
Kate Beckinsale ist zurück als Sexiest Vampire-Lady Undead! Top-Action in 3D!
Großer Kinospaß mit Adam Sandler in einer Doppelrolle als Zwillinge, die chaotisch Thanksgiving feiern.