Von Fatih Akin koproduzierter Thriller, der sich mit dem Thema Glaube auseinandersetzt. http://images.kino.de/flbilder/max07/auto07/auto41/07410500/b150x150.jpg Takva - Gottesfurcht

Filmdetails

Takva - Gottesfurcht

Von Fatih Akin koproduzierter Thriller, der sich mit dem Thema Glaube auseinandersetzt.


Takva - Gottesfurcht
Start: 15.11.2007

Originaltitel: Takva

Drama

Türkei/Deutschland 2006
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Erkan Can
Güven Kiraç
Meray Ülgen

Regie: Özer Kiziltan
Verleih: Rif Film

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
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Temperatur

lau

Inhalt

Seit mehr als 30 Jahren hat der streng gläubige Islamist Muharrem (Erkan Can) in der selben traditionellen Nachbarschaft Istanbuls sexuell abstinent gelebt, regelmäßig gebetet und hart gearbeitet. Als eine islamische Organisation auf den introvertierten Asketen aufmerksam wird, stellt sie ihn an, was Muharrem zum ersten Mal in seinem Leben mit der Moderne in Form von Handys, Computern, Alkohol und anderen Sünden konfrontiert. Zu seinem Entsetzen kann er den Versuchungen nicht widerstehen.

Das in Berlin 2007 mit dem Fipresci-Preis gekürte deutsch-türkische Psychodrama lässt lebensnah und manchmal auch surreal fanatischen Glauben und westliche Lebensweise aufeinanderprallen - mit dramatischen Auswirkungen. Aufrüttelndes Arthaus-Kino.


Kritik

Takva - Gottesfurcht

Fatih Akin koproduzierte den packenden Religionsthriller um Glauben und Geschäftemacherei in einem fantastisch fotografierten Istanbul.

Fatih Akin ("Auf der anderen Seite") wird mehr und mehr zum Mittler zwischen westlichen Kulturvorstellungen und muslimischen Wertehaltungen und bringt dabei ein Mal mehr einen großen Wurf zu Stande. Das inszenatorische Verdienst des zunehmend fesselnder werdenden Religionsthrillers geht auf das Konto von Özer Kiziltan, der fünf Jahre an seinem Spielfilmdebüt arbeitete, mit unheimlicher Konsequenz von Fundamentalismus, Fanatismus und Fahrt in den Wahnsinn erzählt und Preise in Berlin, Antalaya und Toronto gewann.

Der 45-jährige Lagerverwalter Muharrem (Erkan Can), ein streng gläubiger Muslim, lebt nach den Vorschriften seiner Sekte, die in einem der ältesten Stadtteile Istanbuls im Dergah-Kloster residiert und ein Leben in Demut und Gottesfurcht propagiert. In seiner Vorstellung ist es der Teufel möglicherweise, der ihn fast jede Nacht mit erotischen Träumen und ihren feuchten Folgen konfrontiert. Als Muharrem vom Scheich des Stifts beauftragt wird, die Mieten für die 43 Wohnhäuser, 35 Geschäftsräume und 7 Grundstücke mit Lagerräumen, die dem Orden gehören, zu kassieren, muss er ins Kloster umziehen, wird zum Geschäftsmann und mit der modernen Geschäftswelt zwischen Schmiergeldern und Mietwohnungsterror konfrontiert. Muharrem geht am Missverhältnis dieser Geschäftemacherei und Heuchelei des Ordens, fundamentalistischen Vorschriften und eigenen Glaubenswünschen zu Grunde.

Vom Hauptdarsteller Erkan Can überwältigend gespielt, wird das seelische Armageddon Muharrems, der die Moderne mied und nun umso heftiger auf sie trifft, eine teils Furcht erregende Reise in eine abgeschottete Welt, wo Gläubige sich bei Gesängen in religiöse Ekstase steigern und den Konflikt ihrer Werte mit der Globalisierungskultur wegargumentieren. Das ausgefeilte Tondesign unterstützt den Schwindel erregenden Fall Muharrems in einem Istanbul, über dem ständig Regenwolken hängen und Schneefälle niedergehen, eine Stimmung , die Kiziltan als die "einer verlassenen Braut und verlebten Schlampe" bezeichnet. Die aber Werke hervorbringt, die das türkische Kino zum aufregenden Filmland machen und "Takva" zur Oscar-Nominierung führten. ger.

Takva - Gottesfurcht

Darsteller:  Erkan Can   als Muharrem
  Güven Kiraç   als Rauf
  Meray Ülgen   als Seyh
  Öznur Kula   als Hacer
  Settar Tanriogen   als Ali Bey
  Erman Saban   als Muhittin
  Müfit Aytekin   als Ünal
  Salaetin Bilal   als Sükrü
  Murat Cemcir   als Mahmut
  Feridun Koc   als Muzaffer
 
Regie:  Özer Kiziltan  
Drehbuch:  Onder Cakar  
Produzent:  Fatih Akin  
  Onder Cakar  
  Sevil Demirci  
  Klaus Maeck  
  Andreas Thiel  
Kamera:  Soykut Turan  
Schnitt:  Andrew Bird  
Musik:  Gökçe Akçelik  

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