Bitterfeld im Frühjahr 1953: In der Familie Mannschatz hängt der Haussegen schief, weil Schwiegersohn Hartmut hinter dem Rücken seiner Frau Claudia eine Arbeit in Mecklenburg angenommen hat. Die private Zerreissprobe des Ehepaares wird in den Hintergrund gedrängt, als der politische Aufstand vom 17. Juni auch auf Bitterfeld übergreift und Hartmut in der Streikleitung seines Betriebes tätig ist. Die Ereignisse greifen auch in das Leben von Vater Alfred Mannschatz ein: Der altgediente Sozialdemokrat tritt aus der SED aus, seine langjährige Freundschaft mit dem Parteifunktionär Pfefferkorn bekommt tiefe Risse. Sowjetische Panzer beenden den kurzen politischen Frühling. Hartmut Brücken soll verhaftet werden.

Das Gespann Thomas Freundner (Regie), Erich Loest (Autor) und Hans-Werner Honert (Produzent und Koautor) hat mit "Tage des Sturms" einen Film geschaffen, der auf wunderbare Weise das Kleine mit dem großen Ganzen, das Private mit Politischem und Historischem vermengt. Freud und Leid der Familie Mannschatz dienen als Vehikel, über das die Zuschauer behutsam an die politischen Ereignisse herangeführt werden. Die Aktion des Aufstandes wird wohl dosiert und angenehm unspektakulär gezeigt. Den Machern liegen vor allem die betroffenen Menschen am Herzen - ganz gleich auf welcher Seite sie standen. Und sie hatten ein Ensemble zur Verfügung, dass die Motivation, das Gefühlsleben ihrer Figuren greifbar macht.
| Darsteller: | Wotan Wilke Möhring | als Hartmut Brücken | |
|---|---|---|---|
| Peter Sodann | als Alfred Mannschatz | ||
| Thekla Carola Wied | als Hertha Mannschatz | ||
| Hans-Peter Hallwachs | als Bruno Pfefferkorn | ||
| Franziska Petri | als Claudia Brücken | ||
| Marie Anne Fliegel | als Lisbeth Pfefferkorn | ||
| Axel Wandtke | als Kodelwitz | ||
| Kathrin Freundner | als Pfefferkorns Sekretärin | ||
| Udo Kroschwald | als 1. Sekretär SED-BL | ||
| Manfred Möck | als Instrukteur Walter | ||
| Anian Zollner | als Frank Gärtner | ||
| Martin Seifert | als Meinecke | ||
| Walter Nickel | als Friseur Locke | ||
| Ulrich Anschütz | als Pfarrer | ||
| Bruno F. Apitz | als Biedrich | ||
| Franz Sodann | als Arbeiter Heinz | ||
| Thomas Arnold | als Arbeiter Harry | ||
| Henning Peker | als Arbeiter Willy | ||
| Thorsten Ranft | als Bahnhofsvorsteher | ||
| Detlef Bierstedt | als Lokführer Heinz | ||
| Wolfgang Winkler | als Lokführer Max | ||
| Günter Kurze | als Postamtsleiter | ||
| Ernst-Georg Schwill | als Betriebspförtner | ||
| Dieter Bellmann | als Bürgermeister | ||
| Lutz Blochberger | als 1. Stasi-Mitarbeiter | ||
| Jörg Simmat | als 2. Stasi-Mitarbeiter | ||
| Hannelore Schubert | als Wärterin | ||
| Tilo Krügel | als Volkspolizist | ||
| Ludwig Blochberger | als Jugendlicher | ||
| Natascha Paulick | als Krankenschwester | ||
| Regie: | Thomas Freundner | ||
| Drehbuch: | Erich Loest | ||
| Hans-Werner Honert | |||
| Produzent: | Hans-Werner Honert | ||
| Kamera: | Benjamin Dernbecher | ||
| Musik: | Joachim J. Gerndt | ||
| Produktionsdesign: | Ulrich Vetter | ||
| Rafal Waltenberger | |||
| Kostüme: | Regina Viertel | ||
| Ewa Krauze | |||
| Ton: | Harald Lambeck | ||
Der Stoische. Wotan Wilke Möhring umgibt die Aura des harten Einzelgängers, der wortkarg und äußerlich ohne Eigenschaften seinen...
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