George Clooney in einem politischen Thriller nach den Memoiren des CIA-Agenten Robert Baer. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz50/z0550516/b150x150.jpg Syriana

Filmdetails

Syriana

George Clooney in einem politischen Thriller nach den Memoiren des CIA-Agenten Robert Baer.


Syriana
Start: 23.02.2006

Drama / Thriller

USA 2005
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Matt Damon
George Clooney
Jeffrey Wright

Regie: Steve Gaghan
Verleih: Warner

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Der reformfreudige arabische Prinz Nasir (Alexander Siddig) vergibt die Rechte zur Ölförderung und -produktion in seinem Heimatland lieber an die meistbietenden Chinesen und nicht an Connex, die Firma des smarten US-Geschäftsmannes Pope (Chris Cooper). Daraufhin schickt die CIA mit Bob Barnes (George Clooney) ihren besten und vielleicht auch verrücktesten Mann, um das Problem zur Not auf handfeste Art aus der Welt zu schaffen. Doch die Verhältnisse vor Ort sind komplizierter als erwartet.

Matt Damon, Amanda Peet und viele weitere Stars ließen sich für diesen brandaktuellen Politthriller, basierend auf den Memoiren des CIA-Agenten Robert Baer, nicht lange bitten. "Traffic"-Autor Steve Gaghan inszenierte für Clooney und Steven Soderbergh.


Kritik

George Clooney, Matt Damon und ein Ensemble großartiger Charakterdarsteller enthüllen in einem packenden Drama die vielen verborgenen Schlachtfelder, auf denen der Krieg ums Öl ausgetragen wird.

Großansicht CIA-Agent Barnes geht kurz vor der Pensionierung durch die Hölle (Foto: Warner)

CIA-Agent Barnes geht kurz vor der Pensionierung durch die Hölle (Foto: Warner)

Puzzeln mit Stil hat Autor Steve Gaghan zur Kunstform entwickelt. Mit "Traffic" entwarf er ein Oscar-prämiertes Mosaik über die verschlungenen Wege der Droge von den Produzenten zu den Konsumenten, die trotz individuellem Einsatz nicht blockiert werden können. Eine ähnlich verschachtelte, dennoch nie Spannung opfernde Struktur zeichnet auch Gaghans Drehbuch zu "Syriana" aus, das er auch selbst inszeniert hat.

In einer Zeit, in der sich die Fronten zwischen der westlichen und muslimischen Welt permanent verschärfen, blickt "Syriana" unvoreingenommen und integer auf das komplexe, undurchschaubare Netz aus politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Interessen im Kampf um den Motor allen modernen Lebens: das Öl.

Großansicht Woodman und Barnes verfolgen am Golf völlig konträre Ziele (Foto: Warner)

Woodman und Barnes verfolgen am Golf völlig konträre Ziele (Foto: Warner)

Nobelhotels und Hinterzimmer

Aus mehreren Perspektiven seziert das hochkarätig besetzte Ensembledrama die Manipulationen, Intrigen und Machtkämpfe in diesem Krieg, der in noblen Hotels, imposanten Regierungszentralen, aber auch in dreckigen Folterlöchern, düsteren Hinterzimmern und religiösen Zufluchtstätten ausgetragen wird.

George Clooney, durch Vollbart und 15 Kilo Gewichtszulage vom Charmemagneten zum Normalmenschen reduziert, spielt den CIA-Agenten Bob Barnes - eine von mehreren Figuren, die an das, was sie tun, unbedingt glauben, ohne zu ahnen, dass sie skrupellos benutzt werden.

Barnes steht kurz vor der Pensionierung, warnt seine Chefs vor einer verschwundenen Stinger-Rakete und die US-Regierung vor der blauäugigen Zukunftsperspektive, dass die jungen Generationen in den Krisenherden Irak und Iran sich nach Demokratie sehnen. Doch niemand will auf den Veteranen hören, stattdessen schickt man ihn nach Beirut, um Prinz Nasir, den Thronfolger eines Staats am Persischen Golf, zu töten.

Großansicht Eine Tragödie bringt Energiespezialist Woodman ins Big Business (Foto: Warner)

Eine Tragödie bringt Energiespezialist Woodman ins Big Business (Foto: Warner)

Zum Wohle des Landes

Nasir ist mächtigen US-Ölkonzernen und damit auch der US-Regierung im Weg, weil er durch einen Vertragsabschluss mit den Chinesen die Amerikaner aus dem Geschäft geworfen hat. Der vermeintliche Gewinn- und Jobsaboteur ist tatsächlich ein reformfreudiger Politiker, der mit Hilfe eines dynamischen Energiespezialisten (Matt Damon) sein Land unabhängiger und wohlhabender machen möchte.

Nasirs Kurskorrektur beeinflusst auch die Fusion zweier US-Ölkonzerne und damit die Profite mächtiger Männer im Hintergrund, die gerade eine Regierungsüberprüfung über sich ergehen lassen müssen.

Großansicht Sein Lächeln ist Tarnung: der eiskalte Drahtzieher Whiting (Foto: Warner)

Sein Lächeln ist Tarnung: der eiskalte Drahtzieher Whiting (Foto: Warner)

Kennwort: Korruption

Die gemeinsame Sprache in diesen Schaltzentralen zwischen Washington, Langley, Beirut, Genf und dem Persischen Golf ist Korruption. Sie regelt den Markt und seine Probleme.

"Syriana" surft zwischen diesen Schauplätzen hin und her, bis sich die einzelnen Geschichten zusammenfügen, bis sich mit dem Personal aus Machtmenschen, Killern, Karrieristen und manipulierten Schachfiguren ein gruseliges Gesamtbild mit Terroristen in vielen Lagern zeigt.

Syriana

Darsteller:  Matt Damon   als Bryan Woodman
  George Clooney   als Robert Baer
  Jeffrey Wright   als Bennett Holiday
  Amanda Peet   als Julie Woodman
  Chris Cooper   als Jimmy Pope
  Max Minghella   als Robby Baer
  William Hurt   als Stan Goff
  Christopher Plummer   als Dean Whiting
  Mazhar Munir   als Masim Khan
  Tim Nelson   als Danny Dalton
  Alexander Siddig   als Prinz Nasir
  Jamey Sheridan   als Terry George
  Thomas McCarthy   als Fred Franks
  Viola Davis   als Marilyn Richards
  Jayne Atkinson   als CIA- Abteilungsleiterin
  William C. Mitchell   als Bennett Holiday Sr.
  Nicky Henson   als Sydney Hewitt
 
Regie:  Steve Gaghan  
Drehbuch:  Steve Gaghan  
Produzent:  Steven Soderbergh  
  George Clooney  
  Michael Nozik  
Ausf. Produzent:  Jennifer Fox  
  Ben Cosgrove  
  Georgia Kacandes  
Buchvorlage:  Robert Bear  
Kamera:  Robert Elswit  
Schnitt:  Tim Squyres  
Musik:  Alexandre Desplat  
Produktionsdesign:  Dan Weil  
Kostüme:  Louise Frogley  
Casting:  Lora Kennedy  

George Clooney plante Selbstmord

Es fühlte sich an, als würde der Schädel zerspringen…

Großansicht Voller Einsatz: Die Stunt-Arbeit in "Syriana" hätte George Clooney beinahe mit dem Leben bezahlt (Foto: Kurt Krieger)

Voller Einsatz: Die Stunt-Arbeit in "Syriana" hätte George Clooney beinahe mit dem Leben bezahlt (Foto: Kurt Krieger)

Superstar George Clooney hatte derart höllische Kopfschmerzen, dass er nur noch einen Weg sah, diesen zu entgehen: den Tod! Grund dafür war eine Verletzung, die sich Clooney 2005 beim Dreh der Folterszene in seinem Thriller "Syriana" zugezogen hatte. Wie schlecht es ihm damals wirklich ging, hat er nun in einem Interview eingestanden:

"Ich lag in einem Krankenhausbett und konnte mich nicht mehr bewegen", beschreibt George Clooney heute seinen damaligen Zustand. "Die Kopfschmerzen waren so schlimm, dass ich dachte, ich hätte einen Schlaganfall oder so etwas. Ich fing an zu überlegen, dass ich jetzt etwas wirklich Drastisches dagegen tun muss…"

Zunächst war Clooneys Verletzung unentdeckt geblieben: Er litt nach den Dreharbeiten zu "Syriana" ein Jahr lang unter fürchterlichen Kopfschmerzen und sogar Gedächtnisverlust, ohne dass die genaue Ursache diagnostiziert werden konnte. Erst als George Clooney Rückenmarksflüssigkeit aus der Nase lief, wurde bei einer akribischen Untersuchung entdeckt, dass seine Halswirbelsäule verletzt war und sogar die Hirnhaut geschädigt.

In Zukunft immer mit Stunt-Double

Passiert war dies, als George Clooney beim Dreh gefesselt auf einem Stuhl saß und als Reaktion auf simulierte Schläge den Kopf heftig vor- und zurückbewegte. Zwar fiel der Stuhl auch um, doch die Verletzung entstand nicht, wie lange vermutet, durch den Sturz, sondern vorher durch die ruckartigen Kopfbewegungen.

Clooney behielt aber trotz der Schmerzen seinen Humor: "Während ich so im Krankenhausbett lag, dachte ich mir: 'Hey, Du willst ja keine keine Sauerei hinterlassen!' Also plante ich, in die Garage zu gehen, mich ins Auto zu setzen und einfach den Motor anzulassen. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie ich diese Schmerzen überleben sollte."

Erst eine komplizierte Wirbelsäulenoperation sowie mehrere Injektionen von Blut in die Hirnhaut, um das Austreten von Flüssigkeit zu stoppen, brachten George Clooney dann Heilung und das Ende der Schmerzen. Seitdem ist der Superstar deutlich vorsichtiger geworden, wenn es darum geht, die Stunt-Szenen in seinen Filmen selbst zu übernehmen…

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