Sechster Zombie-Film von George A. Romero, in dem die Zombieplage längst Normalität geworden ist. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto05/10050243/b150x150.jpg Survival of the Dead

Filmdetails

Survival of the Dead

Sechster Zombie-Film von George A. Romero, in dem die Zombieplage längst Normalität geworden ist.


Survival of the Dead
Start: 06.05.2010

Horror

USA/Kanada 2009
Laufzeit: 86 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Alan Van Sprang
Kenneth Welsh
Kathleen Munroe

Regie: George A. Romero
Verleih: Splendid (Kinostar)

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Auf einer kleinen Insel im U.S.-amerikanischen Norden werden die Menschen von Untoten belagert, die vor kurzem noch ihre Geliebten und Nachbarn waren. Sie bringen es nicht übers Herz, sie endgültig auszulöschen. Ein junger Mann nimmt das Gesetz in die eigene Hand, wird dafür aber von der Insel verbannt. Auf dem Festland schließt er sich einer Gruppe von Zombiejägern an, die bei einem Angriff der Zombies in die Defensive gedrängt werden und sich gerade noch auf eine Fähre retten können. Sie steuern die Insel an und machen eine furchtbare Entdeckung.


Kritik

Survival of the Dead

Zum sechsten Mal lässt Horrorveteran George Romero ("Night of the Living Dead") die Untoten von der Kette. Diesmal dient eine Insel als Schauplatz, auf der sich unversöhnlich zwei Farmer-Clans bekämpfen.

Es ist so eine Sache mit dem "Kultregisseur" George A. Romero. Jeder Horrorfan kennt seinen Namen, und das zu Recht. Denn ohne ihn gäbe es nicht den buchstäblich nicht totzukriegenden Zombiefilm. Er hat ihn vor über 40 Jahren erfunden, und auch gleich die Regeln dafür festgelegt. An diese Vorgaben halten sich seither sklavisch Romeros zahlreiche Epigonen, selbst wenn sie behaupten, das Thema frei zu variieren, oder gar Komödien daraus destillieren, bzw. Zomedy, wie es wissenschaftlich heißt, oder Romzomcom, falls romantisch. Damit beginnt Romeros Problem. Seine Fans machen inzwischen die besseren Zombiefilme, er ist es, der dem Trend (!) hinterher hechelt. Denn auch er dreht immer noch manisch Zombiefilme. Jetzt, wo die Welle wieder mal alles voll schwappt, ist er besonders fleißig. Für "Land of the Dead" und speziell "Diary of the Dead" mußte er sich aus Fankreisen viel negative Kritik anhören. Ob sich das mit dem etwas widersprüchlich betitelten "Survival of the Dead" besser wird? Die gute Möglichkeit besteht.

Die Geschichte spielt wenige Tage nach dem Ausbruch der Seuche. Während auf dem Festland die Apokalypse ihren bekannten Gang geht, geraten am Haupthandlungsort des Filmes, einer der neuenglischen Küste vorgelagerten Insel, zwei ohnehin bereits erbittert miteinander rivalisierende Familienpatriarchen und ihr schießfreudiger jeweiliger Anhang über den Umgang mit untoten Freunden und Familienmitgliedern in (noch mehr) Streit. Ein um den einen oder anderen eingesammelten Zivilisten verstärkter Trupp versprengter Soldaten erreicht die Insel schließlich per Fähre, macht seine schockierenden Entdeckungen und greift in die Auseinandersetzungen ein.

Der Zombiefilm trifft Romeo und Julia als Western ("Weites Land", um genau zu sein) - das ist neu und von manchem sicher so nicht erwartet. Die Leute machen sich Gedanken, ob man Zombies kontrollieren und halten kann, und als gesellschaftskritischer Aspekt, der bei Romero schon aus Tradition nie fehlen darf, mag die latente Unfähigkeit des Menschen gelesen werden, selbst in kleinsten Gruppen untereinander Frieden zu halten. Nicht jeden Zuschauer wird das überzeugen, doch einen Versuch war's wert, und für die anderen macht Romero das Splatterslapstick-Fass auf. Ohne langwierige inhaltliche Umwege und verstärkt um eingestreute CGI-Effekte attackieren von der ersten Minute Zombies die Lebenden und fallen selbst den übelsten Fallen und unterschiedlichsten Tücken des Objekts zum Opfer. Situationskomik wird groß geschrieben in solchen Momenten, auch wenn sie nicht immer zum bierernsten Vortrag der engagierten, aber wenig charismatischen Darsteller passen will. Ein Low-Budget-Familiendrama mit Zombies, ein archaischer Kampf zweier verfeindeter Landclans unter erschwerten Bedingungen. Dem Festival in Venedig war es eine Nominierung für den Goldenen Löwen wert, und auch die Fantasy Filmfest Nights haben Interesse bekundet. Romero auf dem Wege der Erholung? Der Fan wird's hoffen. ab.

Survival of the Dead

Darsteller:  Alan Van Sprang   als Sarge
  Kenneth Welsh   als O'Flynn
  Kathleen Munroe   als Janet/Jane O'Flynn
  Devon Bostick   als Junge
  Richard Fitzpatrick   als Muldoon
  Athena Karkanis   als Tomboy
  Stefano Di Matteo   als Francisco
  Joris Jarsky   als Chuck
  Eric Woolfe   als Kenny
  Wayne Robson   als Tawdry O'Flynn
  Julian Richings   als James O'Flynn
 
Regie:  George A. Romero  
Drehbuch:  George A. Romero  
Produzent:  Paula Devonshire  
Ausf. Produzent:  George A. Romero  
  Peter Grunwald  
  Art Spigel  
  Ara Katz  
  Dan Fireman  
  Patrice Theroux  
  Michael Doherty  
Kamera:  Adam Swica  
Schnitt:  Michael Doherty  
Musik:  Robert Carli  
Produktionsdesign:  Arvinder Grewal  
Kostüme:  Alex Kavanagh  
Casting:  John Buchan  
  Jason Knight  

"Zombies müssen langsam sein"

George A. Romero, der Altmeister des Horrorgenres, lässt in der Low-Budget-Produktion "Survival of the Dead"erneut Untote und Lebende gegeneinander kämpfen.

Großansicht George A. Romero legte bereits mit seinem Debüt "Die Nacht der lebenden Toten" (1968) einen Kultfilm vor. Mit "Survival of the Dead" arbeitet er erneut in seinem Lieblingsgenre.

George A. Romero legte bereits mit seinem Debüt "Die Nacht der lebenden Toten" (1968) einen Kultfilm vor. Mit "Survival of the Dead" arbeitet er erneut in seinem Lieblingsgenre.

Wird Ihnen das Zombiegenre nicht langweilig?
Überhaupt nicht. Ich liebe es. Mit diesen Filmen hatte ich die Möglichkeit, meine eigenen Beobachtungen zu machen, eine eigene Sprache zu finden und zudem noch ein bisschen Sozialkritik zu üben, wie auch jetzt in "Survival of the Dead". Ich hoffe nur, dass es dem Publikum nicht langweilig wird.

"Land of the Dead" entstand beim Studioriesen Universal, hier sind Sie zur Independent-Produktion zurückgekehrt. Welche Art des Arbeitens ist Ihnen lieber?
Universal zeigte bei "Land of the Dead" großes Verständnis, man ließ mich meinen Film machen und unterstützte mich. Dabei hatten mich alle gewarnt. "Die unheimlich verrückte Geisterstunde" war unabhängig produziert und bei Warner im Verleih. Zwei Studioerfahrungen waren die absolute Hölle, "Der Affe im Menschen" und "Stephen Kings Stark", beide bei Orion. Ständig mischten sich irgendwelche Bosse ein, wechselten permanent ihre Meinung, wollten mal dieses und mal jenes und zu guter Letzt auch noch in die fertigen Szenen eingreifen. Der typische Hollywood-Wahnsinn eben. Und dann musste ich auch noch jeweils das Ende ändern. Bei Universal wurde ich dagegen sehr respektvoll behandelt. Mehr Geld heißt mehr Verantwortung. Alles wird größer und unübersichtlicher, schon die Cateringrechnung geht in die zigtausend Dollar.

Bietet mehr Geld nicht auch mehr Möglichkeiten?
Bei einem großen Budget kann man nicht mehr spontan reagieren und improvisieren, sondern muss jede Änderung absegnen lassen. Mehr Geld hilft auch nicht immer weiter. Mit weniger Geld kontrolliert man genauer, wofür man es ausgibt. Mit dieser Politik kann man oft mehr erreichen, als wenn Studios die Dollars mit vollen Händen rauswerfen. Geld ersetzt keine Freiheit.

Ist die Anerkennung für das Zombiegenre gestiegen? Ihre Wettbewerbsteilnahme in Venedig galt als Ritterschlag.
Viele Menschen glauben immer noch, Zombiefilme seien nicht seriös, sie sehen nicht die Themen unter der Oberfläche.

Bilder zu "Survival of the Dead"

Fotos ansehen

Neben Horror setzen Sie auch auf Humor.
Das muss sein. Ich halte wenig von diesen zunehmend aggressiveren Wesen. Meine Zombies sollen sich langsam bewegen, so richtig schön oldfashioned. Bei Zack Snyders Remake von "Dawn of the Dead" sehen sie aus, als würden sie direkt ins Fitnesscenter marschieren. Im Internet läuft eine Diskussion, wie sich ein Zombie bewegen soll, auf T-Shirts heißt es "Fast zombies suck".

Wie erklären Sie sich das derzeitige Revival von Zombiefilmen?
Eine Modeerscheinung. Die Leute greifen nach irgendeinem Thema und vermarkten es. Das Investment amortisiert sich über die Videoschiene, weniger durch die Kinoauswertung. Ich sehe die Entwicklung ganz pragmatisch. Wenn Zombies wirtschaftlich erfolgreich sind, steigt die Produktion, wenn die Filme floppen, kräht kein Hahn nach ihnen. Ich hätte nichts dagegen, einen weiteren Zombiefilm zu drehen. "Land of the Dead" hat viel Kohle gemacht und ermöglichte "Diary of the Dead" mit einer riesigen Videoauswertung, deshalb konnte ich "Survival of the Dead" schreiben. Warten wir mal ab, was passiert.

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Weitere Clips zum Film

 

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.