Ein Sommerfilm, wie er früher einmal war: J. J. Abrams lässt eine Gruppe von Kleinstadtjungs in den Siebzigerjahren dem Geheimnis eines Aliens auf die Spur kommen. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto30/11300002/b150x150.jpg Super 8

Filmdetails

Super 8

Ein Sommerfilm, wie er früher einmal war: J. J. Abrams lässt eine Gruppe von Kleinstadtjungs in den Siebzigerjahren dem Geheimnis eines Aliens auf die Spur kommen.


Super 8
Start: 04.08.2011

Abenteuer / Science Fiction

USA 2011
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Kyle Chandler
Elle Fanning
Joel Courtney

Regie: J.J. Abrams
Verleih: Paramount

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Action
Humor
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Inhalt

Eine US-Kleinstadt im Jahr 1979. Nach dem Tod seiner Mutter ist der 13-jährige Joe allein mit sich und seiner Trauer. Zuflucht findet er bei den Dreharbeiten eines Zombiefilms, den sein bester Freund Charles auf Super 8 inszeniert. Er konnte sogar die unerreichbar scheinende Alice für eine Hauptrolle gewinnen. Gemeinsam werden sie während des Drehs Zeugen eines Zugunglücks, bei dem eine Kreatur aus einem geheimen Militärwagon entweichen kann. Kurz darauf geschehen unerklärliche Dinge, Alice verschwindet spurlos. Jetzt ist Joe gefragt.


Kritik

Super 8

Ein Sommerfilm, wie er früher einmal war: JJ Abrams lässt eine Gruppe von Kleinstadtjungs in den Siebzigerjahren dem Geheimnis eines Aliens auf die Spur kommen.

Wenn nicht die Effektarbeit so modern und die Technologie so weit fortgeschritten wären, man könnte J.J. Abrams' Reminiszenz an die eigene Adoleszenz in den späten Siebzigerjahren tatsächlich für einen Film aus dieser Zeit halten. Eine Ära, in der Popcorn-Sommer- Blockbuster hinter all dem Schall und Rauch immer noch eine Seele erkennen ließen - ein Bedürfnis, ihr Publikum nicht einfach nur mit Spektakel zu erschlagen, sondern Figuren zu erschaffen und Geschichten zu erzählen, die einem nahegehen. Natürlich kann Abrams, wie schon bei "Star Trek", auch hier nicht ganz den Vorwurf entwerten, er sei mehr an der Plotmechanik als an den Figuren interessiert. Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, die vermeintliche Tiefe der Figuren sei doch nur behauptet und diene lediglich dazu, das präzise den erklärten Vorbildern nachgebaute Konstrukt besonders gut geölt funktionieren zu lassen. Das wäre ein valider Kritikpunkt, wenn "Super 8" nicht so unfassbar unterhaltsam wäre, wenn man sich in Abrams' Händen nicht so wohl fühlen würde. Er hat Filme wie "Stand By Me", "Die Goonies" und natürlich immer wieder früher Spielberg - "Unheimliche Begegnung der dritten Art", "E.T." - so verinnerlicht, dass seine Mimikry völlig organisch wirkt.

Sein Held ist ein "lost boy", wie ihn Spielberg nicht schöner hätte erfinden können. Nach dem Unfalltod seiner Mutter auf sich allein gestellt, weil sein Papa, Stadtsheriff Jackson, von der Situation überfordert ist, stürzt sich der 13-jährige Joe Lamb mit seinen Kumpels in die Produktion eines auf Super 8 gedrehten Zombiefilms, den sein bester Freund Charles inszeniert. Joe kann es nicht glauben, aber Charles ist es gelungen, die umwerfende Alice - das hübscheste und damit für die Jungs absolut unerreichbare Mädchen der Schule und obendrein Tochter des Mannes, der indirekt Schuld am Tod von Joes Mutter trägt - für eine Rolle zu besetzen. Der Moment, in dem Alice vor laufender Kamera eine Probe ihres Könnens gibt und alle dabei zu Tränen rührt, ist schon jetzt ein Klassiker - man sieht Elle Fanning dabei zu, wie sie binnen einer Szene von der begabten Kinderschauspielerin zum kommenden Superstar reift. Dass der Augenblick so eine große Durchschlagskraft hat, liegt aber auch daran, dass während des Drehs ein Wagen auf die Gleise biegt und mit einem vorbeifahrenden Zug mit geheimen Militärwagons kollidiert. Während sich die Teenager vor den Explosionen und durch die Gegend segelnden Einzelteilen in Sicherheit bringen, kann aus einem der Wagons etwas entkommen, von dem die Öffentlichkeit nichts erfahren darf - und die immer noch laufende Super-8-Kamera zeichnet es auf. In den nächsten Tagen geschehen merkwürdige Dinge, Menschen verschwinden spurlos, auf wundersame Weise werden im Städtchen alle Motoren und Mikrowellen entwendet: Ein Alien mit unklaren Absichten ist los. Das Militär erklärt die Gegend zum Katastrophengebiet. Gleichzeitig eskalieren auch die privaten Konflikte: Joe verliebt sich in Alice, sein Vater verbietet seinem Sohn den Umgang mit dem Mädchen, das von dem Alien entführt wird. Im Zentrum der Stadt kommt es zum Showdown, der keine Wünsche offenlässt, aber trotz allem Effektezaubers doch nur ein Sinnbild für Joes Einsamkeit und Trauer um den Tod seiner Mutter ist.

Um das Loslassen geht es in "Super 8" - buchstäblich. Um Heilung und das hinter sich Lassen, um Vergebung und Zusammenhalt. Ein brandaktueller Film also, der ganz unmittelbar zum Amerika von heute spricht. Zugleich aber auch ein ganz persönlicher Film über die Freuden, Ängste und Nöte an der Schwelle zum Erwachsenwerden im Allgemeinen und die befreiende Kraft des Filmemachens im Besonderen. Als hätte man das Maschinenöl in "Transformers" mit Herz und Seele ersetzt ist "Super 8" jetzt schon neben "Dazed and Confused" einer der großen Filme über das Jungsein in den 70s - eine Liebeserklärung mit allem, was dazugehört: nachvollziehbare Figuren, viel Humor, Action, Spannung - ein Film wie früher also, der die wichtigste Lektion begriffen hat: Gutes Kino lässt sein Publikum staunen. Mission erfüllt. ts.

Super 8

Darsteller:  Kyle Chandler   als Jackson Lamb
  Elle Fanning   als Alice Dainard
  Joel Courtney   als Joe Lamb
  Gabriel Basso   als Martin
  Noah Emmerich   als Nelec
  Ron Eldard   als Louis Dainard
  Riley Griffiths   als Charles
  Ryan Lee   als Cary
  Zach Mills   als Preston
  Jessica Tuck   als Mrs. Kaznyk
  Joel McKinnon Miller   als Mr. Kaznyk
 
Regie:  J.J. Abrams  
Drehbuch:  J.J. Abrams  
Produzent:  J.J. Abrams  
  Bryan Burk  
  Steven Spielberg  
Ausf. Produzent:  Guy Riedel  
Kamera:  Larry Fong  
Schnitt:  Maryann Brandon  
  Mary Jo Markey  
Musik:  Michael Giacchino  
Produktionsdesign:  Martin Whist  
Kostüme:  Ha Nguyen  
Casting:  April Webster  
  Alyssa Weisberg  

Kein Effekte-Oscar für "Thor" und "Sherlock Holmes"

Da waren es nur noch zehn: Die 'Academy' hat weitere fünf Kandidaten für den Visual Effects-Oscar aus dem Rennen genommen. Auch "Thor" und "Sherlock Holmes" wurden aussortiert.

Großansicht Fürs Hammerwerfen wird "Thor" keinen Oscar bekommen (Foto: Paramount)

Fürs Hammerwerfen wird "Thor" keinen Oscar bekommen (Foto: Paramount)

Vor einem Monat gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences 15 Filme bekannt, die in diesem Jahr eine Chance auf den Oscar für die besten visuellen Effekte haben. Nun wurde die Liste eingedampft und fünf große Filme sind in der Oscar-Kategorie für den besten Bombast aus dem Rennen.

Aussortiert wurden "Cowboys & Aliens", "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten", "Sucker Punch", "Super 8" und "Thor".

Von den verbliebenen zehn Filmen werden in den nächsten beiden Wochen nochmals fünf gestrichen, die Finalisten dann am 24. Januar zusammen mit den Nominierungen aus allen anderen Kategorien veröffentlicht. Die Oscar-Verleihung 2012 selbst steigt am 26. Februar. Im vergangenen Jahr gewann den "Visual Effects"-Oscar "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1".

Die Liste der verbliebenen Kandidaten für den "Visual Effects"-Oscar:

1. "Captain America"

2. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2"

3."Hugo Cabret"

4. "Mission: Impossible - Phantom Protokoll"

5. "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten"

6. "Real Steel"

7. "Planet der Affen: Prevolution"

8. "Transformers 3"

9. "The Tree of Life"

10. "X-Men: First Class"

Bilder zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2"

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Star

Elle Fanning

* 09.04.1998

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Ron Eldard

* 20.02.1965

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