Emily Browning
Abbie Cornish
Jena Malone
Regie: Zack Snyder
Verleih: Warner
Missbraucht vom monströsen Stiefvater, mitschuldig am tragischen Tod ihrer Schwester, landet Baby Doll in einer psychiatrischen Anstalt, soll in fünf Tagen lobotomisiert und damit für immer ruhiggestellt werden. Um ihrer grausamen Realität zu entkommen, taucht das junge apathische Mädchen in die Welt ihrer Fantasie ab. Hier ist sie eine Fighterin, kämpft sie mit vier neuen Freundinnen gegen Zombies, Drachen und Cyborgs, müssen fünf Prüfungen bestanden werden, um aus der Anstalt in die Freiheit fliehen zu können.

Mit einem fiebrigen Actiontraum über horrende Realität und befreiende Imagination balanciert "300"-Regisseur Zack Snyder zwischen Girl Power und Männerfantasie.
Wer sich schon immer einen Film wünschte, über den man im Comicladen so leidenschaftlich diskutieren kann wie im Psychologie-Seminar an der Uni, wird dank Zack Snyder ("300", "Watchmen - Die Wächter") fündig werden. "Sucker Punch" ist erstmals keine Adaption einer fremdgeträumten Fantasie, sondern ein von Snyder mitverfasster Speedtrip in den eigenen Frontallappen - eine Collage der Einflüsse eines erklärten Fanboys, ob sie nun aus Film, Fernsehen, Comics, Songs oder Games kommen.
Der Faustschlag ohne Vorwarnung (engl. Sucker Punch) beginnt mit einem opernhaften wortlosen Prolog, der, getaktet zu einer verfremdeten Version des Eurythmics-Klassikers "Sweet Dreams", in das Trauma der Hauptfigur einführt. Irgendwo zwischen Grimms Märchen und familiärer Missbrauchsrealität sehen wir Baby Doll (Emily Browning), die erst ihre Mutter, dann durch eine verirrte Kugel aus eigener Hand ihre jüngere Schwester und schließlich ihre Freiheit verliert, als ihr monströser Stiefvater sie in eine psychiatrische Klinik wegsperren lässt. Hier, in einem Milieu-Mix aus DiCaprios "Shutter Island" und Batmans Arkham Asylum, soll Baby Doll in fünf Tagen lobotomisiert werden - ein persönlicher Gefallen für den Stiefvater, den sich ein Wärter gut bezahlen lässt.
Hier endet auch die übergreifende "Realität", macht den Weg frei für Baby Dolls Flucht in die Welt ihrer Vorstellung - verdeutlicht durch das Bühnensetting der Anstalt und die Theatertherapie der leitenden Psychiaterin. Babys Sekundärrealität ist ein burleskes Bordell, in dem Anstaltsoutfits zu Dessous und Patientinnen zu Lustobjekten für feiste, schmierige und ältere Herren werden. Von hier aus entfliehen Baby und ihre vier neuen Freundinnen, die vielleicht nur Projektionen und mögliche Facetten ihrer eigenen Persönlichkeit sind, in eine fantastische virtuelle Tertiärrealität. Der Kampf der fünf Fightgirls gegen Samurairiesen, deutsche Soldatenzombies, Drachen und Cyborgs spiegelt die Eroberung von vier Gegenständen wider, die den Mädchen aus der Bordellrealität die Flucht ermöglichen soll.
Ob und wie sie letztlich gelingt (im blütenweißen Kleid!), ob Fetisch hier Fantasie dominiert, ob Chaos am Ende Ordnung generiert, ob Bilderflut hier Gefühle erstickt, um die sich Jungstars wie Abbie Cornish oder Jena Malone redlich bemühen - über all das wird sich leidenschaftlich diskutieren lassen. Unstrittig aber ist die Unterhaltungsqualität dieses von Zeitlupe, Freeze Frames, Bildbeschleunigung, bewusster Überzeichnung und Akrobatikposing leicht bekleideter Jungamazonen gestützten Bilderrausches, dessen kinetische Action in einer überwältigenden Steampunk-Sequenz mit Gasmaskenzombies, Luftschiffen, Kampfrobotern und Pin-ups, die Schützengräben in Blut tauchen, einen frühen Höhepunkt erreicht. Grandios, grotesk, gelegentlich gescheitert - "Sucker Punch" ist irgendwie alles, aber vor allem eines: ein Film für Wiederholungstäter, für eine zweite Sichtung. kob.
| Darsteller: | Emily Browning | als Babydoll | |
|---|---|---|---|
| Abbie Cornish | als Sweet Pea | ||
| Jena Malone | als Rocket | ||
| Vanessa Anne Hudgens | als Blondie | ||
| Jamie Chung | als Amber | ||
| Oscar Isaac | als Blue | ||
| Carla Gugino | als Madam Gorski | ||
| Jon Hamm | als High Roller | ||
| Scott Glenn | als Der Weise | ||
| Regie: | Zack Snyder | ||
| Drehbuch: | Zack Snyder | ||
| Steve Shibuya | |||
| Produzent: | Zack Snyder | ||
| Deborah Snyder | |||
| Ausf. Produzent: | Wesley Coller | ||
| Thomas Tull | |||
| Jon Jashni | |||
| Christopher DeFaria | |||
| Jim Rowe | |||
| William Fay | |||
| Buchvorlage: | Zack Snyder | ||
| Kamera: | Larry Fong | ||
| Schnitt: | William Hoy | ||
| Musik: | Tyler Bates | ||
| Marius DeVries | |||
| Produktionsdesign: | Rick Carter | ||
| Kostüme: | Michael Wilkinson | ||
| Casting: | Kristy Carlson | ||
| Lora Kennedy | |||
Zu wenig Bizeps und null Kampferfahrung für seine Soldatenrolle in "The Lucky One - Für immer der Deine". Da setzte Zac Efron auf ungewöhnliche Kost - und den Schleifer seiner Ex-Freundin Vanessa Hudgens.
Für "The Lucky One" benötigte Zac Efron den Trainer seiner Ex-Freundin Vanessa Hudgens. (Foto: Warner)
Zwischen "The Lucky One - Für immer der Deine" und "High School Musical" liegen für Zac Efron vier Jahre, ein Imagewechsel, eine gescheiterte Liebe mit dem damaligen Co-Star Vanessa Hudgens - und ein gutes Dutzend Kilos. Letztere musste er sich für "The Lucky One" auf die Rippen futtern. Den notwendigen Beistand holte er sich ausgerechnet beim Trainer seiner Ex-Freundin.
Im Film spielt Efron einen Rückkehrer aus dem Irakkrieg. Bei sich trägt er das Foto einer hübschen jungen Frau, die er für seinen Glücksbringer hält. Als er sie findet, will er sie für sich gewinnen.
Nun, Liebe geht durch den Magen und zur Vorbereitung auf die Rolle stopfte Hänfling Zac massenhaft Hühnchenpüree in sich hinein.
"Ich habe mich buchstäblich durch die Wände gefressen", erzählt der Star. "Ich habe zuerst nichts anderes getan, als andauernd zu essen, um Gewicht zuzulegen. Aber das hat mich noch nicht zum Soldaten gemacht. Ich fühlte mich nicht wie einer und konnte nicht einmal wie einer posieren. Da habe mich an den Trainer erinnert, der Vanessa für 'Sucker Punch' stark gemacht hat."
Der harte Schliff hat sich zumindest optisch gelohnt: Zac Efron beeindruckt mit dicken Oberarmen und auch sonst scheinen sich die angefressenen Kilos gut zu verteilen. Ob sich der Teenieschwarm aus "High School Musical" auch wirklich gut macht als harter Marine auf der Balz, wissen wir ab dem 26. April. Dann startet "The Lucky One - Für immer der Deine" in unseren Kinos.
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.