Veröffentlicht am 31.03.2011
Sucker Punch USA 2011
Sucker Punch Kinostart 31.03.2011, USA 2011
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Sucker Punch - Filmplakat

Visuell überwältigende Actionfantasy über ein traumatisiertes, in die Psychiatrie weggesperrtes Mädchen, das ihrer Realität durch Abtauchen in die fantastischen Welten ihrer Fantasie entflieht.

2 Filmbewertungen
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4/5
Nicht mehr im Kino Mehr auf video.de Filmstart: 31.03.2011
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Filmkritik zu Sucker Punch

Mit einem fiebrigen Actiontraum über horrende Realität und befreiende Imagination balanciert "300"-Regisseur Zack Snyder zwischen Girl Power und Männerfantasie.

Wer sich schon immer einen Film wünschte, über den man im Comicladen so leidenschaftlich diskutieren kann wie im Psychologie-Seminar an der Uni, wird dank Zack Snyder ("300", "Watchmen - Die Wächter") fündig werden. "Sucker Punch" ist erstmals keine Adaption einer fremdgeträumten Fantasie, sondern ein von Snyder mitverfasster Speedtrip in den eigenen Frontallappen - eine Collage der Einflüsse eines erklärten Fanboys, ob sie nun aus Film, Fernsehen, Comics, Songs oder Games kommen.

Der Faustschlag ohne Vorwarnung (engl. Sucker Punch) beginnt mit einem opernhaften wortlosen Prolog, der, getaktet zu einer verfremdeten Version des Eurythmics-Klassikers "Sweet Dreams", in das Trauma der Hauptfigur einführt. Irgendwo zwischen Grimms Märchen und familiärer Missbrauchsrealität sehen wir Baby Doll (Emily Browning), die erst ihre Mutter, dann durch eine verirrte Kugel aus eigener Hand ihre jüngere Schwester und schließlich ihre Freiheit verliert, als ihr monströser Stiefvater sie in eine psychiatrische Klinik wegsperren lässt. Hier, in einem Milieu-Mix aus DiCaprios "Shutter Island" und Batmans Arkham Asylum, soll Baby Doll in fünf Tagen lobotomisiert werden - ein persönlicher Gefallen für den Stiefvater, den sich ein Wärter gut bezahlen lässt.

Hier endet auch die übergreifende "Realität", macht den Weg frei für Baby Dolls Flucht in die Welt ihrer Vorstellung - verdeutlicht durch das Bühnensetting der Anstalt und die Theatertherapie der leitenden Psychiaterin. Babys Sekundärrealität ist ein burleskes Bordell, in dem Anstaltsoutfits zu Dessous und Patientinnen zu Lustobjekten für feiste, schmierige und ältere Herren werden. Von hier aus entfliehen Baby und ihre vier neuen Freundinnen, die vielleicht nur Projektionen und mögliche Facetten ihrer eigenen Persönlichkeit sind, in eine fantastische virtuelle Tertiärrealität. Der Kampf der fünf Fightgirls gegen Samurairiesen, deutsche Soldatenzombies, Drachen und Cyborgs spiegelt die Eroberung von vier Gegenständen wider, die den Mädchen aus der Bordellrealität die Flucht ermöglichen soll.

Ob und wie sie letztlich gelingt (im blütenweißen Kleid!), ob Fetisch hier Fantasie dominiert, ob Chaos am Ende Ordnung generiert, ob Bilderflut hier Gefühle erstickt, um die sich Jungstars wie Abbie Cornish oder Jena Malone redlich bemühen - über all das wird sich leidenschaftlich diskutieren lassen. Unstrittig aber ist die Unterhaltungsqualität dieses von Zeitlupe, Freeze Frames, Bildbeschleunigung, bewusster Überzeichnung und Akrobatikposing leicht bekleideter Jungamazonen gestützten Bilderrausches, dessen kinetische Action in einer überwältigenden Steampunk-Sequenz mit Gasmaskenzombies, Luftschiffen, Kampfrobotern und Pin-ups, die Schützengräben in Blut tauchen, einen frühen Höhepunkt erreicht. Grandios, grotesk, gelegentlich gescheitert - "Sucker Punch" ist irgendwie alles, aber vor allem eines: ein Film für Wiederholungstäter, für eine zweite Sichtung. kob.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Sucker Punch

Missbraucht vom monströsen Stiefvater, mitschuldig am tragischen Tod ihrer Schwester, landet Baby Doll in einer psychiatrischen Anstalt, soll in fünf Tagen lobotomisiert und damit für immer ruhiggestellt werden. Um ihrer grausamen Realität zu entkommen, taucht das junge apathische Mädchen in die Welt ihrer Fantasie ab. Hier ist sie eine Fighterin, kämpft sie mit vier neuen Freundinnen gegen Zombies, Drachen und Cyborgs, müssen fünf Prüfungen bestanden werden, um aus der Anstalt in die Freiheit fliehen zu können.



Missbraucht vom monströsen Stiefvater, mitschuldig am tragischen Tod ihrer Schwester, landet Baby Doll in einer psychiatrischen Anstalt, soll in fünf Tagen lobotomisiert und damit für immer ruhiggestellt werden. Um ihrer grausamen Realität zu entkommen, taucht das junge apathische Mädchen in die Welt ihrer Fantasie ab. Hier ist sie eine Fighterin, kämpft mit vier neuen Freundinnen gegen Zombies, Drachen und Cyborgs, und müssen fünf Prüfungen bestanden werden, um aus der Anstalt in die Freiheit fliehen zu können.



Prädikat wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: WertvollKurztext:

Die junge Baby Doll wird von ihrem sadistischen Stiefvater in die Nervenheilanstalt Lennox House in Vermont eingewiesen, wo eine Lobotomie an ihr durchgeführt werden soll. Zum Schutz zieht sie sich in eine imaginierte Welt zurück, in der sie mit Hilfe von befreundeten Insassen fünf Prüfungen bestehen muss, wenn sie die Flucht aus der Klinik noch vor der Operation meistern will. Regisseur Zack Snyder, der seine Virtuosität in den Filmen 300 und WATCHMEN bereits unter Beweis stellte, gelingt es erneut, Maßstäbe im Bereich der visuellen Narration zu setzen. Die Inszenierung der alternativen Realität, in der sich Baby Doll in spektakulär bebilderten und choreografierten Martial-Arts-Sequenzen bewährt, gestattet sowohl den Figuren als auch der Kamera, entgegen den physikalischen Gesetzen zu agieren. Ebenso beeindruckend ist die Verkehrung des klassischen Frauenbildes, nach dem die unterdrückten Mädchen eigentlich schutzlos und hilfsbedürftig sein sollten. In ihrer Fantasiewelt dominieren die jungen Mädchen als tapfere, unbezwingbare Frauen die Handlung. Sie agieren nach der Maxime des einzigen männlichen Sympathieträgers: "Wenn ihr für nichts kämpft, kann euch alles besiegen".

Jurybegründung:

Babydoll wird von ihrem perversen Stiefvater in ein Sanatorium für mental instabile Mädchen eingeliefert, weil sie sich gegen seine Übergriffe gewehrt hat. Dort trifft sie auf vier Mädchen, die ein ähnliches Schicksal erlebt haben und mit denen sie nun auf eine Befreiungsreise in ihre Fantasiewelt geht. Wenn sie fünf Aufgaben lösen und die Herausforderungen annehmen, werden sie auch in der Realität frei sein.

Regisseur Zack Snyder entwirft eine actionreiche Story, die mit den minimalsten Handlungsschemata auskommt. Schon zu Anfang wird deutlich, dass dieser Film den Gesetzen eines Action-Games unterliegt. Auch die Lösung der Aufgaben, die der klassischen Struktur von Märchen folgt, fügt sich nahtlos in dieses Konzept.

Durchgängig sind es fast ausschließlich Abenteuer- und Gewaltfantasien, denen die Mädchen hier folgen und bei denen sie sich emanzipieren müssen. Viele Zitate scheinen in den Parallelwelten auf, die Snyder entwirft. Seine Heldinnen erweisen sich allen Herausforderungen gewachsen und agieren wie Amazonen, während sie ihre Pubertätsängste zu überwinden versuchen.

Dabei bietet der in seiner Dramaturgie klassisch aufgebaute Film mit seinen theatralisch und überspitzt dargebotenen Szenen nichts wirklich Neues, folgt bekannten Mustern und baut sie spielerisch und immer distanzierend in Fantasie- und Märchenwelten ein.

Die Jury entschied sich einstimmig für das Prädikat wertvoll, weil der Film den Gesetzen des Genres perfekt folgt und in Ausstattung und Besetzung sein Niveau hält.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Sucker Punch
OV Ja
OmU -
Genre Action / Fantasy
Filmpreis -
USA-Start 25.03.2011
Kinostart (D) 31.03.2011
Besucher (D) 400.746
Einspielergebnis (D) € 2.869.983
Bes. (EDI) 400.746
Bes. (FFA) 403.440
FSK ab 16 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Sucker Punch
Regisseur Zack Snyder Künstlerporträt 845166 Zack Snyder / Filmpremiere Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Emily Browning Künstlerporträt 640399 Emily Browning / 64. Filmfestspiele Cannes 2011 Babydoll © Kurt Krieger
Darsteller Abbie Cornish Künstlerporträt 668529 Abbie Cornish / 68. Internationale Filmfestspiele Venedig 2011 Sweet Pea © Kurt Krieger
Darsteller Jena Malone Künstlerporträt 825561 Jena Malone / Filmpremiere Rocket © Kurt Krieger
Darsteller Vanessa Hudgens Künstlerporträt 739358 Hudgens, Vanessa / 69. Internationale Filmfestspiele Venedig 2012 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Blondie © Kurt Krieger
Darsteller Jamie Chung Künstlerporträt 484954 Chung, Jamie / ShoWest Awards in Las Vegas, 2.4.2009 Amber © Kurt Krieger
Darsteller Oscar Isaac Künstlerporträt 791520 Isaac, Oscar / 66. Internationale Filmfestspiele von Cannes 2013 Blue © Kurt Krieger
Darsteller Carla Gugino Künstlerporträt 479757 Gugino, Carla / US-Premiere von Madam Gorski © Kurt Krieger
Darsteller Jon Hamm Künstlerporträt 844441 Hamm, Jon / Film Independent Spirit Awards 2014 High Roller © Kurt Krieger
Drehbuch Zack Snyder Künstlerporträt 845166 Zack Snyder / Filmpremiere Drehbuch © Kurt Krieger
Weitere Darsteller
Drehbuch
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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