Originaltitel: Street Fighter
USA 1994
Jean-Claude van Damme
Raul Julia
Ming-Na
Regie: Steven E. de Souza
Verleih: Columbia Tristar
Guile von den Allied Nations soll den größenwahnsinnigen Diktator General Bison überwinden, der 63 Arbeiter als Geiseln hält. Als die AN sich auf Bisons gesalzene Lösegeldforderungen einläßt, wird Guile von dem Fall abgezogen. Aber der gerechtigkeitssuchende Superkämpfer mißachtet die Befehle. Er schart eine Gruppe von Experten um sich, mit denen er sich Bison stellt.

Bisher konnten Filme, die nach populären Videospielen entstanden, weder künstlerisch noch an der Kinokasse überzeugen. Die kostpspielige Extravaganz "Super Mario Bros." und der flache "Double Dragon" waren kolossale Flops. So bedurfte es trotz eines Jean-Claude Van Damme an der Spitze der beachtlichen Besetzung der geballten Überzeugungskraft - sprich: Übernahme des gesamten 40-Mio.-Dollar-Budgets - der Videospiel-Firma Capcom, um Universal in den USA (in Deutschland besorgt Columbia TriStar den Verleih) zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Eine zukunftsorientierte Investition, die sich lohnen sollte: Immerhin handelt es sich bei "Street Fighter II" um das erfolgreichste Videospiel aller Zeiten mit einem Umsatz von zwei Mrd. Dollar. Nachdem er bei einer im Vorfeld bei Jugendlichen durchgeführten Meinungsumfrage vier weitere Actiongrößen aus dem Feld geschlagen hatte, wurde Jean-Claude Van Damme mit der Rolle des amerikanischen Kampfspezialisten Captain Guile betraut. In Anbetracht seiner letzten Filme "Harte Ziele" und "Timecop" ein Rückschritt auf altes "Bloodsport"-Niveau, aber dennoch eine effektive Besetzung in diesem eher handlungsarmen Actiontrommelfeuer: Guiles Mission besteht darin, 63 gekidnappte UN-Arbeiter aus den Händen des größenwahnsinnigen General Bison (Raul Julia in seiner letzten Rolle) zu befreien. Dessen Kommandozentrale befindet sich in einem pittoresken Tempelgebäude in Südostasien, wo er seine Wissenschaftler die ultimative menschliche Kampfmaschine heranzüchten läßt. Zur multikulturellen Besetzung gehören ganz im Sinne des Spiels u. a. Wes Studi ("Der letzte Mohikaner") als Unterweltboss Sagat und das australische Popmäuschen Kylie Minogue als weibliche Offizierin. Das kunterbunte Actionabenteuer markiert das Regiedebüt des versierten Drehbuchautors Steven E. de Souza ("Stirb langsam", "Nur 48 Stunden"). Viel Wert wurde darauf gelegt, die Gewalttätigkeit der Actionszenen so sehr zu zügeln, daß der "Street Fighter" mit seinem PG- 13-Rating (entspricht einer Freigabe ab 16 Jahren) seiner Hauptzielgruppe zugänglich ist. Kenner des Spiels wird überraschen, daß militärische Feuerwaffenauseinandersetzungen den Vorzug vor Martial-Arts-Kämpfen erhielten und anstatt aufpeitschender Rocktöne ein Easy- Listening-Soundtrack für klangliche Untermalung sorgt. Trotz gewisser Schwächen dürften die Popularität des Titels und die loyale Fangemeinde Van Dammes, dem etliche witzige Pointen in den Mund gelegt wurden, "Street Fighter" zu einem Erfolg an den Kinokassen verhelfen. ara.
| Darsteller: | Jean-Claude van Damme | ||
|---|---|---|---|
| Raul Julia | |||
| Ming-Na | |||
| Damian Chapa | |||
| Kylie Minogue | |||
| Sir Simon Callow | |||
| Roshan Seth | |||
| Wes Studi | |||
| Byron Mann | |||
| Regie: | Steven E. de Souza | ||
| Drehbuch: | Steven E. de Souza | ||
| Produzent: | Edward R. Pressman | ||
| Kenzo Tsujimoto | |||
| Ausf. Produzent: | Tim Zinnemann | ||
| Jun Aida | |||
| Sasha Harari | |||
| Kamera: | William A. Fraker | ||
| Musik: | Graeme Revell | ||
Lang ist es her, dass es Jean-Claude Van Damme in den Kinokassen klingeln ließ. Tja, die 80ger und 90ger sind eben vorbei. Im 21. Jahrhundert geben Stars wie Vin Diesel oder "The Rock" den Action-Ton an. Doch das soll sich jetzt wieder ändern.
Jean-Claude Van Damme arbeitet nämlich wieder an einem großen Projekt. Der Belgier soll die Hauptrolle in "Street Fighter 2" übernehmen. Ein gutes Pflaster für "The Muscles from Brussels". Schließlich war er bereits 1994 im Original "Street Fighter" zu sehen.
Nicht mehr mit von der Partie ist Pop-Star Kylie Minogue. Die sexy Sängerin soll von ihrer Landsfrau Holly Valance ersetzt werden. Die Australierin hat zwar noch nie in einem Film mitgespielt, aber schließlich muss ja jeder Mal klein anfangen.
Auch Jean-Claude Van Damme kam schließlich nicht über Nacht zu Hollywood-Ruhm. Lange Jahre musste er in Trainingshallen verbringen und Side-Kicks üben, bis ihm seine erste Kleinrolle in "Missing in Action" angeboten wurde - als Gegner von Chuck Norris, der den Jungspund auch gleich zu Boden streckte.
So etwas wird Valance mit Van Damme sicher nicht passieren. Der wird sie wahrscheinlich auch in die Horizontale zwingen - wohl aber mit anderen Hintergedanken.
Nach einigen Nebenrollen und Jobs als Pizzalieferant, Teppichleger und Taxifahrer ergatterte der europäische Karate-Champion...
Obwohl der Puertoricaner häufig Latin Lover spielte, ist Raul Rafael Carlos Julia y Arcelay, kurz: Raul Julia (1940 - 1994) in Erinnerung als der...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.