Katharina Thalbach
Andrzej Chyra
Dominique Horwitz
Regie: Volker Schlöndorff
Verleih: Progress (Central)
An der Leninwerft 1980 müssen die Arbeiter unter katastrophalen, menschenverachtenden Bedingungen schuften. Für Kranführerin Agnieszka Kowalska (Katharina Thalbach) ist das Maß voll, als ein Kollege bei einem fahrlässig verursachten Unfall stirbt. Sie protestiert - und wird entlassen. Aus Solidarität gehen ihre Mitarbeiter unter Leitung von Mateusz (Andrzej Chyra) in den Streik. Die Fabrikleitung setzt auf schweres Geschütz und wiegelt Agnieszkas Sohn Krzystian (Wojciech Solarz) gegen sie auf. Agnieszka lässt sich aber nicht beirren.
Für seine eindringliche Chronik über die Solidarnosc erweitert Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel") die realen Ereignisse um fiktive. Mit einer passionierten Mutter Courage zeichnet er den Anfang vom Ende des Politregimes in Polen nach.
Volker Schlöndorffs eindringliches Drama über die Anfänge der polnischen Solidaritäts-Bewegung Solidarnosc.
Kranführerin Agnieszka (Katharina Thalbach) will die stetigen Gängeleien auf der Leninwerft in Danzig nicht länger hinnehmen und setzt sich engagiert für mehr Gerechtigkeit am Arbeitsplatz ein. Damit provoziert sie natürlich ihre Entlassung.
Ihre Kollegen wollen diese Entscheidung jedoch nicht auf sich sitzen lassen und stellen ihre Solidarität mit der Kollegin unter Beweis, indem sie in Streik gehen. Die Aktion hat weitreichende Folgen.
Volker Schlöndorffs Chronik der Entstehung der Solidaritäts-Bewegung in Polen greift die Ereignisse auf, die letztlich mit zum Ende des Politregimes beitrugen.
Sein passioniertes und mit ehrlichem Glauben realisiertes Drama basiert auf der wahren Geschichte von Anna Walentynowicz. Schlöndorff verzichtet allerdings auf eine biografische Abhandlung und nimmt sich die nötigen künstlerischen Freiheiten, um universell über Courage und den Kampf für Gerechtigkeit zu erzählen.
| Darsteller: | Katharina Thalbach | als Agnieszka | |
|---|---|---|---|
| Andrzej Chyra | als Elektriker | ||
| Dominique Horwitz | als Kasimir | ||
| Andrzej Grabowski | als Sobiecki | ||
| Dariusz Kowalski | als Bochnak | ||
| Ewa Telega | als Mirka | ||
| Krzysztof Kiersznowski | als Mateusz | ||
| Maria Maj | als Chomska | ||
| Henryk Golebiewski | als Marek | ||
| Marta Straszewska | als Maria Bochnak | ||
| Barbara Kurzaj | als Elwira | ||
| Wojciech Pszoniak | als Kaminski | ||
| Magdalena Smalara | als Renata | ||
| Wojciech Solarz | als Krzystian (erwachsen) | ||
| Adam Trela | als Jagielski | ||
| Regie: | Volker Schlöndorff | ||
| Drehbuch: | Andreas Pflüger | ||
| Sylke Rene Meyer | |||
| Produzent: | Prof. Jürgen Haase | ||
| Koproduzent: | Maciej Slesicki | ||
| Ausf. Produzent: | Wolfgang Plehn | ||
| Kamera: | Andreas Höfer | ||
| Schnitt: | Peter Przygodda | ||
| Wanda Zeman | |||
| Musik: | Jean Michel Jarre | ||
| Produktionsdesign: | Robert Czesak | ||
| Kostüme: | Ewa Krauze | ||
| Ton: | Frank Heidbrink | ||
| Casting: | Ewa Brodzka | ||
Auch wenn es noch einen Monat dauert, bis das Wettbewerbsprogramm des diesjährigen Festival de Cannes bekannt gegeben wird, scheinen die ersten Titel schon festzustehen.
Spielt in Sofia Coppolas "Marie-Antoinette" die Hauptrolle: Kirsten Dunst (Foto: Kurt Krieger)
Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, gehört Sofia Coppolas "Marie-Antoinette" offenbar zu den sichersten Kandidaten für den Wettbewerb. Ebenso ziemlich sicher sei dem Bericht zufolge, dass Aki Kaurismäki, der 2002 in Cannes für "Der Mann ohne Vergangenheit" mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden war, in diesem Jahr mit "Lights in the Dusk" an der Croissette vertreten sein wird, sowie Pedro Almodóvars "Volver".
Weitere Kandidaten mit guten Chancen auf den Cannes-Wettbewerb sind Nanni Morettis "Il Caimano", Alejandro González Iñárritus "Babel" und Ken Loachs "The Wind that Shakes the Barley".
Zu den Kandidaten, die für den Wettbewerb gehandelt wurden, wohl aber eher nicht dabei sein werden, gehören laut "Hollywood Reporter" u.a. Margarethe von Trottas "Ich bin die Andere", der wohl in Venedig Premiere feiern wird, sowie Emir Kusturicas Fußballer-Doku "Maradona" und Woody Allens "Scoop", die wohl nicht rechtzeitig fertig werden.
Weitere Titel, die dem Bericht zufolge wohl in Cannes laufen werden, bei denen nur noch nicht sicher ist, in welcher Sektion, sind u.a. Volker Schlöndorffs "Streik - Die Heldin von Danzig", der möglicherweise in Un Certain Regard gezeigt wird, ebenso wie Maria Speths "Madonnen". Außerdem zählen zu den aussichtsreichen Cannes-Kandidaten Guillermo Del Toros "Pan's Labyrinth", Nuri Bilge Ceylans "Les climats" und John Cameron Mitchells "Shortbus".
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