Volker Schlöndorffs eindringliches Drama über die Anfänge der polnischen Solidarnosc. http://images.kino.de/flbilder/max07/mbiz07/mbiz06/z0706512/b150x150.jpg Strajk - Die Heldin von Danzig

Filmdetails

Strajk - Die Heldin von Danzig

Volker Schlöndorffs eindringliches Drama über die Anfänge der polnischen Solidarnosc.


Strajk - Die Heldin von Danzig
Start: 08.03.2007

Drama

Deutschland/Polen 2006
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Katharina Thalbach
Andrzej Chyra
Dominique Horwitz

Regie: Volker Schlöndorff
Verleih: Progress (Central)

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Inhalt

An der Leninwerft 1980 müssen die Arbeiter unter katastrophalen, menschenverachtenden Bedingungen schuften. Für Kranführerin Agnieszka Kowalska (Katharina Thalbach) ist das Maß voll, als ein Kollege bei einem fahrlässig verursachten Unfall stirbt. Sie protestiert - und wird entlassen. Aus Solidarität gehen ihre Mitarbeiter unter Leitung von Mateusz (Andrzej Chyra) in den Streik. Die Fabrikleitung setzt auf schweres Geschütz und wiegelt Agnieszkas Sohn Krzystian (Wojciech Solarz) gegen sie auf. Agnieszka lässt sich aber nicht beirren.

Für seine eindringliche Chronik über die Solidarnosc erweitert Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel") die realen Ereignisse um fiktive. Mit einer passionierten Mutter Courage zeichnet er den Anfang vom Ende des Politregimes in Polen nach.


Kritik

Volker Schlöndorffs eindringliches Drama über die Anfänge der polnischen Solidaritäts-Bewegung Solidarnosc.

Großansicht Agnieszka steht für ihre Rechte ein (Foto: Progress (Central))

Agnieszka steht für ihre Rechte ein (Foto: Progress (Central))

Kranführerin Agnieszka (Katharina Thalbach) will die stetigen Gängeleien auf der Leninwerft in Danzig nicht länger hinnehmen und setzt sich engagiert für mehr Gerechtigkeit am Arbeitsplatz ein. Damit provoziert sie natürlich ihre Entlassung.

Ihre Kollegen wollen diese Entscheidung jedoch nicht auf sich sitzen lassen und stellen ihre Solidarität mit der Kollegin unter Beweis, indem sie in Streik gehen. Die Aktion hat weitreichende Folgen.

Volker Schlöndorffs Chronik der Entstehung der Solidaritäts-Bewegung in Polen greift die Ereignisse auf, die letztlich mit zum Ende des Politregimes beitrugen.

Großansicht Die Mitarbeiter zeigen sich solidarisch (Foto: Progress (Central))

Die Mitarbeiter zeigen sich solidarisch (Foto: Progress (Central))

Eine wahre Geschichte

Sein passioniertes und mit ehrlichem Glauben realisiertes Drama basiert auf der wahren Geschichte von Anna Walentynowicz. Schlöndorff verzichtet allerdings auf eine biografische Abhandlung und nimmt sich die nötigen künstlerischen Freiheiten, um universell über Courage und den Kampf für Gerechtigkeit zu erzählen.

Strajk - Die Heldin von Danzig

Darsteller:  Katharina Thalbach   als Agnieszka
  Andrzej Chyra   als Elektriker
  Dominique Horwitz   als Kasimir
  Andrzej Grabowski   als Sobiecki
  Dariusz Kowalski   als Bochnak
  Ewa Telega   als Mirka
  Krzysztof Kiersznowski   als Mateusz
  Maria Maj   als Chomska
  Henryk Golebiewski   als Marek
  Marta Straszewska   als Maria Bochnak
  Barbara Kurzaj   als Elwira
  Wojciech Pszoniak   als Kaminski
  Magdalena Smalara   als Renata
  Wojciech Solarz   als Krzystian (erwachsen)
  Adam Trela   als Jagielski
 
Regie:  Volker Schlöndorff  
Drehbuch:  Andreas Pflüger  
  Sylke Rene Meyer  
Produzent:  Prof. Jürgen Haase  
Koproduzent:  Maciej Slesicki  
Ausf. Produzent:  Wolfgang Plehn  
Kamera:  Andreas Höfer  
Schnitt:  Peter Przygodda  
  Wanda Zeman  
Musik:  Jean Michel Jarre  
Produktionsdesign:  Robert Czesak  
Kostüme:  Ewa Krauze  
Ton:  Frank Heidbrink  
Casting:  Ewa Brodzka  

"Marie-Antoinette" im Cannes-Wettbewerb?

Auch wenn es noch einen Monat dauert, bis das Wettbewerbsprogramm des diesjährigen Festival de Cannes bekannt gegeben wird, scheinen die ersten Titel schon festzustehen.

Großansicht Spielt in Sofia Coppolas "Marie-Antoinette" die Hauptrolle: Kirsten Dunst (Foto: Kurt Krieger)

Spielt in Sofia Coppolas "Marie-Antoinette" die Hauptrolle: Kirsten Dunst (Foto: Kurt Krieger)

Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, gehört Sofia Coppolas "Marie-Antoinette" offenbar zu den sichersten Kandidaten für den Wettbewerb. Ebenso ziemlich sicher sei dem Bericht zufolge, dass Aki Kaurismäki, der 2002 in Cannes für "Der Mann ohne Vergangenheit" mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden war, in diesem Jahr mit "Lights in the Dusk" an der Croissette vertreten sein wird, sowie Pedro Almodóvars "Volver".

Weitere Kandidaten mit guten Chancen auf den Cannes-Wettbewerb sind Nanni Morettis "Il Caimano", Alejandro González Iñárritus "Babel" und Ken Loachs "The Wind that Shakes the Barley".

Zu den Kandidaten, die für den Wettbewerb gehandelt wurden, wohl aber eher nicht dabei sein werden, gehören laut "Hollywood Reporter" u.a. Margarethe von Trottas "Ich bin die Andere", der wohl in Venedig Premiere feiern wird, sowie Emir Kusturicas Fußballer-Doku "Maradona" und Woody Allens "Scoop", die wohl nicht rechtzeitig fertig werden.

Weitere Titel, die dem Bericht zufolge wohl in Cannes laufen werden, bei denen nur noch nicht sicher ist, in welcher Sektion, sind u.a. Volker Schlöndorffs "Streik - Die Heldin von Danzig", der möglicherweise in Un Certain Regard gezeigt wird, ebenso wie Maria Speths "Madonnen". Außerdem zählen zu den aussichtsreichen Cannes-Kandidaten Guillermo Del Toros "Pan's Labyrinth", Nuri Bilge Ceylans "Les climats" und John Cameron Mitchells "Shortbus".

Star

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