Roeland Wiesnekker
Johanna Bantzer
Nderim Hajrullahu
Regie: Manuel Flurin Hendry
Verleih: Jetfilm

Rasanter Schweizer Drogenkrimi um einen Ermittler in der Klemme. Toll gespielt, spannend erzählt, krass realistisch inszeniert.
Aus der Schweiz kamen in den letzten Jahren größtenteils Dokumentarfilme in deutsche Kinos. Umso begrüßenswerter, dass "Strähl" nach einer nächtlichen arte-Ausstrahlung doch im Kino landet. Denn die Story um den in der Klemme steckenden Drogenfahnder Strähl (Roeland Wiesnekker) ist rasant, spannend, mitreißend gespielt und von einem ansteckenden krassen Realismus, der Freunde intelligenter Sozialkrimis mit einem Schuss Hoffnung reizen sollte. Besser kann das auch kein "Dogma"-Werk erzählen.
Der selbst auf Entzug stehende und von der Ehefrau verlassene Drogenfahnder Strähl wirft Pillen ein wie die Fixer, die er jagt. Zu Beginn vermasselt er einen Einsatz gegen die die Zürcher Drogenmeile beherrschende Albaner-Mafia und gerät an das Junkie-Pärchen Carol (Johanna Bantzer) und René (Manuel Löwensberg). Als René auf der Flucht aus dem Fenster stürzt, wird Strähl suspendiert und abhängig von dem Paar, das ihn ausnimmt. Strähl, der sich in Carol verliebt hat, handelt auf eigene Faust, um seinen Ruf wiederherzustellen, bringt den jungen Post-Jugo Beko in Lebensgefahr, um an den Großdealer Berisha zu kommen und gerät zwischen alle Fronten, als sich René auf der Toilette der Polizeiwache den Goldenen Schuss setzt. Verhaftet, verhilft Strähl Carol zur Flucht und landet in einem aberwitzigen Showdown mit Handgranate und Heroin.
Nach Dokus und Shorts der erste Spielfilm von Manuel Flurin Hendry, der sich als Erzähltalent erweist und zügig inszeniert, mit der Handkamera Unmittelbarkeit schafft und unaufdringlich Symbole einstreut, so den Piranha, den Strähl in seiner Wohnung hält, oder Carols Smarties-Pillen-Philosophie. Roeland Wiesnekker vermittelt mit Augensäcken wie Teebeutel die Schwere seines Hundelebens, Johanna Bantzer (Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin) ist hinreißend unberechenbare Ausreißerin, ob sie Träumen nachhängt oder Spontan-Sex unter der Dusche genießt. Sollte Programmkinos, Nachtschwärmer und Krimifreunde gleichermaßen locken. ger.
| Darsteller: | Roeland Wiesnekker | als Herbert Strähl | |
|---|---|---|---|
| Johanna Bantzer | als Carol | ||
| Nderim Hajrullahu | als Beko Mussafr | ||
| Manuel Löwensberg | als René Wehrli | ||
| Mike Müller | als Ruedi Lautenschlager | ||
| Max Rüdlinger | als Max Brunner | ||
| Raphael Clamer | als Beat Schuppisser | ||
| Elfat Nuhiji | als Hoxha | ||
| Martin Hug | als Dani | ||
| Andrew Mitchell | als Marco | ||
| Jonas Rüegg | als Anz | ||
| Dominique Jann | als Fritz | ||
| Lirie Lushi | als Bekos Mutter | ||
| Adem Kicai | als Berisha | ||
| Alice Flotron | als Vera | ||
| Ingold Wildenauer | als Köbi | ||
| André Seidenberg | als Dr. Arbenz | ||
| Regie: | Manuel Flurin Hendry | ||
| Drehbuch: | Michael Sauter | ||
| David Keller | |||
| Produzent: | Samir | ||
| Susann Rüdlinger | |||
| Kamera: | Filip Zumbrunn | ||
| Schnitt: | Markus Welter | ||
| Musik: | Michael Sauter | ||
| Produktionsdesign: | Georg Bringolf | ||
| Kostüme: | Carol Luchetta | ||
| Ton: | Ruedi Guyer | ||
| Casting: | Susann Rüdlinger | ||
| Corinna Glaus | |||
| Susan Müller | |||
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