Veröffentlicht am 15.05.2014
Stereo Deutschland 2014
Stereo Kinostart 15.05.2014, Deutschland 2014
  • Stereo / Jürgen Vogel

  • Stereo / Petra Schmidt-Schaller / Jürgen Vogel

  • Stereo / Moritz Bleibtreu / Jürgen Vogel

  • Stereo / Set / Maximilian Erlenwein

  • Stereo / Georg Friedrich

  • Stereo / Jürgen Vogel

  • Stereo / Petra Schmidt-Schaller / Jürgen Vogel

  • Stereo / Moritz Bleibtreu / Jürgen Vogel

  • Stereo / Set / Maximilian Erlenwein

  • Stereo / Georg Friedrich

Stereo - Filmplakat

Beinharter Psychotrip, in dem das Leben eines vermeintlich gutherzigen Mechanikers von einem Fremden auf den Kopf gestellt wird.

3 Filmbewertungen
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4/5
Bereits im Kino seit 0 1 8 Wochen Filmstart: 15.05.2014
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Filmkritik zu Stereo

In Maximilian Erlenweins beinhartem Psychotrip wird das Leben eines vermeintlich gutherzigen Mechanikers von einem Fremden auf den Kopf gestellt.

Das Genrekino führt hierzulande ein Schattendasein, billig, oft in Heimarbeit produzierte Horror- und Sci-fi-Filme können darüber nicht hinwegtäuschen. Doch nun tut sich auf dem Gebiet endlich wieder etwas, der Österreicher Andreas Prochaska hat mit "Das wilde Tal" gerade einen Heimatfilm im Gewande eines Western gedreht, Maximilian Erlenwein, seit "Schwerkraft" (2010) Max-Ophüls-Preisträger, legt nun mit "Stereo" einen verwegenen, fesselnden Mix aus Thriller und Mysteryfilm vor.

Ein ölverschmierter, tätowierter Mann braust in "Easy Rider"-Manier durchs ländliche Idyll. Entspannt, glücklich, nicht einmal der Polizist (Rainer Bock), der ihn wegen Tempoüberschreitung aufhält, kann ihm die Laune verderben: "Wollen Sie sich etwa so nach Öl stinkend mit ihrer Freundin treffen?" - "Sie steht drauf" grient der ideal besetzte Jürgen Vogel als Erik. Eine kleine Motorradwerkstatt betreibt er, lebt glücklich mit seiner neuen Freundin (Petra Schmidt-Schaller) und deren kleiner Tochter. So fangen normalerweise stereotype Rosamunde-Pilcher-Sommerromanzen an.

Doch nur kurz bleibt der Ton heiter - schon bald taucht eine mysteriöse Gestalt namens Henry auf. Kapuzenpulli, gesenkter Kopf, ordinäre Sprache. Ein Querulant, eine Nervensäge. Moritz Bleibtreu spielt den Mann, der sich bald als Alter Ego Eriks entpuppt. "Mein Freund Harvey", aber die böse Variante - oder doch nicht? Und dann stehen plötzlich auch noch ein paar richtig fiese Ganoven auf der Matte. Alte Schulden gilt es zu begleichen, die Schatten der Vergangenheit holen Erik ein.

Nichts ist wie es scheint bei Erlenwein, der Gattungsgesetze bedient, um sie gleich wieder radikal zu brechen. Erik ist keinesfalls ein netter Schrauber, sondern ein echter Psycho - was eine gutaussehende Hellseherin, die in einem desolaten Plattenbau wohnt schnell herausfindet. Wüst ist das Figurenarsenal - darunter Georg Friedrich ("Hundstage") als widerlicher Bordellbetreiber -, wilde Haken schlägt der Plot. Die Sonne weicht bald fast undurchdringbarem Dunkel. Bei Schwarz in Schwarz mit leuchtendrotem Blut ist gewalttätige Action angesagt, dazu hohes Tempo, nicht nur auf dem Zweirad. Das ausgeklügelte Tondesign schmerzt fast in den Ohren, souverän sind Lichtsetzung und Bildgestaltung des vielfach prämierten Ngo The Chau. Verwunderlich, dass ZDF und arte mitproduziert haben. Wagemutiges Kopfkino und zugleich packender Leinwandtrip in die Abgründe der Seele. Mit den Worten von Nicolas Winding Refn: "Only God Forgives". geh.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Stereo

Ins ländliche Idyll hat sich Erik zurückgezogen. Er betreibt eine kleine Motorradwerkstatt, die freie Zeit verbringt er mit seiner neuen Freundin und deren kleiner Tochter. Doch diese scheinbar heile Welt findet ein jähes Ende als der mysteriöse Henry auftaucht und sich rücksichtslos in Eriks Leben drängt. Damit aber nicht genug. Bald melden sich weitere zwielichtige Gestalten, eiskalte Verbrecher, die vorgeben den vermeintlich freundlichen Mechaniker zu kennen und ihn auffordern, alte Schulden zu begleichen. Erik muss handeln - ob er will oder nicht.

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Originaltitel Stereo
OV -
OmU Ja
Genre Thriller
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 15.05.2014
Besucher (D) 87.630
Einspielergebnis (D) € 606.894
Bes. (EDI) 87.630
FSK ab 16 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Stereo
Regisseur Maximilian Erlenwein Filmbild 834942 Stereo / Set / Maximilian Erlenwein Regisseur © Wild Bunch / Stephan Rabold
Darsteller Jürgen Vogel Künstlerporträt 797627 Jürgen Vogel / Deutscher Filmpreis 2013 / Lola Erik © Kurt Krieger
Darsteller Moritz Bleibtreu Künstlerporträt 550214 Moritz Bleibtreu / Berlinale 2010 Henry © Kurt Krieger
Darsteller Petra Schmidt-Schaller Filmbild 777755 Tatort: Feuerteufel (NDR) / Petra Schmidt-Schaller Julia © NDR/Christine Schröder
Darsteller Georg Friedrich Künstlerporträt 713249 Georg Friedrich Keitel © Kurt Krieger
Darsteller Rainer Bock Filmbild 455731 Tatort: Salzleiche (NDR) / Rainer Bock Wolfgang © NDR/ Foto: Nik Konietzny
Darsteller Mark Zak Künstlerporträt 839300 Rote Rosen (10. Staffel, 200 Folgen) (ARD) / Mark Zak Gaspar © ARD/Nicole Manthey
Darsteller Helena Schönfelder Linda
Darsteller Fabian Hinrichs Künstlerporträt 180073 55. Internationale Filmfestspiele Berlin 2005 / Berlinale 2005 / Fabian Hinrichs Arzt © Kurt Krieger
Drehbuch Maximilian Erlenwein Filmbild 834942 Stereo / Set / Maximilian Erlenwein Drehbuch © Wild Bunch / Stephan Rabold
Weitere Darsteller
Produzent
Produktionsleitung
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
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Casting
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