Originaltitel: The Station Agent
USA 2003
Peter Dinklage
Patricia Clarkson
Bobby Cannavale
Regie: Thomas McCarthy
Verleih: Prokino (Fox)
Zeit seines jungen Lebens wurde Finbar (Peter Dinklage) wegen seiner Kleinwüchsigkeit gehänselt. Doch so wenig er mit anderen Menschen anfangen kann, so sehr liebt er Züge, Lokomotiven und alles andere aus der Welt der Schienen. Als ihm sein einziger Freund ein verlassenes Bahnwärterhäuschen vermacht, gibt der begeisterte Trainspotter sein bisheriges Leben auf und zieht in die Proniz von New Jersey. Ausgerechnet dort aber warten zwei Leute auf ihn, die seine Existenz gründlich durcheinander bringen werden.
Als Hymne auf das Leben an sich wurde das intelligente, sensible Regiedebüt des Schauspielers Thomas McCarthy in Sundance gefeiert und mit Preisen überschüttet.
Hymnische Kritiken erntete ein kleinwüchsiger Schauspieler in einem großen Film.
Finbar (Peter Dinklage) ist ein kleinwüchsiger Mann und wurde schon als Kind von seinen Mitmenschen gehänselt. Andere Menschen gehören seitdem nicht gerade zu seinen Lieblingen.
Was Finbar wirklich liebt, sind Züge. Als er von seinem einzigen Freund ein altes Bahnwärterhäuschen in New Jersey erbt, zögert er keine Sekunde. Er packt seine Sachen und gibt sein bisheriges Leben auf, um in die Einöde zu ziehen.
Überrascht muss er feststellen, dass sein abgeschiedenes Dasein von zwei Menschen gestört wird, die sich nichts sehnlicher wünschen, als mit ihm in Kontakt zu treten: der Kubaner Joe (Bobby Cannavale), der einen Imbiss betreibt, und Olivia (Patricia Clarkson). Am liebsten würde er ihnen aus dem Weg gehen, doch Zufälle führen die Drei immer wieder aufs selbe Gleis.
Als kleines Meisterwerk der Emotionen, der Zärtlichkeit und des Humors, und als Hymne auf das Leben wurde Thomas McCarthys intelligente und einfühlsame Tragikomödie in Sundance gefeiert. Ein seltenes, glücklich machendes Kino-Kleinod.
| Darsteller: | Peter Dinklage | als Finbar McBride | |
|---|---|---|---|
| Patricia Clarkson | als Olivia Harris | ||
| Bobby Cannavale | als Joe Oramas | ||
| Michelle Williams | als Emily | ||
| Raven Goodwin | als Cleo | ||
| Paul Benjamin | als Henry Styles | ||
| Jase Blankfort | als Kunde im Laden | ||
| Paula Garcés | als Kassiererin | ||
| Josh Pais | als Carl | ||
| Richard Kind | als Louis Tiboni | ||
| Lynn Cohen | als Patty im "Good to Go" | ||
| Marla Sucharetza | als Janice | ||
| Jayce Bartok | als Chris | ||
| Joe Lo Truglio | als Danny | ||
| John Slattery | als David | ||
| Maile Flanagan | als Bedienung im Pappy's | ||
| Sarah Elizabeth Bolger | als Mädchen in Bar | ||
| Ileen Getz | als Mrs. Kahn | ||
| Jeremy Bergman | als Jacob | ||
| Regie: | Thomas McCarthy | ||
| Drehbuch: | Thomas McCarthy | ||
| Produzent: | Mary Jane Skalski | ||
| Robert May | |||
| Kathryn Tucker | |||
| Koproduzent: | Joshua Zeman | ||
| Kamera: | Oliver Bokelberg | ||
| Schnitt: | Tom McArdle | ||
| Musik: | Stephen Trask | ||
| Produktionsdesign: | John Paino | ||
| Len Clayton | |||
| Kostüme: | Jeanne DuPont | ||
| Ton: | Damian Canelos | ||
| Casting: | Billy Hopkins | ||
| Kerry Barden | |||
| Suzanne Smith | |||
Sie gilt als DER Fingerzeig für die Oscars: die alljährliche Wahl des US National Board of Review in den Kategorien Bester Film und Bester Darsteller.
Sean Penn geht als großer Gewinner aus der inoffiziellen Oscar-Preview hervor: Er wurde als bester Darsteller des Jahres 2003 ausgezeichnet für seine Rollen als vorschneller Rächer seiner ermordeten Tochter in "Mystic River" und schwerkranker Empfänger eines Spenderherzens im Todespuzzle "21 Gramm" (bei uns ab 5.2. im Kino). Dabei ließ er sogar Megastar Tom Cruise mit seinem Schwert-Spektakel "Last Samurai" (8.1.) hinter sich.
Edward Zwick, der den Edel-Eastern inszenierte, heimste den Preis als bester Regisseur ein - obwohl zuletzt ganz Amerika Clint Eastwood für seine bedeutungsschwere Inszenierung des Sozialdramas "Mystic River" als neues Lieblingskind hinter der Kamera gefeiert hatte. Dessen Werk wurde zwar zum besten Film gewählt, das lag aber nach Meinung der Jury weniger an der Inszenierung des Altmeisters, denn an den exzellenten darstellerischen Leistungen von Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, Laura Linney, Laurence Fishburne und Marcia Gay Harden.
Auf Platz zwei kam bei den besten Filmen "The Last Samurai" vor dem Independent-Drama "The Station Agent" und dem hochintelligenten "21 Grams" von Alejandro González Iñárritu, dem Regisseur von "Amores perros".
Diane Keaton wurde als beste Schauspielerin geehrt: In der Komödie "Was das Herz begehrt" (12.2.) mimt sie eine Dramenautorin. Jack Nicholson spielt ihren Ex-Mann, Keanu Reeves ist ebenfalls mit von der Partie.
Damit ist die Ratesaison für die Oscar-Kandidaten offiziell eröffnet: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die meisten der erwähnten Filme und Darsteller auch auf den Nominierungslisten der Academy Awards finden werden, ist hoch.
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