Funktioneller Sci-fi-Actioner, in dem sich Kurt Russell im "Stirb langsam"-Alleingang durchkämpft. http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf19/b9919019/b150x150.jpg Star Force Soldier

Filmdetails

Star Force Soldier

Funktioneller Sci-fi-Actioner, in dem sich Kurt Russell im "Stirb langsam"-Alleingang durchkämpft.


Star Force Soldier
Start: 10.06.1999

Originaltitel: Soldier

Science Fiction / Thriller

USA 1998
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Kurt Russell
Jason Scott Lee
Connie Nielsen

Regie: Paul W.S. Anderson
Verleih: Highlight (Central)

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Sergeant Todd wurde von Kindesbeinen an zur Ein-Mann-Kampfmaschine ausgebildet. Als er im Alter von 40 Jahren durch ein Caine-Modell ersetzt wird, landet Todd auf einem Müllplaneten, der von einer nach ihrem Raumschiff-Absturz gestrandeten Gruppe bewohnt wird. Dort lernt er neue Regungen jenseits von Disziplin kennen und unterstützt seine neuen Freunde fortan dabei, Feinden Paroli zu bieten.


Kritik

Star Force Soldier

Die Rolle des postapokalyptischen Kriegers stand Kurt Russell (zuletzt mit "Breakdown" erfolgreich) erstmals 1981 in John Carpenters Endzeit-Klassiker "Die Klapperschlange" glänzend ins markante Gesicht geschrieben. Etliche Jahre später, ein wenig zerfurchter und unübersehbar noch muskulöser, mimt er nun in dem für 75 Mio. Dollar produzierten Sci-fi-Actioner "Soldier" den wortkargen Titelhelden, der im besten Bruce-Willis-"Stirb langsam"-Alleingang die Bewohner eines desolaten Müllplaneten vor der Vernichtung durch einen roboterhaften Soldatentrupp rettet.

Mit der Martial-Arts-Fantasy "Mortal Kombat" und der futuristischen Horrorschocker "Event Horizon" bewies Regisseur Paul Anderson bereits Genrefestigkeit, ohne daß es ihm allerdings gelungen wäre, sich von seinen überdeutlichen Vorbildern (Ridley Scott etc.) loszusagen und eine eigene, originelle Handschrift zu entwickeln. Entsprechend läßt er sich bei seiner wie stets funktionellen, wenn auch extrem routinehaften Inszenierung von "Soldier" vornehmlich von Schwarzenegger- und Stallone-Blockbustern inspirieren, zumal auch Drehbuchautor David Webb Peoples, der sich aufgrund seiner komplexen Highlights "Blade Runner" und "Erbarmungslos" bestens für einen hartgesottenen Science-fiction-Machostoff zu empfehlen scheint, keine erkennbaren neuen Plotpfade beschreitet: Sein Buch ist bestenfalls Standard, mit unzähligen Klischees aus hinlänglich erprobter Testosteron-Action, Futur-Fantasy und Militärdrama gespickt. Die Bandbreite der verarbeiteten Vorbilder reicht in Andersons filmischem Ersatzeillager von "Terminator" und "Rambo" über "Krieg der Sterne" und "Star Trek" hin zu "Apocalypse Now". Das dröhnend-lärmende Ergebnis mutet an wie die denkwürdige Fusion aus wohlbekannten Genrestücken wie "Demolition Man", "Waterworld" und "Starship Troopers". Kommerziell gesehen wird sich "Soldier", um bei den naheliegenden Vergleichen zu bleiben, wohl auf der Wellenlänge der ähnlich munter zusammengewürfelten Zukunftsvision "Judge Dredd" bewegen, die nach soliden Kinoergebnissen in der Videoauswertung einen triumphalen Siegeszug antreten konnte.

Sergeant Todd (Russell in einer todernsten Performance, die Clint Eastwood geradezu geschwätzig erscheinen läßt) wurde von Kindesbeinen an zur veritablen Ein-Mann-Kampfmaschine ausgebildet. Als er und seine Mannen im Alter von 40 Jahren hoffnungslos veraltet durch die verbesserten Caine-Modelle (unter dem Kommando eines kahlgeschorenen Jason Scott Lee aus "Dragon") ersetzt werden, landet Todd buchstäblich auf dem Müll eines entfernten Abfallplaneten, der von einer nach ihrem Raumschiff-Absturz gestrandeten Gruppe bewohnt wird. Dort lernt der wenig umgängliche Soldat neue Regungen jenseits von Disziplin und Furcht kennen und unterstützt seine neuen Freunde fortan dabei, feindlichen und deutlich überzähligen Angreifern strategisch smart Paroli zu bieten.

Anderson versteht es, grotesk überzeichnete Action zu präsentieren: In tiefer Dunkelheit angesiedelt, läßt er seine bisweilen schmerzhaft brutalen Sequenzen durch zahlreiche Explosionen stimmig aufleuchten. Verstünde es der junge Brite jetzt noch, auch dramatische, figurenorientierte Szenen mit ähnlicher Begeisterung in Szene zu setzen, er könnte einer der besseren Handwerker im Studiosystem werden. So wirkt seine Arbeit trotz ansehnlicher Ausstattung und ordentlicher Spezialeffekte wie das Werk eines obsessiven Bastlers, der im Überschwang der Gefühle vergaß, Fleisch, sprich: Inhalt, auf ein reizvolles Gerüst zu packen. Jenseits der eingeschworenen Fangemeinde dürfte der Krieg des Space-Rambos demnach auf wenig Gegenliebe stoßen. ara.

Star Force Soldier

Darsteller:  Kurt Russell   als Todd
  Jason Scott Lee   als Caine 607
  Connie Nielsen   als Sandra
  Sean Pertwee   als Mace
  Michael Chiklis   als Jimmy Pig
  Gary Busey   als Church
  Jason Isaacs   als Col. Mekum
  Jared Thorne   als Noah
  Taylor Thorne   als Noah
  Brenda Wehle   als Hawkins
  Mark Bringelson   als Rubrick
  K. K. Dodds   als Sloan
 
Regie:  Paul W.S. Anderson  
Drehbuch:  David Webb Peoples  
Produzent:  Jerry Weintraub  
Koproduzent:  Jeremy Bolt  
Ausf. Produzent:  James G. Robinson  
  R.J. Louise  
  Susan Ekins  
Kamera:  David Tattersall  
Schnitt:  Martin Hunter  
Musik:  Joel McNeely  
Produktionsdesign:  David L. Snyder  
  Tom Valentine  
Kostüme:  Erica Edell Phillips  
Ton:  Andy Wiskes  

Rambo V ist "brutale Jagd"

Sly bucht um: Es geht nicht nach Mexiko und dort gegen Drogen- und Menschenhändler, wie es ursprünglich hieß. "Rambo V" spielt dort, wo für den Haudegen alles begann, im Nordwesten der USA. Aber die Story klingt ziemlich untypisch ...

Großansicht Actionveteran: Sylvester Stallone beginnt im Frühjahr mit seiner fünften "Rambo"-Mission (Foto: Warner)

Actionveteran: Sylvester Stallone beginnt im Frühjahr mit seiner fünften "Rambo"-Mission (Foto: Warner)

Wissenschaftler manipulieren an Soldaten herum und erschaffen Monster. Die geraten prompt außer Kontrolle. Held stürmt herbei. Klappe zu, Monster tot. Verkürzt ist das in etwa die Story von "Rambo V", deren Dreh nun abgesegnet wurde. Ursprünglich war von einer Rettungsmission nach "96 Hours"-Art in Mexiko die Rede, mit Drogen- und Menschenhändlern als Gegenspieler. Abgehakt. Jetzt ist es eine Science Fiction-Mission, in die Rambo geschickt werden soll. Die Story hört sich erstmal stark nach einem Aufguß von "Universal Soldier" oder Star Force Soldier (mit Kurt Russell), oder noch schlimmer, Uwe Bolls Gameverfilmung "Far Cry" an und wird in Webforen entsprechend hitzig bis spöttisch kommentiert. Ganz genau weiß es nur Sylvester Stallone, denn der ist Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion.

Bei der US-Website "Ain't it cool" hat er sich nun zu Wort gemeldet, um die Spötter zum schweigen zu bringen: "Es geht natürlich nicht um Supersoldaten, wie sie von Jean-Claude van Damme und Dolph Lundgren verkörpert wurden", macht Sly deutlich, "sondern um ein Biest, ein 'Ding', eine Verbindung aus animalischer Wut und Intelligenz. So war der Mensch, bevor er human wurde. Es ist unmenschlich. Mit seinem Überlebenswillen kann sich nur der von Rambo messen." Das erinnert nun an "Predator", aber Stallone läßt einen Vergleich mit der Idee von "Alarm im Weltall" eher gelten. Drehbeginn für "Rambo V: The Savage Hunt", die "brutale Jagd", ist im Frühjahr.

Bilder zu "John Rambo"

Fotos ansehen

Star

Kurt Russell

Als Sohn des Baseballspielers Bing Russell, der nach Ende seiner Sportler-Karriere sechs Jahre lang als Hilfssheriff in "Bonanza" diente,...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.