Kommerzielles Turbo-Actionpäckchen über Agentenkinder, die im Crashkurs das Agentenleben lernen, um selbst die Welt zu retten. http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf30/b0130993/b150x150.jpg Spy Kids

Filmdetails

Spy Kids

Kommerzielles Turbo-Actionpäckchen über Agentenkinder, die im Crashkurs das Agentenleben lernen, um selbst die Welt zu retten.


Spy Kids
Start: 04.10.2001

Action / Komödie

USA 2001
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Antonio Banderas
Carla Gugino
Alexa Vega

Regie: Robert Rodriguez
Verleih: Concorde

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Einst waren Gregorio und Ingrid Cortez die besten Agenten der Welt, jetzt widmen sie sich der Erziehung ihrer beiden Sprösslinge. Als sie einem Kollegen aushelfen wollen, fallen sie prompt dem größenwahnsinnigen Fegan Floop in die Hände. Im Crashkurs müssen jetzt die Kids der Agenten fit gemacht werden und zur Weltrettung schreiten.


Kritik

Spy Kids

Neue Filme braucht das Kind. Denkt sich zumindest der texanische Tausendsassa Robert Rodriguez, bislang eher abonniert auf ebenso groteske wie unverkennbare Turbo-Action mit Comic-Touch ("Desperado", "From Dusk Till Dawn", "Faculty"). Bei seiner fünften abendfüllenden Regiearbeit hat er nicht nur sein Herz für Grundschüler, sondern auch für High Concept entdeckt: James Bond für Kids ist die Vorgabe für eine hyperaktive Spionage-Action-Suppe über zwei Kinder, die zur Tat und Weltrettung schreiten müssen, als ihre Agenten-Eltern bei deren erster Mission seit Jahren gekidnappt werden. 007-artige Gadgets, knallbunte Sets (Ken Adam im Kreativ-Kindergarten?), Plastikgewalt und Familienbotschaft à la Disney ergeben eine sehr kommerzielle Mischung, müssen sich aber auch den Vorwurf der Überproduziertheit gefallen lassen.

Dass Rodriguez mit Kindern besser umgehen kann, als mit erwachsenen Schauspielern, bewies er bereits bei seinem hinreißenden Segment der ansonsten vergessenswerten Kurzfilm-Anthologie "Four Rooms" aus dem Jahr 1995: "The Misbehavers" über die Sprösslinge von Gangstereltern, die bei deren Abwesenheit trotz ausdrücklichen Verbots das Hotelzimmer auf den Kopf stellen und in der Matratze eine verweste Leiche finden, ist das Juwel seiner bisherigen Filmografie. Rasend geschnitten, mit schrägen Kamerawinkeln und bestechend überzogener Comic-Sensibilität rastlos gefilmt, erwies sich der 25-Minuten-Zeitrahmen als ideale Spielweise für Hollywoods König des infantil verspielten Full-Impact-Movies.

"Spy Kids" übernimmt nicht nur den damaligen Hauptdarsteller, Antonio Banderas (ebenso attraktiv wie wild grimassierend), sondern auch die konzeptionelle Grundlage. Das erweist sich als seine Stärke, aber auch als Schwäche: Dank Rodriguez' ungemindertem Spieltrieb ist jede Einstellung so prall vollgestopft mit Farben, Details und Bewegung, dass Rodriguez beim nächsten Mal auf Cinemascope umsteigen muss, will er noch mehr Information auf der Leinwand unterbringen. Das hat Charme und wird der angestrebten Zielgruppe gefallen. Aber das ist auch so aufdringlich lärmend und nährstoff- und inhaltsarm, dass sich auf Spielfilmlänge in Ermangelung an Kontinuität eine gewisse Monotonie breit macht. Selten war ein Film, der mit augenscheinlich so viel Herz gemacht wurde, im Ergebnis so freudlos und auch berechnend: ein aus allen Nähten berstender "Last Action Hero" für Kids an der Altersschnittstelle von "König der Löwen" zu "Krieg der Sterne".

Gleichzeitig aber ist "Spy Kids" ein cleveres, nach allen Regeln der Kunst geschnürtes Kommerz-Päckchen; ein kunterbuntes Knallbonbon, das Dimension/Miramax in den USA mit derart vielen Product Placements, Tie-Ins und Crossover-Promotion-Partnern bestückt hat, dass man mit der Arbeit an einer Fortsetzung bereits vor dem US-Kinostart begonnen hat. Die Marketing-Abteilung hat hier wenigstens ebenso hart gearbeitet wie Robert Rodriguez, der nicht nur - wie gewohnt - Regie, Kamera und Schnitt übernahm, sondern auch die Story der zehnjährigen Carmen und des sechsjährigen Wonneproppens Juni (so muss Ain't-It-Cool-Dickerchen Harry Knowles im Vorschulalter ausgesehen haben) erdachte. Zwei ganz normale Kids eigentlich, die mit ihren Eltern Gregorio und Ingrid Cortez wohlbehütet aufwachsen. Nur Hänseleien in der Schule machen der Idylle zu schaffen, und manchmal wünschten sie sich, dass Papa und Mama Superhelden sind, die Probleme im Handumdrehen lösen. Sie wissen nicht, dass die Eltern genau das vor der Geburt der Kids waren: Spitzenagenten, denen das Ausschalten von größenwahnsinnigen Bösewichten leichter fiel als die Verantwortung des Aufziehens von Kindern. Das ändert sich schlagartig, als die beiden von dem durchgedrehten Fegan Floop auf seine Fantasyinsel entführt werden, wo er Spione versklavt und mit Roboterkindern nach der Weltherrschaft trachtet. Jetzt sind Carmen und Juni gefragt. Nach einem Crashkurs in Sachen Geheimagent, diversen wilden Verfolgungsjagden zu Lande, Wasser und in der Luft und eine Konfrontation mit ihren maschinellen Alter egos ist zum Showdown bei der Familienvereinigung ihre kindliche Fantasie gefragt.

Klar, das wird Kids gefallen, die sich liebend gerne mit den beiden kickboxenden Hosenmatz-Helden identifizieren werden. Man hätte ihnen nur einen weniger hektischen Film für die Erfüllung ihrer Tagträume gewünscht, in dem Rodriguez ähnlich übers Ziel hinausschießt wie die Kiddies bei ihren ersten Flugversuchen mit ihren Raketenrucksäcken oder Alan Cumming bei seiner schrill-überkandidelten Performance als Bad-Guy-Clown mit grundsätzlich guter Seele. Letztlich sind das geschmäcklerische Einwände. Was für Kinobesitzer zählen sollte, ist das, was für Miramax zählte: ein hochkommerzielles Produkt, das sich als Alternative zum gegenwärtigen brav-altbackenen Kinderangebots tatsächlich ganz prächtig macht. In diesem Sinne: "Spy Kids" in der Nachmittagsvorführung; am Abend dann Arnold und Bruce als Weltretter. ts.

Spy Kids

Darsteller:  Antonio Banderas   als Gregorio Cortez
  Carla Gugino   als Ingrid Cortez
  Alexa Vega   als Carmen Cortez
  Daryl Sabara   als Juni Cortez
  Alan Cumming   als Fegan Floop
  Tony Shalhoub   als Alexander Minion
  Teri Hatcher   als Ms. Gradenko
  Richard "Cheech" Marin   als Felix Gumm
  Robert Patrick   als Mr. Lisp
  Danny Trejo   als Machete
  Mike Judge   als Donnagon/Donnamigh
  Richard Linklater   als Cooler Spion
  Guillermo Navarro   als Pastor
  Kelly Preston  
 
Regie:  Robert Rodriguez  
Drehbuch:  Robert Rodriguez  
Produzent:  Elisabeth Avellán  
  Robert Rodriguez  
Koproduzent:  Tamee Smith-Zimmerman  
Ausf. Produzent:  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
  Cary Granat  
Kamera:  Guillermo Navarro  
Schnitt:  Robert Rodriguez  
Musik:  Danny Elfman  
  Gavin Greenaway  
  Heitor Pereira  
  John Debney  
  Robert Rodriguez  
  Los Lobos  
Produktionsdesign:  Cary White  
  Ed Vega  
Kostüme:  Deborah Everton  
Ton:  Mark Ulano  

Rodriguez gibt Prinzessin an Conran ab

Die Abenteuer John Carters auf dem Mars waren das zweite Standbein des Tarzan-Erfinders Edgar Rice Burrough. Für Paramount könnte die Serie in den nächsten Jahren zum ersten werden.

Großansicht Gibt den Regie-Stuhl frei für Kerry Conran: Robert Rodriguez (Foto: Kurt Krieger)

Gibt den Regie-Stuhl frei für Kerry Conran: Robert Rodriguez (Foto: Kurt Krieger)

Zuvor gibt es aber erst mal Gerangel um den Regisseurs-Stuhl. Denn eigentlich sollte Robert Rodriguez ("Spy Kids") den Auftakt der Mammut-Serie abdrehen.

Da dieser aber kein Mitglied der "Directors Guild of America" ist, wurde die Einladung zum Projekt prompt zurück gezogen. Gerüchten zufolge war auch noch Stephen Sommers im Gespräch. Der "Van Helsing"-Macher lehnte aber aus unbekannten Gründen ab.

Der Mann, der den Job nun übernehmen soll, bezeichnet sich selbst als absoluter Science-Fiction-Fan und bringt mit "Sky Captain and the World of Tomorrow" einen verheißungsvollen Blockbuster in die Kinos. Regieneuling Kerry Conran war daher sofort Feuer und Flamme für das Projekt. Besonders seine recht kostengünstige Produktion von "Sky Captain", mit Jude Law und Angelina Jolie in den Hauptrollen, scheint die Studiobosse von Paramount beeindruckt zu haben.

Die sind nun natürlich sehr gespannt auf den Start des Films. Sollte er floppen hätten sie ein großes Problem: Die Erwartungen an Burroughs "Die Prinzessin vom Mars" sind hoch, soll der Mehrteiler doch im nächsten Jahrzehnt Millionen an Franchiseeinnahmen auf die Konten spülen.

In der Tat könnte die Story den nötigen Charme mitbringen, um daraus eine erfolgreiche Film-Saga zu machen und schließlich eine ganz neue Fan-Gemeinde zu generieren.

Einmal Mars und zurück, bitte

Der Texaner John Carter flüchtet vor Indianern in eine Höhle. Dort betäuben ihn ausströmende Gase und plötzlich findet er sich auf dem Mars wieder. Dank niedriger Schwerkraft avanciert er schnell zum sprunggewaltigem Schwertkämpfer, rettet sogleich eine wunderschöne, humanoide Prinzessin aus der Gefangenschaft und erlebt zahllose Abenteuer, bis er sich nach zehn Jahren plötzlich wieder auf der Erde befindet.

Insgesamt schrieb Edgar Rice Burrough elf actionreiche Bücher über Carters Abenteuer - für Hollywood ein gefundenes Fressen.

Verwunderlich, dass noch keiner früher auf die Idee gekommen ist, der Stoff ist schließlich beinahe 100 Jahre alt.

Star

Antonio Banderas

Mit seiner Tollkühnheit, Artistik und eleganten Körpersprache als Degen schwingender, glutvoller und von mitreißender Spielfreude...

Star

Carla Gugino

Flott, temperamentvoll, quirlig, nervös, unwirsch, robust und voller kämpferischer Entschlossenheit: So behauptet sich Carla Gugino an der...

Top-Filme der Woche

 

kino.de kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Katherine Heigl im Trailer zur Actionkomödie "Einmal ist keinmal".

Zum Magazin

Das interaktive Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.