Originaltitel: Spy Kids: All the Time in the World in 4D
USA 2011
Jessica Alba
Joel McHale
Rowan Blanchard
Regie: Robert Rodriguez
Verleih: Senator
Rebecca und Cecil sind - im Gegensatz zu Vater Wilbur - ganz und gar nicht von ihrer neuen Stiefmutter Marissa begeistert. Als diese auch noch ein Baby zur Welt bringt, fühlen sich die Kids erst recht vernachlässigt. Das ändert sich schlagartig, als sie erfahren, dass Marissa eine Superspionin ist, mit der Mission, dem Bösewicht Tick Tock das Handwerk zu legen. Dieser steht nämlich kurz davor, der gesamten Welt die Zeit zu stehlen. Klar, dass Rebecca und Cecil ihrer coolen Stiefmama dabei helfen, dem fiesen Zeitbanditen das Handwerk zu legen.

Die dritte Fortsetzung des populären Agentenabenteuers präsentiert sich als mehrdimensionales Family-Entertainment-Action-Spektakel mit Duftnotengag.
Eigentlich galt die "Spy Kids"-Trilogie mit "Mission 3D" aus dem Jahre 2003 als abgeschlossen. Doch weil Robert Rodriguez, Tarantino-Kumpel, Kultfilmer ("El Mariachi", "From Dusk Till Dawn") und Erfinder dieser einzigartigen Spionage-Action-Comedy-Kino-Serie für große und kleine Kinder, noch genügend Ideen für ein weiteres abendfüllendes Agenten-Abenteuer in petto hatte, gibt's nun Teil 4. Was nicht zuletzt daran liegt, dass das Interesse an derartigen Family-Entertainment-Produktionen nach wie vor ungebrochen ist. Rodriguez, der wieder multifunktional als Regisseur, Autor, Produzent, Kameramann und Komponist in Erscheinung tritt, setzte alles daran, um mit diesem Sequel alles Vorangegangene noch einmal zu toppen. So erweiterte er seine "Spy Kids" um eine vierte Dimension. Diese beschränkt sich allerdings im Gegensatz zu den 4D-Erlebnissen, die man von diversen Vergnügungsparks (ruckelnde Sitzreihen, Wind und Regen aus entsprechend installierten Geräten, etc.) kennt, lediglich auf das Geruchskino wie es John Waters 1981 bereits mit "Polyester" und dem legendären "Odorama"-Verfahren versuchte.
Allerdings ist auch dieses Aroma-Scope wie es Rodriguez nun nennt, nicht mehr als ein netter Gag, die acht Gerüche auf der Rubbelkarte duften doch alle recht ähnlich süßlich, zudem ist es gar nicht so leicht, das richtige Feld zu treffen, da die Sicht im dunklen Kino durch dir 3D-Brille zusätzlich eingeschränkt ist. So empfiehlt sich die Konzentration auf die audiovisuellen Reize, und da hat der Filmemacher erneut einiges zu bieten: Erstens einen aufregenden wie spannenden Plot um einen richtig fiesen Zeitbanditen (Jeremy Piven), dessen Story ein wenig an Michael Endes Klassiker "Momo" erinnert und der sich zum Grande Finale ähnlich wie Hugo Weaving in "Matrix Reloaded" vervielfältigen kann. Zweitens mit Jessica Alba eine höchst attraktive Hauptdarstellerin, die Antonio Banderas, Star der ersten drei Teile, locker vergessen macht, und die als Undercover-Superspionin ihrem schauspielernden und ahnungslosen Ehemann (der witziger Weise in einer Reality-Show den "Spy Hunter" spielt) ein heiles Familienleben á la "True Lies" vorgaukelt. Und schließlich drittens diesen einzigartigen Mix aus furiosen Actionszenen, fulminanten Stunts und einer Fülle von technischen Gadgets, die selbst Mr. Bond vor Neid erblassen lassen.
Außerdem gibt es für Insider ein Cameo von Rodriguez-Regular Danny "Machete" Trejo sowie für "Spy Kids"-Experten ein Wiedersehen mit den Original-Kinderspionen Alexa Vega alias Carmen und Daryl Sabara alias Juni Cortez, die als inzwischen erwachsene Agenten nun Albas Stief-Kids anlernen. Und weil ein witziger Hunderoboter namens Argonaut und das frühreife Spy Baby für gagreiche Auflockerung und ein atemraubendes Finale auf Riesenzahnrädern ("Modern Times" lässt grüßen) mit dickem Happy Ending für positive Stimmung sorgen, ist das multidimensionale Kinoerlebnis quasi perfekt. lasso.
| Darsteller: | Jessica Alba | als Marissa Cortez Wilson | |
|---|---|---|---|
| Joel McHale | als Wilbur Wilson | ||
| Rowan Blanchard | als Rebecca Wilson | ||
| Mason Cook | als Cecil Wilson | ||
| Jeremy Piven | als Danger D'Amo/Tick Tock | ||
| Alexa Vega | als Carmen Cortez | ||
| Daryl Sabara | als Juni Cortez | ||
| Danny Trejo | als Onkel Machete | ||
| Belle Solorzano | als Spy Baby | ||
| Genny Solorzano | als Spy Baby | ||
| Ricky Gervais | als Argonaut (Hunderoboter) | ||
| Regie: | Robert Rodriguez | ||
| Drehbuch: | Robert Rodriguez | ||
| Produzent: | Robert Rodriguez | ||
| Elisabeth Avellán | |||
| Koproduzent: | George Huang | ||
| Rebecca Rodriguez | |||
| Ausf. Produzent: | Bob Weinstein | ||
| Harvey Weinstein | |||
| Kamera: | Robert Rodriguez | ||
| Jimmy Lindsey | |||
| Schnitt: | Dan Zimmerman | ||
| Musik: | Robert Rodriguez | ||
| Carl Thiel | |||
| Kostüme: | Nina Proctor | ||
| Casting: | J.C. Cantu | ||
| Mary Vernieu | |||
Eine neue Tonbandaufnahme mit einer derben Hasskanonade hat Mel Gibson erneut in die Schlagzeilen gebracht. Doch auch die Entscheidung von "Spy Kids 4D"-Macher Robert Rodriguez, Hollywoods Bad Boy für "Machete Kills" zu verpflichten, liefert Zündstoff.
Könnte ihn "Machete Kills" durchdrehen, ohne Konsequenzen zu befürchten: Mel Gibson (Foto: Kurt Krieger)
Mit dem Splatter-Trash "Machete" und Danny Trejo in der Titelrolle als klingenschwingender Ex-Knacki, der quasi im Alleingang eine mexikanische Drogengang zur Strecke bringt, gelang Robert Rodriguez (demnächst mit "Spy Kids 4D" im Kino) ein unterhaltsamer Überraschungserfolg.
Der zweite Teil "Machete Kills" ist in Arbeit und nimmt langsam Formen an. Neben "Machete"-Star Danny Trejo und Michelle Rodriguez spekuliert Regisseur Rodriguez mit der Verpflichtung eines weiteren harten Knochens. Mel Gibson steht auf der Wunschliste des US-Regisseurs ganz oben. Referenzen kann Gibson mittlerweile auf wie abseits der Leinwand zur Genüge aufweisen.
So kam Mel immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Sei es wegen Trunkenheit am Steuer, Beleidigung jüdischer Filmleute oder dem filmreifen Scheidungskrieg mit seiner Ex-Flamme Oksana inklusive Ohrfeigen und Morddrohungen per Telefon.
Gerade leistete sich Mel eine neue Eskapade: Ebenfalls telefonisch machte er lautstark seinem Unmut wegen einer vergeigten Zusammenarbeit mit dem jüdischen Drehbuchautoren Joe Eszterhas Luft. Da erweckt es fast den Anschein, als wirkte die Serie von Ausrastern auf Robert Rodriguez wie eine Art Bewerbungsschreiben für "Machete Kills". Schließlich sieht seine Filmfigur auch des Öfteren rot.
Sollten beide zueinander finden, wäre das sicher wie ein kleiner Karriereturbo für Mad Mel. Schließlich ist seine Leinwand-Laufbahn in der letzten Zeit ziemlich ins Stocken geraten. So fand sein letztes Werk "How I Spent My Summer Vacation" nicht den Weg in die Kinos und landete direkt im Heimkino.
Rodriguez plagen derweil luxuriösere Probleme. Er würde gerne "Machete Kills" im Alleingang drehen. "Momentan führe ich alleine Regie", bestätigt der Filmemacher. Sollte es jedoch zu einer Überschneidung mit dem Dreh von "Sin City 2" kommen, müsste Rodriguez das Ruder notgedrungen aus der Hand geben.
Ihr lasziv aggressiver Striptease in "Sin City", ihre Tauchgänge in knappsten Bikinis in "Into the Blue" und ihr hautenges Kostüm als "...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.