Originaltitel: Changing Lanes
USA 2002
Ben Affleck
Samuel L. Jackson
Toni Collette
Regie: Roger Michell
Verleih: Paramount
Wall-Street-Anwalt Banek (Ben Affleck) und der Versicherungsangestellte Gibson (Samuel L. Jackson) sind beide auf dem Weg zu jeweils äußerst bedeutsamen Gerichtsentscheidungen, als das launische Schicksal ihre Fahrzeuge miteinander kollidieren lässt. Zwar gelingt es Banek, den zu Recht verzweifelten Gibson brutal abzuwimmeln und rechtzeitig die Verhandlung zu erreichen, doch dort muss er erkennen, dass sein Unfallgegner nun im Besitz wichtiger (und obendrein illegal erworbener) Dokumente von ihm ist. Ein erbitterter Kleinkrieg beginnt.
Nach dem vergleichsweise leichtfüßigen "Notting Hill" versucht sich Roger Michell nun an einem eher sperrigen Moraldrama und erzielt dank einer bestens aufgelegten Besetzung (auch William Hurt, Sydney Pollack und Amanda Peet sind mit von der Partie) beachtliche Unterhaltungsqualitäten.
Ben Affleck und Samuel L. Jackson liefern sich einen erbitterten Kleinkrieg nach einem Bagatellunfall mit dramatischen Konsequenzen.
New York und die kleinen Zeitbomben des Alltags. Zwei Männer in höchster Eile, im Auto unterwegs zu wichtigen Gerichtsterminen. Dann ein Akt der Rücksichtslosigkeit, wie ihn die Metropole im Minutentakt erlebt. Der Ältere bleibt mit Zorn und schlappen Reifen liegen, verpasst so seine Anhörung. Der Jüngere, der ihn von der Straße drängte, rauscht davon. Zurück bleiben ein Blankoscheck und ein zynischer Spruch des Ausstellers: "Mehr Glück beim nächsten Mal."
Auftakt zu einem Horrortag und einem explosiven Privatduell, mit dem Regisseur Roger Michell Extremkontrast zu seinem romantischen Glückssoufflé "Notting Hill" bietet. "Spurwechsel" öffnet das Pulverfass Mensch und zeigt die Abgründe, die in einem ganz gewöhnlichen Leben immer wieder überschritten werden müssen.
Ben Affleck spielt den karrieregeilen Schnöselanwalt Banek, der den Unfall verursacht, aber angesichts von Frau und Schwiegervater eigentlich selbst Mitleid verdient.
Samuel L. Jackson glänzt als Verkehrsopfer Doyle, der selbst Täter ist, weil seine Zündschnur nicht zum ersten Mal durchbrennt und er den Kleinkrieg eröffnet. Denn Banek hat am Unfallort eine wichtige Akte vergessen, die Doyle nun die Chance auf Revanche gibt.
Während der Konflikt der beiden ungleichen Männer im Laufe des Tages bis zum Überdruck hochkocht und uns im Kino ein intensives Drama beschert, hält "Spurwechsel" seinen ausgewogenen Kurs und mahnt zur Besinnung im Haifischbecken.
| Darsteller: | Ben Affleck | als Gavin Banek | |
|---|---|---|---|
| Samuel L. Jackson | als Doyle Gipson | ||
| Toni Collette | als Michelle | ||
| Sydney Pollack | als Stephen Delano | ||
| William Hurt | als Sponsor | ||
| Amanda Peet | als Cynthia Banek | ||
| Kim Staunton | als Valerie Gipson | ||
| Richard Jenkins | als Walter Arnell | ||
| Dylan Baker | als Finch | ||
| Matt Malloy | als Ron Cabot | ||
| Michael Patrick McGarth | als Seavers | ||
| Joe Grifasi | als Cosell | ||
| John Benjamin Hickey | als Carlyle | ||
| Myra Taylor | als Abarbanel | ||
| Cole Hawkins | als Danny Gipson | ||
| Kevin Sussman | als Tyler Cohen | ||
| Angela Goethals | als Sarah Windsor | ||
| Ileen Getz | als Ellen | ||
| Bruce Altman | als Joe Kaufman | ||
| Jennifer Dundas | als Mina Dunne | ||
| Olga Merediz | als Mrs. Miller | ||
| Akil Walker | als Stephen Gipson | ||
| Lisa Leguillou | als Gina Gugliotta | ||
| Ray Bokhour | als Willard | ||
| Susan Varon | als Sheryl Buckburg | ||
| Bradley Cooper | als Gordon Pinella | ||
| Regie: | Roger Michell | ||
| Drehbuch: | Chap Taylor | ||
| Michael Tolkin | |||
| Produzent: | Scott Rudin | ||
| Koproduzent: | Scott Aversano | ||
| Ausf. Produzent: | Ron Bozman | ||
| Adam Schroeder | |||
| Kamera: | Salvatore Totino | ||
| Schnitt: | Christopher Tellefsen | ||
| Musik: | David Arnold | ||
| Produktionsdesign: | Kristi Zea | ||
| W. Steven Graham | |||
| Kostüme: | Ann Roth | ||
| Ton: | Danny Michael | ||
Amanda Peet sieht blendend aus, ist intelligent und auch beruflich läuft es für die schöne 30-Jährige großartig.
Amanda Peet war im letzten Jahr neben Hollywoodgrößen wie Susan Sarandon, Ryan Phillippe und Jeff Goldblum in "Igby Goes Down" zu sehen. An der Seite von Ben Affleck, Toni Collette und Samuel L. Jackson wirkte sie in "Spurwechsel" mit.
Auch das kommende Jahr beginnt gleich mit einem Highlight. Die gebürtige New Yorkerin darf sich mit der lebenden Hollywoodlegende Jack Nicholson in den Laken wälzen. Denn in Regisseurin Nancy Meyers' neuem Film, der bisher noch keinen Titel trägt, schlüpft sie in die Rolle der blutjungen Freundin von Nicholson.
Neben dem altgediehnten Schauspiel-Schlachtross werden weitere Hollywood-Hochkaräter in dem Film mitwirken: Diane Keaton ("Marvins Töchter"), Keanu Reeves ("Matrix") und Frances McDormand ("Almost Famous") haben bereits ihre Zusage gegeben.
Der Film erzählt die Geschichte eines älteren Mannes, der eigentlich alles hat, was man vom Leben erwarten kann: Beruflichen Erfolg, Geld wie Heu und eine Freundin, die so knackig und jung ist, dass sie seine Tochter sein könnte. Doch dann erleidet er einen Herzinfarkt und verliebt sich zu allem Überfluss in die Mutter seiner Freundin. Und schon ist sein bisheriges Dasein auf den Kopf gestellt.
Die erste Klappe wird Mitte Februar nächsten Jahres fallen.
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