Adrien Brody und Sarah Polley züchten als geniale Genetiker ein Hybridwesen: Origineller SciFi-Horror, mit Witz garniert. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto21/10210099/b150x150.jpg Splice - Das Genexperiment

Filmdetails

Splice - Das Genexperiment

Adrien Brody und Sarah Polley züchten als geniale Genetiker ein Hybridwesen: Origineller SciFi-Horror, mit Witz garniert.


Splice - Das Genexperiment
Start: 03.06.2010

Originaltitel: Splice

Science Fiction / Thriller

Kanada/Frankreich/USA 2009
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Adrien Brody
Sarah Polley
Delphine Chanéac

Regie: Vincenzo Natali
Verleih: Senator

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Inhalt

Das Forscher-Paar Clive und Elsa leistet bei der Züchtung von Tier-Hybriden Pionierarbeit. Als ihnen der Geldhahn abgedreht wird, arbeiten sie trotzdem heimlich weiter und erschaffen in ihrem Labor eine Kreuzung aus Mensch und Tier. Clive sieht das Kaulquappen-ähnliche Wesen als Fehlschlag, will es töten, doch in Elsa erwachen Mutterinstinkte. So wächst Dren bei ihnen fast wie das Kind einer Familie auf. Doch wird es immer schwieriger sie zu verstecken und als sie geschlechtsreif wird, wird sie zu einer Gefahr für alle.


Kritik

Splice - Das Genexperiment

Adrien Brody und Sarah Polley züchten als geniale Genetiker ein Hybridwesen: Origineller SciFi-Horror, mit dem Vincenzo Natali seinen Ruf als kreativer Phantast zementiert.

Nach dem geometrischen Kulteinstand "Cube" galt Natali als außergewöhnliche Entdeckung, machte sich in der Folge mit ähnlich ausgefallenen Filmen ("Cypher", "Nothing") einen Namen. Sein vorläufiges Meisterstück ist ihm mit dieser ausgefeilten, schwer unterhaltsamen und modernen Frankenstein-Parabel gelungen, die schräg und anders ist - aber auf hochklassige, faszinierende Art.

Adrien Brody und Sarah Polley dürfen ihre Fähigkeiten als Charaktermimen ausleben, wenn sie als verschroben-hippes Forscherpärchen Clive und Elsa mit der Züchtung von Tier-Hybriden verheißungsvolle Pionierarbeit leisten. Doch der medizinische Durchbruch des Jahrhunderts wird vom Geldgeber, einem kühl agierenden Konzern, abgewürgt. Um ihr Labor, das Nuclear Exchange Research Development, kurz: NERD, nicht demnächst schließen zu müssen, züchten sie ohne Wissen von Mitarbeitern und Finanziers eine Kreuzung aus Mensch und Tier, besser gesagt: Herr und Frau Frankenstein kreieren ein Monster, das er schon bei der Geburt als Fehler betrachtet und vergasen will, während ihre Mutterinstinkte erwachen und sie sich dem intelligenten Kaulquappengeschöpf annimmt, das später bei aller Menschlichkeit noch an viele andere Tiere erinnern wird.

So entsteht eine bizarre Familie in "Splice", der mit viel popkulturell geprägten Humor, der durchaus schwarz ausfällt und auch vor Blut und Schleim nicht Halt macht, aufgelockert wird. Das weibliche Wesen namens Dren wächst heran, unterläuft diverse Metamorphosen, muss in einem Heuschober versteckt werden, bis mit seinem sexuellen Erwachen nicht nur die Versuchung steigt, sondern auch die Gefahr. Denn übermenschliche Fähigkeiten lassen sich nicht kontrollieren, auch wenn die Eltern sich das einbilden. Deshalb kommt es zu einem Monster-Finale, das dem B-Movie seine Reverenz erweist. Ansonsten schafft Natali mit einem smarten Skript voller liebenswerter Details und handfester Überraschungen sowie einer handwerklich reifen Inszenierung mühelos den Spagat zwischen Hommage an den Body Horror David Cronenbergs und einem spannenden Biothriller über Genforschung, der ihr moralischer Kompass abhanden gekommen ist.

Dynamisch, aber dennoch sorgfältig breitet er seine Geschichte aus, die nicht nur Witz, sondern auch die Tragik des Geschöpfs schildert, das an Einsamkeit leidet, doch bei aller Unschuld keineswegs friedfertig ist. Gänsehautszenen, die an den "Elefantenmensch" denken lassen, erden die mit hochwertigen Effekten garnierte High-Tech-Science-Fiction, die kurzweilig, tiefgründig und emotional Genre-Grenzen überschreitet.

tk.

Splice - Das Genexperiment

Darsteller:  Adrien Brody   als Clive Nicoli
  Sarah Polley   als Elsa Kast
  Delphine Chanéac   als Dren
  David Hewlett   als Barlow
  Brandon McGibbon   als Gavin Nicoli
 
Regie:  Vincenzo Natali  
Drehbuch:  Vincenzo Natali  
  Doug Taylor  
Produzent:  Steve Hoban  
Ausf. Produzent:  Guillermo Del Toro  
  Susan Montford  
  Don Murphy  
  Yves Chevalier  
  Christophe Riandee  
  Sidonie Dumas  
Kamera:  Tetsuo Nagata  
Schnitt:  Michele Conroy  
Produktionsdesign:  Todd Cherniawsky  
Kostüme:  Alex Kavanagh  
Casting:  Jason Knight  

Die Lieblingsfilme der Redaktion 2010

Die Redaktion hegt einen bösen Verdacht...

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Erhielt von uns im Schnitt die besten Platzierungen im Jahres-Ranking: "Inception" (Foto: Warner)

Bestimmt hat uns Christopher Nolan eine "Inception" verpasst, damit wir sein SciFi-Meisterwerk an die Spitze unserer kino.de-internen Jahrescharts befördern. Besonders anfällig war dafür Kollege Alex Jodl, der das Hirnexperiment mit einem groß aufspielenden Leonardo DiCaprio auf seiner Liste sogar ganz oben führt. Alle anderen sahen "Inception" zwar eher im Mittelfeld, aber es ist der einzige Film, den ausnahmslos alle Redakteure in ihre Top Ten nahmen.

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REDAKTIONSFAVORITEN: DIE BESTEN KINOFILME 2010
 

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