Emile Hirsch
John Goodman
Susan Sarandon
Regie: Andy Wachowski, ...
Verleih: Warner
Angst ist ein Fremdwort für den jugendlichen Speed Racer (Emile Hirsch). Der geborene Rennfahrer prescht mit dem eigens von seinem Vater Pops Racer (John Goodman) entwickelten Boliden Mach 5 über den Asphalt und bewahrt damit das Vermächtnis seines verstorbenen Bruders Rex (Scott Porter). Als er illegalen Siegabsprachen großer Industrieller wie Firmenchef Royalton (Roger Allam) auf die Spur kommt, verbündet er sich mit seinem Rivalen Racer X (Matthew Fox).
Innovation ist ein Trademark der Wachowski-Brüder, die mit der "Matrix"-Trilogie neue Maßstäbe setzten und das auch bei der Realverfilmung einer japanischen Kult-Zeichentrickserie von 1967 zu tun gedenken: "The Fast and the Furious" als Comic mit revolutionären visuellen Effekten.
Packende Familienunterhaltung und hypermoderne Bildwelten - die "Matrix"-Schöpfer bestätigen mit dieser Manga-Verfilmung ihr Ausnahmetalent.
Das Kino kennt viele Schöpfer virtueller Universen, ob George Lucas oder Peter Jackson - aber in den letzten zehn Jahren war kaum jemand so ästhetisch und konzeptionell prägend wie die Gebrüder Wachowski.
Mit der "Matrix"-Trilogie gelang ihnen das Kunststück, futuristische Actionszenarien mit östlichen Philosophien zu verschmelzen und mit dieser Verbindung nie da gewesene Bildwelten zu schaffen. Das machte die Cyber-Saga zum überzeugendsten Versuch Hollywoods, die Visionen der japanischen Sci-Fi-Mangas in den Realfilm zu übertragen.
Mit "Speed Racer" gehen die Regie-Geschwister konsequent einen Schritt weiter. Diesmal greifen sie offiziell auf eine japanische Vorlage zurück - die auf dem gleichnamigen Manga beruhende Anime-Serie "Mach Go Go Go", in der es ein junger, genialer Rennfahrer (Shooting-Star Emile Hirsch als Speed-Junkie) mit skrupellosen Automobilunternehmen aufnimmt. Aber von den Bleigewittern der Formel 1 ist "Speed Racer" so weit entfernt wie Luke Skywalker von Michael Schumacher.
Die Wachowskis versetzen die Handlung in ein effektgeladenes Pop-Universum, beschwören keine überdrehten Gewaltfantasien, sondern 'Family Entertainment'. Denn ihr Held kämpft nicht für sein Ego, sondern das Unternehmen seiner Familie (darunter Oscarpreisträgerin Susan Sarandon als Racer-Mama und Christina Ricci als seine Freundin).
Dabei schütten die Filmemacher eine Wundertüte an erzählerischen und visuellen Ideen aus - besonders beim großen Showdown, wenn der Über-Pilot eine berüchtigte Querfeldein-Rallye absolviert, bei der sein Bruder den Tod fand. Eine Geschichte mit bewährtem Identifikationspotenzial im aufregenden Look des 21. Jahrhunderts.
| Darsteller: | Emile Hirsch | als Speed Racer | |
|---|---|---|---|
| John Goodman | als Pops Racer | ||
| Susan Sarandon | als Mom Racer | ||
| Christina Ricci | als Trixie | ||
| Matthew Fox | als Racer X | ||
| Roger Allam | als Royalton | ||
| Paulie Litt | als Spritle | ||
| Benno Fürmann | als Inspector Detector | ||
| Hiroyuki Sanada | als Mr. Musha | ||
| Rain | als Taejo Togokhan | ||
| Richard Roundtree | als Ben Burns | ||
| Kick Gurry | als Sparky | ||
| Regie: | Andy Wachowski | ||
| Lana Wachowski | |||
| Drehbuch: | Lana Wachowski | ||
| Andy Wachowski | |||
| Produzent: | Joel Silver | ||
| Andy Wachowski | |||
| Lana Wachowski | |||
| Grant Hill | |||
| Ausf. Produzent: | David Lane Seltzer | ||
| Bruce Berman | |||
| Michael Lambert | |||
| Kamera: | David Tattersall | ||
| Schnitt: | Roger Barton | ||
| Zach Staenberg | |||
| Musik: | Michael Giacchino | ||
| Produktionsdesign: | Owen Paterson | ||
| Kostüme: | Kym Barrett | ||
| Casting: | Anja Dihrberg | ||
Nach Sohnemann Jaden und Töchterchen Willow tritt Papa Will Smith zur Abwechslung wieder ins Rampenlicht. Für die Wachowskis soll er den Bogen als Robin Hood der Neuzeit spannen.
Soll für die Wachowskis als Robin Hood die Reichen ärgern: Will Smith (Foto: Kurt Krieger)
Seit ihrem Mega-Erfolg "Matrix" sind schon über zehn Jahre vergangen. Seitdem warten die Wachowskis auf den nächsten großen Wurf. Während dieser Dekade hat sich bei dem Brüderpaar einiges getan. Aus Larry wurde inzwischen Lana. Andy dagegen ist dem starken Geschlecht treu geblieben. Nun steht nach dem Flop "Speed Racer" das nächste Filmprojekt der exzentrischen Geschwister an: "Hood". Richtig geraten, es geht um den englischen Volkshelden Robin Hood.
Die Wachowskis wollen die Geschichte um den Vagabunden entstauben und haben für die Hauptrolle Will Smith im Auge. Keine schlechte Wahl, schließlich zählt der Hollywoodstar zu den einträglichsten Akteuren seines Fachs.
2010 suchte man vergeblich nach Filmen mit Will Smith in der Hauptrolle. Nur Sohnemann Jaden grätschte sich in "Karate Kid" über die Leinwand. Tochter Willow startete nach der Film- nun auch ihre Musikkarriere. Papa Will verlegte sich aufs Produzieren und Herauspicken der passenden Rollen. Dabei hat er einiges gefunden.
So werden wir ihn schon bald in den Fortsetzungen von "Men in Black", "Hancock" und "Harte Jungs - Bad Boys" sehen. Und wenn er die Zeit findet, auch in der Wachowski-Neuauflage von Robin Hood. Statt Pfeil und Bogen dürfte Will mit einer Smith&Wesson den Reichen in der Hood ans Bein pinkeln.
Die Wachowskis haben außerdem noch zwei weitere Eisen im Feuer: den Irak-Kriegsfilm "CN-9" und die Science-Fiction-Adaption "Cloud Atlas".
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